Die Flüchtlingslüge

  1. Seit dem Sommer 2015 tobt in Europa ein offener migrantischer Krieg von zuvor nicht gesehener Aggressivität und Masse. Sein Hauptziel ist Deutschland, sein Haupt­zweck die Ausrottung der Deutschen und damit auch aller anderen europäischen Völker. Denn das erklärte Prinzip des migrantischen Krieges ist antivölkisch. So hat auch jene Charakter­maske, die gegenwärtig den BRD-Kanzler spielt (die Rolle wurde sinnigerweise mit einem kinder­losen Weib besetzt), alle Immigranten willkommen geheißen und ausdrücklich aufgefordert, Deutsch­land so zu verändern, daß die Deutschen es hinterher nicht wieder­­erkennen würden. In dem jetzt offen entbrannten Migrantenkrieg kann es aber durchaus geschehen, daß die Kanzler­maske in die Hände ihrer deutsch­völkischen Tod­feinde fällt und derart verändert wird, daß auch sie hinterher nicht wieder­zuerkennen ist.
  2. Wie jeder Krieg so begann auch der jetzige Migrantenkrieg mit einer Lüge: der Flüchtlingslüge. Sie erweckt bei den Opfern eine Welle ent­waffnenden Mitleids und törichter Hilfs­bereitschaft. Darin sind die Deutschen von einer Gut­mütigkeit, die an Dumm­heit grenzt. Denn wirkli­che Flüchtlinge sind Nichtkombattanten, die vor einer herannahenden Kriegsfront ins Hinterland ausweichen und sofort in ihren Heimatort zurückkehren und mit dem Steineklopfen und dem Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser beginnen, sobald die Kriegs­front weitergezogen ist. Ausnahmsweise kann dieses vorübergehende Ausweichen des Flüchtlings auch unmittelbar hinter die Grenze eines direkten Nachbarstaates führen.
  3. Die ungezählt vielen Divisionen gewaltbereiter Orientalen und Neger im wehr­pflichtigen Alter, die jetzt bereits nach Mitteleuropa eingedrungen sind, stellen beileibe keine neue Völkerwanderung dar, sondern sind entfesselte Egoisten, Vaterlandsverräter, Terroristen oder Deserteure, die dem staatlichen Kriegsdienst sich entziehen und auf die deswegen die standgerichtliche Erschießung wartet, oder es sind auch einfach übelste Verbrecher, die ihre mitgeschleppten Weiber und Kinder als Schutzschilde und Bettelhilfen verwenden. Diese Menschenmasse ist und bleibt volks­unfähig, lebte schon immer im negroiden Tribalismus mit vielen Stammes­kriegen oder unter orientalischer Despotie, und alle ihre Aufstände dagegen waren ein noch viel blutigerer Terrorismus.

* * *




Soll die RAF die BRD-Terroristen begnadigen?

I

Aller Krieg ist Schrecken, auch der Krieg der Gedanken. Der gedankliche Krieg kann ignoriert werden, der physische Krieg nicht. Der Schrecken ist das vernichtende Hereinbrechen der Wahrheit in die menschliche Existenz und erscheint als Tat und Tatsache erst dann, nachdem er als Gedanke andauernd ignoriert wurde. Es gibt den kleinen Schrecken, den größeren Schrecken und den größten Schrecken; dieser ist der wahre Terror . Es ist immer die Gewalt, die terrorisiert, die den Schrecken verbreitet. Den größten Schrecken verbreitet der Inhaber des Monopols der Gewalt, der den Mechanismus des Staates steuert: er ist der absolute Terrorist, er verbreitet den Schrecken, der von vornherein als überwältigend erfahren und daher zumeist als unbedingter Zwang hingenommen wird.

Wer in öffentlicher Absicht dieses Gewaltmonopol bricht und einen kleinen Schrecken gegen den größten verbreitet, ist ein gewöhnlicher Terrorist, also ein relativer. Hat der Staat als absoluter Terrorist die relativen Terroristen niedergekämpft und die Überlebenden langjährig eingekerkert, kann er sich dann eines Tages, zwecks Krönung seines Sieges, die Frage stellen, ob er denn gegenüber dem Rest seiner geschlagenen Feinde Gnade walten lassen und dadurch Souveränität zeigen wolle. So kam es zu der ziemlich unwichtigen Frage, ob die BRD die RAF-Terroristen begnadigen soll.

Gnade steht über dem Recht . Sie steht auch über der Gewalt und der Macht . Das gilt sogar für die reichszerteilenden Unrechtsregimes in Österreich und im Altreich, die im Dienste der Fremdherrschaft das Deutsche Volk niederhalten und schrittweise zerstören. Wenn Gnade walten soll, muß zuvor der Gnädige denjenigen, demgegenüber er Gnade erweisen will, auf irgendeine Art, sei es durch militärische oder strafgesetzliche Verfolgung, in seine Gewalt gebracht haben. Da die Rote Armee-Fraktion (RAF) die BRD-Terroristen nicht in ihre Gewalt zu bringen vermocht hatte, sondern geschlagen wurde und am 20. April (!) 1998 ihre Auflösung bekanntgab, kam sie erst gar nicht in die Lage, die BRD-Terroristen begnadigen zu können, auch wenn sie es hätte sollen.

II

Die alte RAF erlebte ihren Höhepunkt im Herbst 1977 und war, ganz im Gegensatz zum SDS der 68er Bewegung, der im Herbst 1967 kulminierte, eine ausgesprochen westdeutsche Erscheinung. Der SDS war in seiner Offensivphase mitteldeutsch geführt gewesen und wurde nach dem Attentat auf Dutschke im April 68 von westdeutschen Funktionären im Handstreich aufgelöst, so daß mit der Radikalisierung der Kerntruppe nach dem Ende der Studentenbewegung zwei Nachfolgeorganisationen anstanden: ein Theorie-SDS und ein Waffen-SDS. Der Stratege der nachmaligen ersten Generation der RAF fuhr Anfang 1970 zu Rudi Dutschke nach London, um dessen politische Zustimmung zur Eröffnung des bewaffneten Kampfes einzuholen. Dutschke war zwar für die Aufstellung bewaffneter Gruppen des nationalrevolutionären Lagers, aber gegen den Beginn des bewaffneten Kampfes in Mitteleuropa und verweigerte also seine Zustimmung zum kleinen Terror. Daß der Stratege nicht auf den angeschossenen Führer der abgelaufenen Studentenbewegung hörte, besiegelte von Anfang an das Scheitern der alten RAF und kostete viele Menschen das Leben.

Die Entstehungsgeschichte der alten RAF ist nur zu verstehen, wenn man den Symmetriebruch zwischen den Nachfolgeorganisationen des SDS beachtet. Während in den Formationen des Theorie-SDS die Denkungsart der mitteldeutschen Revolutionäre und damit die gesamtdeutsche Perspektive bestimmend blieb, verengte sich die Sicht im Waffen-SDS, der dann bald als RAF bekanntgeworden ist, auf westdeutsche Erfahrungen. Bestimmt wurde diese Sichtweise von der Nazi-Kinder-Fraktion aus den gehobenen Kreisen der BRD, die an wichtigen Einflußstellen in Wirtschaft und Politik mit der westlichen Besatzungsmacht kollaborierten. Die RAF war der bewaffnete Aufstand der Kinder der westdeutschen Kollaborateure gegen ihre Väter. Diese Kinder wurden geschüttelt vom Ekel vor der nationalen Ehrlosigkeit ihrer Väter, von der Abscheu vor der kapitalistischen Restauration, vom Entsetzen vor der moralischen Blindheit, die mit geheuchelter Einsicht in nationalsozialistische Verbrechen sich zu willfährigen Komplizen viel größerer, amerikanischer Verbrecher herabwürdigte, anstatt, wie es die vietnamesischen Kommunisten vormachten, den nationalen Befreiungs- und Wiedervereinigungskrieg gegen Amerika zu führen. Zur tragischen Symbolfigur dieser ganzen Gefühlslage wurde der sehr bedauernswerte Hans-Martin Schleyer, ein zum westdeutschen Arbeitgeberpräsidenten herabgekommener führender SS-Mann.

Die allein mögliche Schlußfolgerung aus dieser speziell westdeutschen Entstehungsgeschichte der alten RAF in der alten BRD ist also diese: Die Rote Armee-Fraktion war der einzige nationalrevolutionäre Befreiungsversuch von Westdeutschen in der ganzen bisherigen Nachkriegsgeschichte, der auch der speziell westdeutschen Geisteslage entsprang. Die Mitteldeutschen dagegen haben eine viel längere Liste von Aufstandsversuchen gegen die Fremdherrschaft vorzuweisen:
– den 17. Juni 1953,
– die Massenfluchtbewegung, die zur Systembankrotterklärung des Mauerbaues am 13. August 1961 führte,
– die 68er Bewegung in Westberlin und Westdeutschland, die die Konzeption einer Neuen Linken (NL) mit sich brachte, die gleichermaßen antikapitalistisch wie antikommunistisch und ebenso scharf antiproletarisch ausgelegt war und der dutschkistischen (von der vollautomatischen Produktion und entsprechender Massenarbeitslosigkeit ausgehenden) Strategie folgte,
– die 89er Abschüttelung der russischen Fremdherrschaft.

Die Erfolge der mitteldeutschen Altreicher wurden nur von denen der bergdeutschen Österreicher übertroffen, die bereits 1955 von allen vier offiziellen Besatzungsmächten sich befreien konnten. Nicht zuletzt lag das auch daran, daß die österreichischen Politiker nicht in dem Ausmaße und mit der Schamlosigkeit unerlaubte politische Kollaboration mit den Besatzungsmächten getrieben haben wie die altreichischen Politiker in West- und Mitteldeutschland.

III

Die RAF als der einzige Punkt geschichtlicher Ehrenhaftigkeit im ganzen bisherigen Bestehen der BRD ist unter allen deutschen Befreiungsbewegungen dadurch berühmt geworden, daß sie sich des bewaffneten Kampfes bediente, während die anderen Bewegungen politischer, ökonomischer, sozialer und ideologischer Natur waren. Die alte RAF hat hochrangige Landesverräter und Kollaborateure liquidiert und auch Besatzungssoldaten direkt angegriffen; darin folgte sie dem völkerrechtlich legitimen Verfahren des bewaffneten Kampfes einer jeden nationalen Befreiungsfront. Die RAF war hoch elitär, die anderen Bewegungen gingen von breiteren Schichten aus. Die RAF hatte auch einen massenfeindlichen Zug, sie wollte ihre Bomben in das rückständige Bewußtsein des Volkes werfen.

Anfang der 90er Jahre versuchten interessierte Geheimdienstkreise in der angeschlossenen Ex-DDR eine Braune Armee-Fraktion (BAF) herbeizureden, um mit dieser Inszenierung des Kampfes gegen einen Rechtsterrorismus auch der Neuen Deutschen Nationalbewegung (NDNB) das Rückgrat zu brechen. Aber so dumm, darauf hereinzufallen, waren weder die Nationalsozialisten noch die Nationalliberalen, Nationalkonservativen oder Nationalmarxisten. Da es also gottlob nach der RAF mit keiner BAF weiterging, blieb den Deutschen bislang ein Bruderkrieg erspart.

IV

Die Neue Deutsche Nationalbewegung von heute hat eine andere Verlaufsform als die Neue Linke von einst. Diese breitete sich schnell aber oberflächlich aus, jene wächst langsam und radikalisiert sich gründlich. Wie die NL damals sofort nationalrevolutionär, antikapitalistisch, antizionistisch und amerikafeindlich war, so wurde es die NDNB ganz allmählich. Die große Koalition der 60er Jahre wirkte jugendfrisch im Vergleich zur großen Koalition von heute. Daß tatsächlich das kapitalistische Globalsystem Rassenkämpfe herbeiführen würde, um von seinem Klassenkampf abzulenken und gewissermaßen Hitler historisch zu rechtfertigen, konnte sich in den 60er Jahren selbst die lebhafteste politische Phantasie nicht ausmalen. Andrerseits sind heute die Gedankenkriege des weltweiten Lagers der nationalen Revolution gegen die herrschende Macht der antinationalen Konterrevolution, die von der Anti-Nation geführt wird, unter deutscher Federführung siegreich geschlagen. Aber, wie Machiavelli schrieb, siegt in der theorielosen Wirklichkeit nur der bewaffnete Prophet, der unbewaffnete wird scheitern.

Die Macht ist nur mit Waffengewalt zu erobern. Man kann dabei fremde Truppen, gemietete Söldner oder eigene Kampfverbände benutzen. Schon in der alten RAF hatten arabische Kleinterroristen als Söldnertruppe für deutsche Kämpfe fungiert, der islamische Terror von heute wirkt im Kampf gegen das judäo-amerikanische Imperium wie eine Hilfe durch fremde Waffen. Der innere und der äußere Feind sind militärisch beschäftigt, ohne daß die nationale Revolution bisher zu den Waffen greifen mußte. Zwar tut sie klug daran, sich in dieser Frage vorläufig noch zurückzuhalten, weil die Zeit zu ihren Gunsten arbeitet, aber letztlich braucht, wer die Macht erobern will, eigene Truppen. Deshalb wird sich über lang die Frage einer neuen RAF für das nationale Lager stellen, die als Reichs-Armee-Fraktion agiert.

Das in die Handlungsunfähigkeit geschlagene Deutsche Reich wird durch umfassenden und absoluten Terror der Siegermächte und ihrer Kollaborateure niedergehalten. Das Deutsche Reich existiert nur in den Reichsdeutschen. Jeder einzelne von ihnen hat das Recht, sich in ein militärisches, gerichtliches oder sonstiges Reichsorgan auszudifferenzieren und in dessen Besonderheit souverän zu handeln. Folglich darf auch jederzeit eine Reichsarmeefraktion, also eine neue RAF, entstehen. Es wäre völlig rechtmäßig. Niemand kann den Reichsdeutschen oder ihren Schutzgenossen verbieten, solches zu tun, weil es eben kein Reichsorgan gibt, das über ihnen steht. Jeder einzelne Reichsdeutsche verfügt über alle Souveränität des Reiches. Daß eine neue RAF jetzt noch militärisch verfrüht und auch politisch zumindest ein Fehler wäre, steht auf einem ganz anderen Blatt.

V

Der Krieg, lehrt Clausewitz, ist eine Form des gesellschaftlichen Verkehrs, in der gesellschaftliche und also auch politische Zwecke gegen widerständigen Willen erzwungen werden. Die Taktik ist die Anwendung der Mittel (Waffen) im Gefecht, die Strategie die Verwendung der Gefechte zum Ziel des Krieges, dem Sieg, also der Durchsetzung der gesellschaftlichen Zwecke gegen den Willen des Feindes. Wird im symmetrischen Krieg jede Seite versuchen, die Strategie aus einer Folge von Gefechtssiegen aufzubauen, so tut der asymmetrische oder Partisanenkrieg das Gegenteil, er sucht den strategischen Sieg mit einer langanhaltenden Reihe von Gefechtsniederlagen zu erringen. Die Niederlage im Gefecht ist die Räumung des Kampffeldes, der Sieg seine Behauptung. Kann der Sieger im Gefecht den Partisanen, der einen Schlag geführt und dann weggelaufen ist, in der Verfolgung nicht stellen und vernichten, hat der Sieger nur einen Verlust. Fügt das von der kommenden Reichsarmeefraktion gegebenenfalls anzugreifende Reichszerteilungsregime sich durch weltweite Militäreinsätze solche Verluste selber zu, sollte man mit dem Krieg des kleinen Terrors gegen den absoluten Terror, den das Dasein der BRD darstellt, noch warten. Sind die BRD-Terroristen dann eines Tages dingfest gemacht, kann man sich überlegen, ob sie auf dem Rechtswege ihren Kopf verlieren oder auf dem Gnadenwege ihn behalten sollen.




Obligatorisches Allparteien-Wahlprogramm

Das Deutsche Kolleg schreibt allen Abgeordneten, die 20XX[1. Im Original hieß es in freudiger Naherwartung 2005] in den Berliner Reichstag einziehen, vor, das nachfolgende Programm auszuführen. Jene, die ihren Fuß in den Reichstag setzen und diese Vorschriften nicht befolgen, wird Gott mit der ewigen Verdammnis in der Hölle der Selbsterkenntnis ihrer unsterblichen Seelen bestrafen, und die Nachwelt wird sie mit andauernder Schmach und Schande bedenken.

Die BRD des Jahres 20XX ist auf blamablere Weise am Ende als die DDR 1989. Die Europa-Ideologie der EU und mit ihr der Kapitalismus ist als ideologisches System jetzt ebenso abgewirtschaftet wie Kommunismus und Faschismus , die anderen politischen Religionen des 20. Jahrhunderts. An deren Stelle muß die soziale Gemeinschaft des Deutschen Volkes treten. Die Barbarei der Globalisierung ist zu beseitigen und durch die Deutsche Volkswirtschaft abzulösen, in der die Marktwirtschaft der Eigenwirtschaft dient, die nicht Bedürfnisse des Globalmarktes, sondern deutsche Volksbedürfnisse zur Richtschnur des Handelns macht.

Jedermann weiß, daß die akute deutsche Arbeits­losigkeit beseitigt ist, sobald die ausländische Wohn­bevölkerung ausgewiesen sein wird. Damit verkehrt sich das Über­angebot von Arbeits­kräften am deutschen Arbeits­markt in eine Arbeits­kräfte­knappheit, und der Lohn- und Sozialabbau wird in steigende Löhne umschlagen. Andauernde Lohn­steigerung beschleunigt den prozeß­technischen Fort­schritt und führt letztlich zu arbeits­loser Produktion . Das Recht auf Arbeit, das jede deutsche Regierung jedem Deutschen auch in der Zukunft garantieren muß, wird dann nicht mehr in der notwendigen materiellen Produktion eingelöst werden, sondern im Reich der Freiheit als dem gemeinschaft­lichen Kultur­werk des Deutschen Volkes.

Dem Deutschen Volke sind schuldige Dienste wie folgt zu erweisen:

Innenpolitik

  1. Die deutsche Kulturkatastrophe beenden! (Maßnahme: Die Barbaren aus dem Lande werfen und den Gebrauch ihrer primitiven Sprachen in der Öffentlichkeit gesetzlich verbieten, insonderheit des Englischen.)
  2. Die deutsche Arbeitslosigkeit innerhalb von 100 Tagen beseitigen! (Maßnahme: Sofortige Beendigung der Ausländerbeschäftigung.)
  3. Das organisierte Verbrechen, das fremdethnisch homogen ist und von deutscher Polizei nicht unterwandert werden konnte, wird gänzlich zerschlagen! (Maßnahme: Entfernung der fremden Ethnien aus Deutschland.)
  4. Gründung eines Staatsarbeitsdienstes als eigenwirtschaftlichem Konkurrenzsystem zur Marktwirtschaft, das alle Bereiche der materiellen, geistigen und pädagogischen Produk­tion abdeckt.
  5. Einheitliche Existenzgrundsicherung für alle Deutschen in allen Fällen der Bedürftigkeit! (Maßnahmen: Verbot von Sozialleistungen ins Ausland und an Ausländer, Wegfall des bisherigen Rentensystems und der staatlichen Pensionskassen.)
  6. Drastische Senkung der Arbeits­losen­versicherungs­beiträge! (Maß­nahmen: Beschränkung der Leistungen aus der gesetzlichen Arbeits­losen­ver­sicherung auf sechs Monate, Verhinderung zweckfremder Nutzung der Finanzen, Reduzierung der Ver­waltung.)
  7. Vollständige Privatisierung und radikal markt­wirtschaft­liche Um­gestaltung des bisherigen, korporativ verfaßten Gesundheits­systems! (Maßnahme: Aufhebung der gesetzlichen Versicherungs­pflicht.)
  8. Gründung eines konkurrierenden zweiten Gesundheits­systems im Rahmen des Staats­arbeits­dienstes, das jeden Deutschen kostenlos medizinisch grund­versorgt.
  9. Recht auf Berufs­ausbildung, das im Falle des Markt­versagens durch Anstellungs- und Ausbildungs­recht im Staats­arbeits­dienst garantiert wird.
  10. Recht auf Arbeit im erlernten Beruf, das im Falle des Markt­versagens durch Anstellungs­recht im Staats­arbeits­dienst garantiert wird.
  11. Recht auf Wohnung, das keinen einzigen Deutschen obdachlos läßt! (Maßnahme: Wieder­einführung des straf­gesetzlichen Verbots der Land- und Stadt­streicherei.)
  12. Deutsch­land wird schmutz- und schundfrei! (Maßnahme: Unter­bindung porno­graphischer, gewalt­tätiger, und sitt­lich tief­stehender Publikationen.)
  13. Einstellung des kommerziellen Rund­funks. Beschränkung des Fernsehens auf zwei nationale Programme (für deutsche Volks­kultur und deutsche Hoch­kultur samt Wissenschafts­pflege) und auf je ein Regional­programm für alle deutschen Stammes­kulturen; das gleiche gilt für den Hör­funk.
  14. Die Universität ist auf wissenschaft­liche Forschung und gleichzeitige Heran­bildung des wissenschaftlichen Nach­wuchses zu beschränken. Wieder­herstellung des Humboldtschen Ideals der Einheit von Forschung und Lehre.
  15. Ausbildung der hergebrachten Akademiker wie Juristen, Ärzte oder Lehrer in Fach­hoch­schulen im dualen System.
  16. Aus­dehnung und Vertiefung der deutschen Forschung durch den Staatsarbeitsdienst; Rückwerbung und notfalls Dienst­verpflichtung aller vom Ausland abgeworbenen deutschen Forscher.
  17. Durchsetzung der deutschen Sprache als anerkanntes Gemein­germanisch und führende Kultursprache der Welt; Förderung des deutschen Sprach­gebrauchs bei den Deutschamerikanern.
  18. Gesetz­liche Ver­pflichtung beamteter deutscher Wissen­schaftler, als Wissenschaftssprache ausschließlich das Deutsche zu verwenden.
  19. Neu­besetzung oder Abwicklung ideologisierter Disziplinen in der Universität.
  20. Außenpolitik

  21. Wieder­vereinigung aller deutschen Staaten und rechtmäßigen deutschen Gebiete zum Vierten Deutschen Reich! (Maßnahmen: Beendigung des Dritten Reiches und seines Wachkomas; Abwicklung der Reichszerteilungsregimes.)
  22. Heimholung der deutschen Soldaten vom Hindukusch, vom Balkan und aus allen anderen Welt­gegenden, in denen sie nichts zu suchen haben. Hinaus­werfung der amerikanischen Besatzungs­truppen!
  23. Auflösung von UNO, NATO, EU! Ein Europa der Völker! Unterstützung aller nationalen Befreiungsbewegungen in der Welt, die den Grund­satz Ein-Volk-ein-Staat verwirklichen!
  24. Revision des Geschichts­bildes zu Gunsten des Deutschen Volkes und dessen weltweite Durch­setzung mittels auswärtiger Kultur­politik!

Das Deutsche Kolleg ermuntert das Deutsche Volk zum allgemeinen Aufstand mit allen Mitteln, auch dem Mittel des Stimm­zettels. Nötig ist nationale Solidarität aller Deutschen untereinander und internationale Solidarität des Deutschen Volkes mit anderen Völkern, die gegen die kapitalistische Fremd­herrschaft und für ihre polit-ökonomische Souveränität kämpfen.

„Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch.“
(Hölderlin)




Konzentrationslager BRD

Die evangelische Landeskirche in Hamburg hat beschlossen, zwecks Füllung leerer Kassen nicht gleich die zwölf Jünger, aber immerhin zwölf Kirchen zu verkaufen. Der Konfirmanden-Unterricht wird auch abgeschafft und durch das Angebot von Konfi-Camps ersetzt. Waren masochistische Lager-Phantasien in den 90er Jahren noch Tagträume der linkischen Intelligenzija, so ist das Dschungel-Camp, worin man durch Jauche-Tauchen Prominenz erwirbt, heute ein Hauptvergnügen der Massen vor dem Glotzophon. Ein intuitiv-realistisches Bewußtsein unserer Lage kann man den Massen, die man nicht mit dem Volk verwechseln sollte, aber nicht absprechen.

Denn: Alle Reichs­zerteilungs­regime auf deutschem Boden sind Lager und keine Staaten. Das größte Lager ist die BRD. Nach der Verhaftung der Reichs­regierung am 23. Mai 1945 und mit der Ver­treibung von 16 Millionen Deutschen aus den deutschen Ost­gebieten und ihren sonstigen recht­mäßigen Siedlungs­gebieten in Ost­europa und mit den vier Millionen Flücht­lingen aus Mittel­deutschland sammelten sich auf dem Gebiet der alten BRD, das bei Kriegs­ende 40 Millionen Einwohner hatte, 60 Millionen Deutsche. Daher war die alte BRD nicht nur das größte Flücht­lings­lager, es war auch das größte Konzentrations­lager der Welt­geschichte.

Das Reichs­zerteilungs­regime Öster­reich ist kein Konzentrations-, sondern ein Anhaltelager, um die Österreicher von allen übrigen Deutschen, den Altreichern, fernzuhalten und gesamt­deutsche Fusions­energie zu fesseln. Die Vertreibungs­gebiete hingegen sind die logische Entgegen­setzung des Konzentrations­lagers BRD, sie sind die Dekonzentrations- oder Entleerungslager. Die Schweiz als sezessionistisches Reichs­zerteilungs­regime ist zugleich traditionalistisches Konservierungs­lager des Ersten Reiches, Holland und Flandern dagegen dessen progressive Lage. Hier, im Mündungs­gebiet von Schelde, Maas und Rhein, stand die Wiege des Deutschen Reiches, hier beginnen die großen Bewegungen des gemein­germanischen Raumes: Im November 2004 antwortete dem semitischen Ritual­mord von Amster­dam (an einem sonder­deutsch-progres­siven Intellekt­uellen) der anti­semitische Rache­mord von Antwerpen (an einem orthodox-sichtbaren Juden).

Die Grausamkeit der Geschichte wollte es, daß dieser Mord und Gegenmord, vor der dramatischen Kulisse brennender Kirchen und Moscheen, in den übrigen deutschen Landen als geistige Befreiung von den „Denkverbotskommissaren“ (FAZ, 22.11.04) aufgenommen wurde. „Holland ist überall“ hieß es bei bundes­deutschen Kommentatoren eher mit Erleichterung denn mit Furcht. Die sog. Parallel­gesellschaften, die Gerhard Schröder jetzt nicht mehr dulden will, wurden plötzlich als sog. rechtsfreie Räume wahrgenommen, in denen in Wahrheit ein anderes Recht, z.B. das islamische, herrscht. Diese Räume sind somit Lager, d.h. schlag­bereite Truppen­konzentrationen der fremd­rassischen und daher fremd­kulturellen Zivil­okkupation .

Holland und Flandern (Amsterdam und Antwerpen) sind das besondere Deutsch­land, das Ausgangs­lager seiner progressiven Bewegungen: seines Reiches, seines anti­katholischen Freiheits­kampfes, seiner bürgerlich-kapitalistischen Revolution und jetzt vielleicht seines kulturellen Befreiungs­kampfes. Und weil im Konzentrations­lager BRD auch konzentriert vorgedacht wurde, führt dieser Kulturkampf, der ein Rassen­krieg ist, mög­licher­weise auch zum Sieg.

* * *




Der 17. Juni 1953

  1. Vor 50 Jahren, am 17. Juni 1953, begannen in Mittel­deutschland zahlreiche Auf­stände. Zunächst als De­monstrationen der Bau­arbeiter gegen die Erhöhung von Arbeits­normen, entwickelten sich diese Arbeiter­unruhen rasch zu einem allgemeinen Volks­aufstand für die deutsche Ein­heit und Frei­heit und gegen die kommunistische Lager­verwaltung des von der sowjetischen Besatzungs­macht eingerichteten mittel­deutschen Reichs­zer­teilungs­regimes DDR. Mit diesem Regime hatte die Sowjet­union auf das amerikanische Völkerrechts­ver­brechen BRD reagiert.
  2. Der Volks­auf­stand von 1953 reiht sich in eine lange Geschichte deutscher Freiheitskämpfe ein:
    • im Jahre 9 unter Hermann dem Cherusker gegen die römischen Besatzer,
    • 1291 der Aufstand der Schweizer (Wilhelm Tell) gegen Habsburg,
    • 1525 in der Reformationsbewegung und im Deutschen Bauernkrieg,
    • 1809 im Aufstand der Tiroler unter Andreas Hofer gegen Napoleon,
    • 1813 im Befreiungskrieg gegen die Napoleonischen Heere,
    • 1848 in der Paulskirchenbewegung,
    • 1933 in der nationalsozialistischen Revolution und der Befreiung des Deutschen Volkes vom Freihandel,
    • 1967/68 von der werktätigen Intelligenz getragene Aufstände in Westberlin und in der Westzone gegen den Kapitalismus, den US-Imperialismus und insbesondere gegen den Vietnamkrieg,
    • 1989 in den Montagsdemonstrationen gegen das mitteldeutsche Reichszerteilungsregime und
    • 1992 in den Volksaufständen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen gegen die ausländischen Zivilokkupanten.
  3. Der mittel­deutsche Auf­stand vom 17. Juni 1953 hat die Siegermächte dazu veranlaßt, ihr militärisches Besatzungs­gebiet im Deutschen Reich zu verkleinern und miteinander den österreichischen Staats­vertrag von 1955 zu schließen. Dadurch wurde Österreich zur militärisch unbesetzten Zone des Deutschen Reiches, wohingegen das Alt­reich in Vertreibungs-, Annektions- und Besatzungszonen (Ost- und Westzone) zerstückelt blieb.
  4. Aus­gerechnet die BRD-Funktionäre, die bis heute noch keinen einzigen Aufstands­versuch gegen ihre Besatzungs­macht unter­nommen haben, besaßen die Un­verfroren­heit, den 17. Juni zum „Tag der deutschen Einheit“ zu erklären, und zwar zu dem einzigen Zweck, ihr Reichs­zerteilungs­regime und seine Besatzer gegenüber dem mittel­deutschen als moralisch überlegen dar­zustellen und Stalins Wieder­vereinigungs­angebote vergessen zu machen, also die Teilung zu verewigen.
  5. Am 3. Oktober 1990 wurde die Ost­zone an die West­zone angeschlossen, der 17. Juni als Feier­tag aufgehoben und der 3. Oktober zum Feiertag erklärt: Tag des Triumphes der westlichen Kollaboration über die östliche. Carl Schmitt hatte das den Hoch­mut der Lack­stiefel­lecker gegenüber den Filz­stiefel­leckern genannt.
  6. Die BRD heute ist schlimmer als die DDR 1953, weil die kommunistischen Hoch- und Landesverräter keine zivile Ausländerinvasion zusätzlich zur militärischen herbeigeführt haben und nicht das ganze Deutsche Volk zu zerstören versuchten, wie es die heutigen kapitalistischen Hoch- und Landesverräter der BRD tun.
  7. Die provisorische Schnellbeseitigung der DDR war ihr Anschluß an die BRD, die vorläufige Schnellentsorgung der BRD wird ihr Anschluß an Österreich sein; eine Möglichkeit, das österreichische Reichszerteilungsregime (BRÖ) unschädlich zu machen, ist sein Beitritt zur Eidgenossenschaft.
  8. Die Bedingungen des Aufstandes sind gegeben. Eine Revolution ist herangereift, „wenn ‚die oben’ nicht mehr können und ‚die unten’ nicht mehr wollen“ (Lenin).
  9. Das Deutsche Kolleg, als Denkorgan der Deutschen Reiches, stellt fest: Die bisherigen Aufstände des Deutschen Volkes für Freiheit und Selbstbestimmung haben noch nicht zum Ziel geführt. Das Deutsche Kolleg fordert alle Deutschen, die es noch sein wollen, auf, jetzt den Allgemeinen Volksaufstand nach dem Vorbild des 17. Juni 1953 und des 9. November 1989 zu wagen, die schreckliche, die kaiserlose Zeit zu beenden und die bisherigen deutschen Freiheitskämpfe durch einen endgültigen Sieg zu krönen.
  10. Der Allgemeine Volksaufstand ist dann siegreich beendet, wenn das Deutsche Volk sich in einer Ordnenden Reichsversammlung eine neue Verfassung gegeben hat, alle Reichszerteilungsregime abgewickelt sind, die ausländischen Eroberer und ihre zivilen Ersatzbesatzer das Land verlassen haben und die Kollaborateure von dem Reichsgericht in Leipzig wegen Hoch- und Landesverrat abgeurteilt worden sind.
  11. Jeder Deutsche besitzt alle Rechte des Deutschen Reiches einschließlich der Souveränität und des Rechts zum Kriege bis zu dem Tage, an dem das Deutsche Reich durch besondere Staatsorgane wieder handlungsfähig wird.

Gott schütze unser Deutsches Volk!




August 1999

  1. Das Rechtsgebot ist der kategorische Imperativ aller politischen und geschichtlichen Subjekte in Krieg und Frieden.
  2. Das Rechtsgebot lautet: Sei eine Person und respektiere die anderen als Personen! (Hegel, Rechtsphilosophie, § 36)
  3. Die Mißachtung des Rechts ist das Unrecht, die der Person das Verbrechen.
  4. Die Person ist das Rechtssubjekt sowohl als einzelner Mensch wie als Menschengemeinschaft, sei diese Familie, Sippe, Gau, Stamm oder Volk.
  5. Ein Volk als Person ist Nation.
  6. Sind in einer Nation die einzelnen Volksgenossen selber Personen und stehen diese in einem allgemeinen Rechtsverhältnis zueinander, tritt zwischen ihnen der Unterschied von Privatpersonen und Staatspersonen ein, der Staatspersonenverband und sein Vorstand sind dann der Staat und seine Regierung, die Einheit der Privat- und Staatspersonen der staatsbürgerliche Verband und die Nation ist Nationalstaat.
  7. Jede Person ist ein Besitzer als Eigentümer oder eine Besitzergemeinschaft als Gemeinschaftseigentümer.
  8. Jedes Recht ist ein Besitz als Eigentum.
  9. Jedes Gesetz ist eine Norm des Besitzes, der besitzbildenden Handlung oder des Besitzers und seiner Gemeinschaften und liegt unterhalb der Personen und ihrer Rechte, die der alleinige Gegenstand der Politik und ihrer Geschichte sind.
  10. Unter den Reichs-Zerteilungsstaaten ist die BRD ein größeres Unrechtsregime als die DDR es je gewesen war.
  11. Die Gründung der Bundesrepublik Österreich (BRÖ) 1945 war ein völkerrechtliches Gemeinverbrechen aller vier Siegermächte des II. Weltkrieges.
  12. Der Völkerrechtsbruch der BRD-Gründung von 1949 fällt allein auf die Westmächte.
  13. Die Ostmacht reagierte mit der DDR-Gründung; sie war ein bloß reaktives Verbrechen gegen das Völkerrecht.
  14. Schuld an der Regierungskriminalität der DDR fällt heute nur noch den Westmächten als den Erstverursachern zu, nachdem die Ostmacht mit dem Staatsuntergang der Sowjetunion die gehörige Strafe bereits erlitten hat und die allfälligen Staatsuntergänge (Götterdämmerungen) der Westmächte noch ausstehen, die sämtlich dem Grundsatz Ein-Volk-ein-Staat widersprechen und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker im Wege stehen.
  15. Unrecht und Verbrechen, die Völkerrechtssubjekte sich zuschulden kommen lassen, bestehen allein in der Nichtanerkennung der feindlichen Person und ihrer Rechte.
  16. Die Vernichtung der Staatlichkeit eines Volkes ist immer Mord an seinem daseienden Gott. Es gibt in dieser Sphäre als Unrecht und Verbrechen nur die Verletzung des Rechtsgebotes: jenes kategorischen Imperativs Hegels, der, anders als der Kantische, kein Gesetzesimperativ ist.
  17. Der bloße Unterschied von Freund und Feind ist kein rechtlicher, kein persönlicher und daher auch kein politischer Unterschied.
  18. Das kriegerische Verhalten der Völker ist als naturales Kräftemessen oder reines Ringen um das Überleben unpolitisch und vorrechtlich, also liegt in diesem Verhalten auch bei vorkommender Völkervernichtung kein Völkermord vor.
  19. Als “gesellschaftlicher Verkehr” (Clausewitz) ist der Krieg zwischen Staaten oder Nationalstaaten (Völkern als staatsbürgerlichen Verbänden, d.h. reellen Nationen) konfligierende Rechtserzwingung.
  20. Der Krieg als Mittel der Politik ist rechtlich, aber nicht gesetzlich.
  21. Kriminell im Sinne des unverjährbaren, weil von der Geschichte selber zu ahndenden Völkerrechtsverbrechens ist alle deutsche Politik, welche die mittlerweile durch über zehn Millionen fremdvölkische und sogar fremdrassische Zivilokkupanten verstärkte amerikanische Besatzung Deutschlands nicht beendet und nicht die Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches wiederherstellt.
  22. Die BRD figuriert auch formell als Reichsstellvertreter und ist faktisch das in seiner Handlungsunfähigkeit konservierte Dritte Reich und auch deswegen bevorzugtes Ausbeutungsobjekt.
  23. Die BRD ist also das Dritte Reich, aber als handlungsunfähiges Unrechtsgebilde der Westmächte.
  24. Der einzige völkerrechtliche Weg zur Wiederherstellung des öffentlich-europäischen Rechts, also des Kriegs- und Völkerrechts, führt über die innere Legitimität und auch Legalität des Dritten Reiches als Ausgangspunkt für ein Viertes Reich, worin sich die verfassungsgebende Gewalt des deutschen Gesamtvolkes verwirklicht.
  25. Im 20. Jahrhundert ist mit dem zweimaligen Angriff der Randmächte auf die europäische Mittelmacht von europäischer Ordnung und Gesittung kein Stein auf dem anderen geblieben.
  26. Die Wiederherstellung wie erst recht die Fortbildung der europäischen Ordnung, von der immer eine Weltgestaltung ausging, hängt an der Fähigkeit deutscher Staatsdenker und Staatslenker zur geistigen und politischen Neugründung des Reiches.
  27. Insonderheit ist zu hoffen, daß die Initiativen zur nationalen Befreiung jetzt bald zunehmend von Westdeutschen ausgehen.
  28. Bislang wurden alle wesentlichen nationalen Befreiungsversuche von uns Mitteldeutschen unternommen: Der 17. Juni 1953, die Massenfluchtbewegung bis zum 13. August 1961, die nationalrevolutionäre Bewegung von 1968, der bewaffenete Kampf der RAF gegen den US-Imperialismus und seine deutschen Handlanger, die zum 9. November 1989 führende Flucht- und Demonstrationsbewegung, die Volksaufstände von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen 1992.
  29. Befreiung hat häufig etwas mit Flucht zu tun. Verfassungsrechtlich bietet sich für das Gebilde BRD der Fluchtweg über Österreich und die Schweiz an.
  30. Der Fluchtweg muß aber immer ein zweites Mal, und zwar in umgekehrter Richtung und mit bewaffneter Hand, zurückgelegt werden, soll die Befreiung nicht nur versucht, sondern auch vollendet werden.
  31. Als dank uns Mitteldeutschen und schließlich auch der Russen der Ostblock zusammenbrach, wurde im Westblock behauptet, er selber habe gesiegt und das Ende der Geschichte sei erreicht.
  32. Jedes vorläufige Ende der Geschichte ist aber immer nur ein Sieg der Gegengeschichte über die Geschichte, woraufhin eine Moderne eintritt.
  33. Völkisch betrachtet ist die Moderne die Unterwerfung der Nationen unter den Willen der Antination und kulturell bedeutet sie den siegreichen Sklavenaufstand des Geldes gegen den Geist.
  34. Schon 1844 hat Karl Marx in seiner Abhandlung “Zur Judenfrage” schlüssig dargelegt, daß die Geldherrschaft im Kapitalismus nichts anderes als die Verjudung der Christen und damit die falsche Judenemanzipation ist, die Emanzipation der Juden als Juden, aber nicht ihre Emanzipation zu freien Menschen.
  35. Diese Emanzipation der Juden als Juden ist die Fehl-Emanzipation der Christen zum Juden, ihre Befreiung von der Herrschaft des absoluten Geistes, die sie allen Daseinssinns beraubt. Folglich ist jeder wahre Sozialismus die “Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum” (MEW 1,377), die Adolf Hitler zumindest versucht hat.
  36. Ethnische und rassische Verschmutzung der Nationen einerseits, um sie in der Schürung und Steuerung der daraus folgenden Konflikte in die verherdete Massengesellschaft hinabzudrücken, und Ghettoisierung nach sozialen und rassischen Merkmalen andererseits sind die entsprechenden Treibertechniken in der kapitalistischen Welthirtschaft der Antination.
  37. Die Brechung dieser Welthirtschaft durch den wahren Internationalismus, durch die Solidarität der Nationen gegen die Antination, wird die Selbstbeherrschtheit der Völker, sei es in einherrschaftlicher, bestenherrschaftlicher oder allherrschaftlicher Weise, wiederherstellen, die Moderne beiroden und den Geschichtsstillstand beenden.
  38. Die von Marx 1844 angekündigte Verjudung der Christen ist 1945 auch militärisch real geworden.
  39. Der von der Antination inspirierte Kampf gegen die ethnische Sauberkeit und für die ethnische Verschmutzung der Nationen wird unter wechselnden Titeln wie Menschenrechte, UNO oder NATO von einer Koalition imperialistischer Staaten gegen die wirklichen Völker geführt.
  40. Menschenrechte sind ein Verbrechen gegen die Person, weil sie das Rechtssubjekt durch abstrakte Rechte eines besonderen Tieres, eben des Menschen, ersetzen. Und Abstraktionen in die Wirklichkeit einführen heißt, Wirklichkeit zu zerstören. Der Mord an der Person im Dogma der Menschenrechte ist auch der Mord an jeder Nation, womit der naturalen Vernichtung der Völker Tür und Tor geöffnet ist und die Zeit des Tieres begonnen hat.
  41. Vertreibung wird angewandt, dient sie der Schwächung und Verschmutzung homogener Völker, und sie wird bestraft, wenn sie ethnisch säubert.
  42. Die so erzeugten dauernden Kämpfe zwischen den Nationen, die alle um ihre völkische Sauberkeit ringen, sind das Lebenselement der Antination.
  43. Gleichwohl offenbarte der in diesem Sinne 1999 geführte Kosovo-Krieg der NATO jene klassische Zwickmühle, in der das antinationale System steckt, das zum Opfer der nächsten Revolution auserwählt ist: Ob es einen Sieg oder eine Niederlage davonträgt, es verliert immer.
  44. Der leichte militärische Sieg der NATO über Serbien verwandelte sich in eine besonders demütigende Niederlage vor dem völkischen Prinzip, zugefügt von den albanischen Verbündeten.
  45. Dem Sieg der Nationalisten im Kosovo sollte bald ein Sieg in den deutschen Staaten folgen.

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Demokratie und Patriotenverfolgung

Den Pa­trio­tis­mus der La­tei­ner ha­ben die Deut­schen in die Va­ter­lands­lie­be, den Na­tio­na­lis­mus in die Lie­be zum Volk ver­wan­delt. Na­tio­na­lis­mus weist zu­rück auf na­tus, na­ta, den ge­bo­re­nen Sohn, die ge­bo­re­ne Toch­ter, und die­se ver­wei­sen auf die Na­tur über­haupt, das Ge­bo­re­ne schlecht­hin. Na­tio­na­lis­mus als Welt­ord­nungs­prin­zip ist die ge­wach­se­ne, die na­tür­li­che po­li­ti­sche Ord­nung aus Ge­mein­schaf­ten der Ge­bo­re­nen ei­ner je sel­bi­gen Art.

Na­tio­na­lis­mus ist al­so Volks­lie­be, oder ge­nau­er ge­sagt: völ­ki­sche Ei­gen­lie­be. Den Na­tio­na­lis­mus kom­plet­tiert der Pa­trio­tis­mus und so tritt der völ­ki­schen Ei­gen­lie­be die Va­ter­lands­lie­be zur Sei­te. Wird die Ge­burt der Na­tio­nen eher mit den Müt­tern, den Völ­kern und den Mut­ter­spra­chen ver­bun­den, so der Pa­trio­tis­mus mit dem le­gi­ti­men Land der Vä­ter, ih­rem völ­ker­recht­li­chen Be­sitz und Ei­gen­tum, al­so ih­ren Ge­biets­ho­hei­ten und Ge­biets­sou­ve­rä­ni­tä­ten. Das Land der Vä­ter mei­nes Vol­kes, mein Va­ter­land, reicht von der Maas bis an die Me­mel, von der Etsch bis an den Belt. Die Hei­mat hin­ge­gen ist wie­der ein eher weib­li­ches We­sen. Die Hei­mat ist je­ne Land­schaft, in der wir un­se­re Kind­heit ver­brach­ten und in der wir die Welt zu se­hen und die Spra­che der Na­tur und der Men­schen zu ver­ste­hen lern­ten. Die Hei­mat lehr­te uns die Lie­be zum Länd­le und sei­nen Leut­chen und be­fä­hig­te uns spä­ter auch zum Ein­hau­sen in an­de­re Ge­gen­den des Va­ter­lan­des. Hei­mat­lie­be, Va­ter­lands­lie­be (Pa­trio­tis­mus) und Volks­lie­be (Na­tio­na­lis­mus), – das ist die auf­stei­gen­de Li­nie der Er­schei­nun­gen des Got­tes der Lie­be im Da­sein der Völ­ker.

Pa­trio­tis­mus oder Va­ter­lands­lie­be blüh­ten in Deutsch­land lan­ge vor Na­tio­na­lis­mus oder Volks­lie­be. Der Pa­trio­tis­mus ent­fal­te­te im 19. Jahr­hun­dert im Wind­schat­ten des vor­an­stür­men­den Na­tio­na­lis­mus sei­ne schöns­ten Blü­ten. Der Na­tio­na­lis­mus aber ist Volks­lie­be, und sie ist die Mut­ter der ei­gen­stän­di­gen de­mo­kra­ti­schen Be­we­gung in Deutsch­land, die im Be­frei­ungs­krieg von 1813, im na­tio­nal­re­vo­lu­tio­nä­ren Ei­ni­gungs­ver­such von 1848 und in der Reichs­grün­dung von 1871 ih­re ge­schicht­li­chen Hö­he­punk­te er­leb­te.

Das Gro­ße der Bis­marck­schen Reichs­ver­fas­sung ist, daß in ihr de­mo­kra­ti­sche und mon­ar­chi­sche Über­lie­fe­run­gen ver­eint sind und der ewi­ge Bund der deut­schen Fürs­ten zum Woh­le des deut­schen Vol­kes ge­schmie­det ist. Ein Volk oh­ne Ei­gen­lie­be kann nicht über sich herr­schen und ist so­mit de­mo­kra­tie­un­fä­hig. Als die West­mäch­te Deutsch­land nach der Nie­der­la­ge im 1. Welt­krieg zwan­gen, die Mon­ar­chie ab­zu­schaf­fen und ein par­la­men­ta­ri­sches Re­gime zu er­rich­ten, tru­gen sie den Haß in das deut­sche Volk hin­ein und mach­ten die De­mo­kra­tie un­mög­lich. Denn weil zu­min­dest der Kai­ser aus dem Volks­be­griff der Wei­ma­rer Li­zenz­de­mo­kra­ten aus­ge­schlos­sen wur­de, war man in den vor­de­mo­kra­ti­schen Volks­be­griff zu­rück­ge­fal­len, der nur die Un­te­ren und nicht auch die Obe­ren mein­te. Na­tio­na­lis­mus und De­mo­kra­tis­mus wa­ren in Deutsch­land plötz­lich nicht mehr engs­te Freun­de, son­dern schärfs­te Fein­de. Die ver­fas­sungs­ge­ben­de Ver­samm­lung von Wei­mar war die Voll­stre­cke­rin des Sie­ger­wil­lens und eta­blier­te das par­la­men­ta­ri­sche Sys­tem mit dem Par­tei­en­staat als sei­ner schnell fau­len­den Frucht.

Der Pa­trio­tis­mus wur­de in den po­li­ti­schen Bür­ger­krieg zwi­schen Par­tei­en­staat und völ­ki­scher Ei­gen­lie­be, die jetzt sel­ber als an­ti­par­la­men­ta­ri­sche Par­tei an­tre­ten mu­ß­te, hin­ein­ge­zo­gen. Denn der Pa­trio­tis­mus steht hin­ter dem Na­tio­na­lis­mus. Die Va­ter­lands­lie­be ist buch­stäb­lich der Bo­den, auf dem die völ­ki­sche Ei­gen­lie­be ge­deiht. Als nach dem 8. Mai 1945 die Zer­stö­rung des deut­schen Va­ter­lan­des durch die raum­frem­den Sie­ger­mäch­te ge­schicht­lich ein­ma­li­ge Aus­ma­ße er­reich­te, setz­te auch prompt ei­ne Zer­stö­rung des deut­schen Vol­kes von bis­lang noch un­ge­klär­tem Um­fang ein (min­des­tens sechs Mil­lio­nen To­te nach dem Waf­fen­still­stand). Mit der Grün­dung zwei­er Tei­lungs­staa­ten wur­de 1949 ver­sucht, ei­nen Teil­ge­biet­spa­trio­tis­mus zu be­grün­den, der sich im Fal­le von BRD und DDR an­fangs auf das Ge­biet die­ser zwei Tei­lungs­staa­ten be­zog, nur je­weils vom Öko­no­mie-Sys­tem der un­mit­tel­ba­ren Be­sat­zungs­macht her be­trach­tet. Spä­ter dann be­schränk­te sich der Tei­lungs­pa­trio­tis­mus auf das ei­ge­ne Teil­ge­biet des deut­schen Va­ter­lan­des, was beim ös­ter­rei­chi­schen Staats­ver­trag von 1955 die Tei­lungs­ge­winn­ler von vorn­her­ein so kon­zi­piert hat­ten. Aber die Ge­schich­te hat mit der mit­tel­deut­schen Ei­ni­gungs­be­we­gung von 1989 und dem An­schluß der DDR an die BRD ei­nen ers­ten Strich durch die se­pa­ra­tis­ti­sche Rech­nung ge­macht, und sie wird mit dem An­schluß der BRD an die BRÖ ei­nen zwei­ten Strich ma­chen und mit dem An­schluß Gro­ßös­ter­reichs an die deut­sche Schweiz ei­nen drit­ten Strich.

In der of­fe­nen Pa­trio­ten­ver­fol­gung der Ge­gen­wart ist die Po­lit­pa­tho­lo­gie der Zer­tei­lungs­staa­ten des Deut­schen Rei­ches zur scham­lo­sen Of­fen­kun­dig­keit ge­die­hen. Va­ter­lands­ver­rä­te­rei und Volks­zer­stö­rung war aber von An­fang an das Dasein­s­prin­zip der von den Be­sat­zungs­mäch­ten un­ter Bruch al­ler zwin­gen­den Nor­men des all­ge­mei­nen Völ­ker­rechts ein­ge­rich­te­ten Tei­lungs­staa­ten. Da­her stellt die Ver­fol­gung der Pa­trio­ten und die Ver­teu­fe­lung der Na­tio­na­lis­ten in Deutsch­land (Ös­ter­reich und Alt­reich ein­schlie­ß­lich Ver­trei­bungs- und An­nek­ti­ons­ge­bie­ten) ei­ne Selbstof­fen­ba­rung des in­ne­ren We­sens der Nach-45er-Staa­ten dar. Und die Aus­deh­nung die­ser Ver­fol­gung auf die Schweiz, auf die ita­lie­ni­sche und die fran­zö­si­sche Re­pu­blik, auf die skan­di­na­vi­schen und die Be­ne­lux-Län­der zeigt, daß es – un­ab­hän­gig von Staats­gren­zen – um die Zer­stö­rung des deut­schen Vol­kes als gan­zem und wohl auch um die Zer­set­zung des ger­ma­ni­schen Men­schen­schla­ges über­haupt geht.

Wer Pa­trio­tis­mus und Na­tio­na­lis­mus un­ter­drückt und die Trä­ger und Ver­brei­ter die­ser Ge­sin­nung ver­folgt, hat von vorn­her­ein den Bo­den zu­be­to­niert, auf dem De­mo­kra­tie im ur­sprüng­li­chen Sin­ne – als Selbst­be­herr­schung ei­nes Vol­kes – erst wach­sen könn­te. Die meis­ten der sog. west­li­chen De­mo­kra­ti­en wa­ren aber nie­mals De­mo­kra­ti­en im ge­nann­ten ur­sprüng­li­chen Sin­ne und konn­ten es auch nie­mals sein, weil ih­re Staats­ge­bie­te nicht nach dem Prin­zip Ein-Volk-ein-Staat zu­ge­schnit­ten sind. Ih­nen man­gelt al­so die Vor­aus­set­zung der De­mo­kra­tie: ein Volk. Statt­des­sen ha­ben sie blo­ße Be­völ­ke­run­gen aus un­ter­schied­li­chen Völ­ker­schaf­ten oder gar Ras­sen, – oder sind so­wie­so alt und brü­chig ge­wor­de­ne Völ­ker­ge­fäng­nis­se wie z.B. Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en.

Un­ter den ver­schie­de­nen De­mo­kra­tie-Theo­ri­en wie in an­de­ren so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen auch zeigt es sich aber, daß nicht das na­iv-ur­sprüng­li­che Ver­ständ­nis die Wirk­lich­keit rich­tig be­schreibt, son­dern das zy­nisch-ab­ge­brüh­te. De­mo­kra­tie heu­te ist po­li­ti­scher Ka­pi­ta­lis­mus, und sonst nichts. De­mo­kra­tie als po­li­ti­scher Ka­pi­ta­lis­mus ge­horcht fol­gen­der for­ma­len De­fi­ni­ti­on: Herr­schaft über al­ler­lei Volks mit des­sen ver­trag­li­cher Zu­stim­mung. Die­se Herr­schafts­form er­zeugt den Ge­gen­satz von De­mo­kra­ten und De­mo­kra­ti­sier­ten. Das al­ler­lei Volks – Ar­beits-, Dienst-, Kriegs-, Ver­wal­tungs- oder Un­ter­hal­tungs­volk – kann welt­weit und aus be­lie­bi­gen Völ­kern re­kru­tiert wer­den. Soll­te das al­ler­lei Volks zur in­ter­na­tio­na­len So­li­da­ri­tät der De­mo­kra­ti­sier­ten auf­ru­fen und ge­gen die De­mo­kra­ten, po­li­ti­sche wie öko­no­mi­sche Ka­pi­ta­lis­ten, Front ma­chen, kann die ge­fähr­de­te De­mo­kra­tie der zy­ni­schen Art im­mer noch völ­ki­sche oder ras­si­sche Kämp­fe un­ter dem de­mo­kra­ti­sier­ten Volks (oder: Volx) ent­fa­chen und dann die Ras­sis­mus-Keu­le schwin­gen und bis zur Pa­trio­ten­ver­fol­gung stei­gern. Es ist leicht vor­her­zu­sa­gen, daß die Pa­trio­ten­ver­fol­gung sich welt­weit ge­gen al­le na­tür­li­chen Völ­ker aus­deh­nen wird, wenn der Spuk der Zy­ni­ker-De­mo­kra­ten, die im­mer auch Por­no­kra­ten sind, nicht bald be­sei­tigt wird. Die­ser He­xen­sab­bat fin­det erst dann sein En­de, wenn die vor Ekel und Ent­set­zen ge­lähm­ten Völ­ker ih­re je ei­ge­ne Sou­ve­rä­ni­tät im Geis­ti­gen, Po­li­ti­schen und Wirt­schaft­li­chen wie­der­her­stel­len und die Klas­sen­dik­ta­tur des glo­bal no­ma­di­sie­ren­den Fi­nanz­ka­pi­tals zer­bre­chen.

Wo le­ben wir ei­gent­lich? Gibt es die BRD wirk­lich? Oder ist sie nur ein bö­ser Traum? War nicht bis vor kur­zem ein Ge­bil­de na­mens DDR ei­ne von den ganz be­son­ders rea­len Rea­li­tä­ten in Deutsch­land?! – In den teil­pa­trio­ti­schen An­fangs­zei­ten ließ die BRD ver­lau­ten, sie sei nur die Rechts­ver­tre­tung des Deut­schen Rei­ches, so­lan­ge das noch hand­lungs­un­fä­hig ist. Al­so war das Reich nicht tot, aber auch nicht le­ben­dig; es war rechts­fä­hig, aber nicht ge­schäfts­fä­hig. Of­fen­sicht­lich war das Deut­sche Reich ent­we­der in der Ir­ren­an­stalt der Ge­schich­te ge­lan­det, oder es lag auf der In­ten­siv­sta­ti­on des his­to­ri­schen Spi­tals im Ko­ma! War der „Bund“ der Wie­der­gän­ger des Rei­ches? Die BRD ist das Wach­ko­ma des Drit­ten Rei­ches. Die be­rühm­tes­ten zwölf Jah­re der deut­schen Ge­schich­te sind nur die Zeit der Hand­lungs­fä­hig­keit des Drit­ten Rei­ches, die Epo­che da­nach ist sein Ko­ma, sei­ne Hand­lungs­un­fä­hig­keit. Die ge­sam­te BRD-Po­li­tik, ex­em­pla­risch für al­le Tei­lungs­staa­ten, ist ge­prägt durch ein Ko­ma der Po­li­tik und durch ei­ne Po­li­tik des Ko­mas, al­so sei­ner Er­hal­tung. Je­des Ko­ma ist ein Zu­stand tie­fer und an­hal­ten­der Be­wu­ßt­lo­sig­keit, ein blo­ßes Exis­tie­ren zwi­schen Le­ben und Tod, ein Halt vor dem end­gül­ti­gen Über­tritt ins Schat­ten­reich. In des Ko­mas to­des­ähn­li­chem Schla­fe er­starrt die ge­schicht­li­che Zeit; Ge­gen­ge­schich­te ver­schlägt den Deut­schen ihr Dich­ten und Den­ken, und es ver­gi­ßt das Volk sei­ne Hel­den, schämt sich der Ta­ten der Ah­nen und Blö­dig­keit schlägt sei­nen Blick auf des Rei­ches ver­gan­ge­ne Herr­lich­keit, auf des Rei­ches le­ben­di­gen Ruhm. Die Ko­ma-Deut­schen von heu­te sind ver­stört und mü­de, ih­nen hängt der Kopf ih­rer ver­gan­ge­nen Hoch­kul­tur von den Schul­tern, zu schwer für den ge­schwäch­ten Volks­kör­per.

Die BRD muß un­ter­ge­hen, da­mit das Drit­te Reich end­lich ster­ben und vom Vier­ten Reich kon­struk­tiv über­wun­den wer­den kann. Dann erst er­löst das Reich der Deut­schen die Welt zu neu­er Ent­fal­tung, die ge­hemmt ist, die Stu­fe des Drit­ten Rei­ches über­haupt erst zu er­klim­men, weil da­hin­ter bis­lang der ab­so­lu­te Ab­grund zu gäh­nen scheint, in den die Deut­schen ge­stürzt wor­den sind. Auf dem Weg in den Un­ter­gang der Tei­lungs­staa­ten und zur Wie­der­her­stel­lung der Hand­lungs­fä­hig­keit des Deut­schen Rei­ches mö­ge dem deut­schen Vol­ke neu­es Blut­ver­gie­ßen er­spart blei­ben. Da­her ist der Wen­de­hals ein­mal mehr der Hoff­nungs­vo­gel der na­hen­den Wen­de­zeit. Nach dem An­schluß der BRD an Ös­ter­reich wird es viel­leicht auch ei­ne straf­recht­li­che Ab­wick­lung des BRD-Re­gimes ge­ben, wie die BRD sel­ber es in der DDR-Ab­wick­lung vor­ge­macht hat. Un­ter An­wen­dung des BRD-Rech­tes auf die BRD-Ver­ant­wort­li­chen kä­me dann der Art. 25 GG zum Tra­gen, nach dem die Nor­men des all­ge­mei­nen Völ­ker­rechts un­mit­tel­bar gel­ten­des BRD-Recht sind, und die glaub­haf­ten ver­trag­li­chen (aber nich­ti­gen) Ver­su­che, Reichs­ge­biet an Sie­ger- und Ver­trei­ber­staa­ten ab­zu­tre­ten, gel­ten dann in der ei­gen­tüm­li­chen Ter­mi­no­lo­gie des ame­ri­ka­ni­sier­ten Völ­ker­rechts als un­ver­jähr­ba­re Ver­bre­chen ge­gen die Mensch­lich­keit, auf die ent­we­der ein Strang in Nürn­berg oder doch Le­bens­läng­lich steht. Ein wei­te­res Ver­bre­chen die­ser Art ist die jahr­zehn­te­lan­ge Ver­let­zung des Rech­tes auf Ar­beit und des Rech­tes auf Woh­nung ge­mäß ein­schlä­gi­ger Ar­ti­kel der UNO-Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on, die in der BRD nach Art. 25 GG un­mit­tel­bar gel­ten­des Recht sind.

Nach der straf­recht­li­chen Ab­wick­lung der BRD ge­mäß BRD-Nor­men und der Wie­der­her­stel­lung der Hand­lungs­fä­hig­keit des Deut­schen Rei­ches kä­men die Haupt­ver­ant­wort­li­chen vor das or­dent­li­che Reichs­ge­richt in Leip­zig und wür­den nach dem Straf­ge­setz­buch des Zwei­ten Rei­ches we­gen ih­rer Mit­ver­ant­wor­tung für die Exis­tenz von Tei­lungs­staa­ten mit Si­cher­heit we­gen schwe­rem Lan­des- und Hoch­ver­rat zum To­de ver­ur­teilt wer­den und auf dem Scha­fott en­den, wenn sie nicht recht­zei­tig tä­ti­ge Reue ge­zeigt und ei­ne un­blu­ti­ge Ab­wick­lung der Tei­lungs­staa­ten er­mög­licht hät­ten. – Aber es kommt wohl im­mer an­ders, als man denkt.

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Der Putsch und andere Extreme

Putsche, Extreme, Radikale, – das sind keine Unfälle des politischen Lebens, sondern gewöhnliche Äußerungen, Organe und Zustände eines politischen Körpers. Wie jedes Leben und seine Normalität selber können sie zur Erstarrung, zur Krankheit und zum vorzeitigen Tod des Organismus führen. Jeder Körper, so auch der politische, hat seine Extremitäten. Bisweilen ist er von außen aufgeputscht oder putscht sich selber auf. Betrachtet man den politischen Körper als einen Baum, der, falls gediegen, in einem homogenen Volksboden wurzelt, so hat dieser politische Baum nicht nur eine Mitte, nicht nur einen Stamm, sondern auch Extreme und Radikale. Aufgeputschtheit oder Abgeputschtheit sind also Zustände des politischen Gesamtkörpers, Stamm, Extreme und Radikale aber seine Teile. Äste, Zweige und Abzweige sind gewissermaßen die Extremitäten oder Luftwurzeln unseres politischen Baumes, die Wurzeln aber seine Radikalitäten, also die Bodenverzweigungen oder Tiefenextreme.

Der Putsch ist ei­ne Ge­sam­ter­re­gung, die ih­ren Ur­sprung im exis­tenz­be­dro­hen­den Ver­sa­gen le­bens­wich­ti­ger Funk­tio­nen des po­li­ti­schen Kör­pers hat, wel­ches von in­nen oder von au­ßen her­rüh­ren kann. Der Putsch ist ein Streß; der er­folg­rei­che Putsch ist ein Stre­ßab­bau; er kom­pen­siert die­ses Ver­sa­gen, in­dem noch ge­sun­de Tei­le des po­li­ti­schen Kör­pers die Auf­ga­ben der un­fä­hi­gen Tei­le mit über­neh­men. Am be­kann­tes­ten ist der Mi­li­tär­putsch, bei dem die äu­ße­re Si­cher­heits­re­ser­ve ei­nes Staa­tes zur Wie­der­her­stel­lung der in­ne­ren Si­cher­heit oder ins­ge­samt als Er­satzr­nacht für ei­ne un­fä­hi­ge Exe­ku­ti­ve auf­ge­bo­ten wird. Putsch­fä­hi­ge Kräf­te kön­nen mit­ein­an­der in Streit ge­ra­ten, wie et­wa in Ita­li­en, wo der Er­folg des Fern­seh­put­sches durch put­schen­de Staats­an­wäl­te und Un­ter­su­chungs­rich­ter strei­tig ge­macht wur­de.

Ei­ne der ge­läu­figs­ten po­li­ti­schen Un­ter­schei­dun­gen ist die zwi­schen links und rechts. Links und Rechts über­haupt sind vor al­lem po­li­ti­schen Ge­brauch la­ge­ana­ly­ti­sche Raum­be­schrei­bungs­ka­te­go­ri­en, die im­mer kon­kret und sub­jekt­be­zo­gen blei­ben, weil die Sei­te, die für mich die Lin­ke, für mein Ge­gen­über die Rech­te ist, und um­ge­kehrt. Die rech­te Hand han­delt rich­tig, ge­steu­ert von der lin­ken Hirn­hälf­te, die lin­ke Hand han­delt lin­kisch, ge­steu­ert von der rech­ten Hirn­hälf­te. Die po­li­ti­sche Rech­te ver­tei­digt ihr gu­tes Recht, die po­li­ti­sche Lin­ke for­dert ihr Recht, d.h. sie hat es nicht. Rechts ist der po­li­ti­sche Rea­lis­mus, links die po­li­ti­sche Ein­bil­dungs­kraft. Bei­de kön­nen aus­ar­ten: die Rech­te in die Phan­ta­sie­lo­sig­keit, die Lin­ke in die Phan­tas­te­rei.

Die Unterscheidung von links und rechts hat nur dann einen konkret-subjektiven Sinn, wenn der politische Körper nicht nur als Baum, sondern gleichermaßen als Leviathan, als Mensch aus Menschen mit vorwärtig-raumsehendem Gesichtssinn, gedacht wird.

Der Leviathan erst kann innerlich-partikular und schließlich äußerlich und als ganzer in politische Bewegung geraten.

Politische Bewegungen können in ihre Richtung, zu ihrem Weg und ihrem Ziel nur leicht geneigt (-al), dazu durchaus fähig (-abel) oder absolut entschlossen sein und es zu einem System (-ismus) ausgearbeitet haben. Kombinieren wir somit nach der Art soziologischer Kreuztabellen die politischen Kürzel “putsch”, “radi(x)” und “extrem” mit den Bewegungsgrößen “-al”, “-abel” und “-ismus”, so erhalten wir folgende Tafel der politischen Bewegungszustände: 1. putschale, radikale und extremale Bewegungen, 2. putschable, radikable und extremable Kräfte sowie 3. Putschismus, Radikalismus und Extremismus als Weg- und Zielsysteme. Durch eine Links-Rechts-Unterscheidung ist diese Tafel auf achtzehn Kategorien zu verdoppeln.

Die politische Linke kann Rechte fordern, die politische Rechte kann Rechte bewahren. Beide können dies auf friedliche und auf räuberische Weise tun. Eine politische Linke wird zur Raublinken und geht in Bürgerkriegsstellung, wenn sie die wohlerworbenen Rechte der politischen Rechten für sich verlangt, also enteignen will. Sie ist dann linksreaktionär und die politische Rechte absolut im Recht. Die politische Rechte geht in Bürgerkriegsstellung und wird rechtsreaktionär, wenn sie den Rechtlosen und rechtlich Minderbemittelten das Recht nimmt, neue Rechte zu verlangen und zu bilden.

Diese Rechte wird zum Räuber an der Rechtsfähigkeit. Wenn beim Leviathan die Linke nicht weiß, was die Rechte tut, ist er unfähig zu koordinierter Handlung. Unterscheidung wie Bezogenheit von Linker und Rechter ist also Bedingung gerichteter politischer Bewegungen und der Handlungsfähigkeit des Gemeinwesens, jede Entfachung eines Kampfes zwischen der Linken und der Rechten aber ist das Gemeinverbrechen schlechthin.

In Großwest­deutsch­land ist vie­les put­schal, aber nichts put­scha­bel, ob­gleich das GG mit der po­li­ti­schen Richt­li­ni­en­kom­pe­tenz des Kanz­lers und dem Ver­fas­sungs­ge­richt ei­nen kon­sti­tu­tio­nel­len Put­schis­mus be­reit­hält. Die Richt­li­ni­en­kom­pe­tenz des Kanz­lers steht über der Ge­setz­ge­bungs­kom­pe­tenz des Par­la­ments, vor dem er, ein­mal ge­wählt, durch das In­sti­tut des kon­struk­ti­ven Mi­ß­trau­ens­vo­tums ziem­lich si­cher ist. Das Ver­fas­sungs­ge­richt kann an­lä­ß­lich je­der be­lie­bi­gen Ver­fas­sungs­be­schwer­de die ver­fas­sungs­ge­ben­de Ge­walt des deut­schen Vol­kes per Su­per­le­ga­li­täts­ent­scheid wie­der­her­stel­len und auch die ei­ge­ne kon­sti­tu­tio­nel­le Exis­tenz dem Sou­ve­rän an­heim­stel­len. Den grund­ge­setz­li­chen Put­schis­mus zu be­die­nen er­for­der­te als Amts­trä­ger al­ler­dings put­scha­ble Per­sön­lich­kei­ten, al­so ge­schichts­mäch­ti­ge In­di­vi­du­en.

In der Weimarer Republik waren der Reichspräsident (durch das Notverordnungsrecht) und der Reichstag (durch das unbeschränkte Recht auf Verfassungsänderung) putschfähig, und gemeinsam haben sie diese Fähigkeit durch das Ermächtigungsgesetz vom 23.3.33 unter Beweis gestellt. Ein Ermächtigungsgesetz, das die Gesetzgebungskompetenz vom Parlament auf die Regierung überträgt, ist überflüssig, wenn die politische Richtlinienkompetenz beim Regierungschef liegt. Umgekehrt unterliegt dann das Parlament einer ausführenden Gesetzgebungspflicht für jene politischen Richtlinien, deren Naturalform gesetzlicher Normierung bedarf. Denn die politische Kompetenz darf die Setzung und Auswirkung von Rechten vorschreiben, also die politischen Bewegungslinien bestimmen. Die Gesetzgebung dagegen ist überhaupt keine politische, sondern bloß eine technische Kompetenz.

Das Ganze ist das Wahre. Jede Herrschaft eines Teils und jede Regierung einer Partei ist ein politisch Unwahres. Das Unwahre, welches die Teile und die Parteien sind, wird zur Lüge und zur bösen Herrschaft, nicht erst, wenn ein Teil sich als das wahre Ganze behauptet (Einparteiherrschaft), sondern auch dann, wenn die Summe aller Teile sich als das Wahre ausgibt (Parteienstaat). Beide Formen der Herrschaft sind Totalitarismus. Totalitarismus ist Sonderputschismus, worin das Besondere das Allgemeine unterjocht. Kein funktionstüchtiges Teil der Staatsmaschine erfüllt zeitweilig die Aufgaben eines funktionsuntüchtig gewordenen Teiles mit, sondern die Partikularen kegeln gegen die Totalität.

Nötig wäre, den verfassungsgemäßen Putschismus gegen den Verfassungsstreich der Parteien einzusetzen. Nötig wäre der Staatsstreich gegen den Parteienputsch.

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Aufstand der Prätorianer

Ja, so mußte es wohl kommen: Die autonome Prätorianergarde des Bonner Systems warf die ersten Steine auf dessen Oberhaupt Richard von Weizsäcker, den Höchsten der Antifaschisten, den Niedersten der Deserteure und den Glücklichsten der Befreiten von 1945.

Am 8. November demonstrierte die regierende Klasse der BRD ohne ihre Bayern im Berliner Lustgarten für die Ausländer und gegen die bösen Deutschen, die Deutschland den Deutschen reservieren wollen. 300000 bessere Deutsche folgten ihren Regierungen, die sich zwar nicht als Staatsführer hervorgetan hatten, es jetzt aber immerhin als Demonstrationsführer versuchten.

Bisher hatten nur jakobinische und bolschewistische Regierungen demonstriert, deren politische Mythologie die revolutionäre Demonstration als Machtgründungsakt kennt. In der deutschen Geschichte war immer nur gegen Regierungen demonstriert worden, folglich wurde die erste Regierungsdemonstration eine Regierungsblamage dank jener 300 Autonomen, die man im Sinne der antifaschistisch-internationalistischen BRD-Räson als die allerbesten Deutschen, als wahre Moral-Elite, anzuerkennen hat. Sie bewarfen Herrn von Weizsäcker nämlich nicht nur mit Steinen, sondern schleuderten ihm in lauten Sprechchören ihr Verdikt entgegen: HEUCHLER!

Und damit hatten die Autonomen völlig recht, denn wer Art. 1 GG lobpreist und dann nicht auch die Grenzen offenhält für alle Menschen dieser Erde, die sich in ihrer Menschenwürde irgendwie angetastet fühlen, ist wirklich ein Heuchler! Keineswegs steht im Art. 1GG, daß die Existenz des bundesdeutschen Staates nicht berührt werden dürfe, sondern daß die Würde des Menschen – und damit aller Menschen – unantastbar sei. Dazu gab es in Weizsäckers Rede (Frankfurter Rundschau, 9.11.92) eine schöne Erläuterung: „Deutschland den Deutschen. Mit solchen Parolen ziehen Extremisten durch die Straßen. Was soll das heißen? Eine neue Verfassung? Nein! In unserem Artikel 1 steht ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar’. Dabei bleibt es.“ Basta! Und weiter: „Wir haben die Trennung überwunden, nun wollen wir keine neuen Grenzen.“ Weil aber Weizsäcker geordnete Einwanderung fordert, zieht er neue Grenzen und ist also ein Heuchler.

Weizsäcker zeigte sich im Lustgarten aber tatsächlich als großer Erneuerer unserer Verfassung, und wie jeder wahre Revolutionär läßt er eine neue Zeitrechnung beginnen: „In zwei Stunden wird es dunkel. …Damit beginnt nach den Regeln des Alten Testaments der neue Tag. Es ist der 9. November, ein deutsches Schicksalsdatum.“ Und der Präsident beendet seinen Marsch auf die Feldherrnhalle siegreich, indem er jüdische Einrichtungen in den Rang von Verfassungsorganen erhebt: „Die Organe des Staates haben… die Pflicht, bedrohte jüdische Friedhöfe nicht schlechter zu beschützen als Verfassungsorgane.“ – Ja wozu, fragt der Präsident dann noch rhetorisch., haben wir denn „durch Übung gelernt und in einer friedlichen Demonstration bewiesen, Demokraten zu sein?“ Nun eben, dafür!

Die DDR ging unter, weil sie ihre Inländer nicht mehr an der Ausreise hindern konnte; die BRD geht unter, weil sie die Ausländer nicht an der Einreise hindern und auch nicht zur Ausreise bewegen kann. Beide scheitern an ihrem Grenzregime.

Die Autonomen wie auch andere Nachkommen der 68er Bewegung in den Grünen und der SPD-Linken sind echte Systemfeinde, weil sie die ideologiekritische Metho-de anwenden. Konsequente Ideologiekritik an einem System führt zum Systemzusammenbruch durch die ideologische Resonanzkatastrophe: die Angreifer stellen sich auf die ideologische Grundlage des Systems und verstärken seine ideologische Eigenschwingung, indem sie bei jeder Sachfrage die Verwirklichung der Ideologie fordern und mit direkter Aktion erzwingen. Die Abwehr des Systems ist dann schon halbseitig gelähmt, weil es sich nur gegen die gewaltsamen Methoden, nicht aber gegen sein eigenes Ziel wenden kann.

Das nationale Lager sollte in Ruhe abwarten, bis die Autonomen die BRD ruiniert haben, mit ihnen das Bündnis suchen und ihnen eine autonom-autarke Wirtschaftszone im 4. Reich versprechen.

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Über Pöbelherrschaft und Sprachverfall

I. Theorie des Pöbels

Ochlokratie (Pöbelherrschaft) ist die seit dem klassischen Alter­tum wohl­bekannte Zersetzungs­form der Demokratie. Alle drei legitimen Regierungs­formen – Monar­chie, Aristokratie und Demokratie – haben ihre heroische Ent­stehungs­zeit wie ihre schmerzliche Zerfalls­phase. Als jugendlicher Held ist die Demokratie eine revolutionäre Volks­bewegung, als ermatteter Greis aber eine Rest­herrschaft, die durch Parteien, Verbände und Kirchen geschwächt ist und vom ver­einigten Pöbel aller Klassen drangsaliert wird.

Jede mannes­kräftige Demo­kratie bewahrt das monarchische Prinzip im Staats­oberhaupt und das aristo­kratische Prinzip in der Repräsentation. Entartet die Demo­kratie zur Ochlo­kratie, so ver­kommt auch ihr monarchisches Prinzip zur Des­potie und ihr aristo­kratisches Prinzip zur Oligarchie.

Als Bundes­präsident Richard von Weiz­säcker am 8. Mai 1985 seine bekannte Rede zum vierzigsten Jahres­tag der bedingungs­losen Kapitulation der Deutschen Wehr­macht hielt und diesen totalen Zusammenbruch Deutschlands zum Tag der Befreiung erklärte, überschritt er die Kompetenzen eines demokratischen Monarchen und verformte sein Amt zur moralischen Despotie, die den Spruch der Geschichte zu deuten wagt (was auf Erden den Philosophen vorbehalten ist). Theokratische Richtersprüche setzen sich über alle geschichtliche Erfahrung und sittliche Empfindung des eigenen Volkes hinweg, und der zum moralischen Despoten entartete Staat wird zur Unwirklichkeit der sittlichen Idee oder zur Wirklichkeit der unsittlichen Idee.

Zersetzt ist heute auch das aristokratische Prinzip der Demokratie, denn die Abgeordneten sind nicht mehr Repräsentanten der konkreten Klassen und Stände des Volkes und somit soziale Autoritäten, sondern Gefolgsleute einer herrschenden Gruppe oder Parteienoligarchie. Der Wandel vom sozialen Repräsentanten zum oligarchen Gefolgsmann ist vollzogen, sobald der Typus des parteilichen Berufs­politikers die Parlamente dominiert.

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Ein gewählter Monarch ist schneller zum Despoten verdorben und eine parlamentarische Aristokratie leichter zur Oligarchie heruntergewirtschaftet als ein ganzes Volk zum Pöbel gemacht. Instrumente der barbarisch-gewaltigen Operation, die aus einem Volk einen Pöbel macht, sind durch Parteienpöbel verdorbene Klassenparteien einerseits und neugeschaffene spezielle Pöbelparteien andererseits, wie z.B. der Kommunisten und der Nationalsozialisten in den zwanziger Jahren oder der Grünen heutzutage. Zwar sind die meisten Anhänger der Pöbelparteien nicht selber verpöbelt, aber sie glauben an die Masse, meinen, daß es auf sie ankäme. Glaubt ein Volk mehrheitlich an die Masse und die Notwendigkeit ihres Stils, ist es der Herrschaft des Pöbels unrettbar verfallen.

Herkömmliche Klassenparteien beginnen zu verpöbeln, sobald sie sich als Volksparteien ausgeben, den Staat unterwandern und sich selbst aus den öffentlichen Kassen bedienen; die Klassenpartei ist zur Patronagepartei geworden. Die institutionelle Ursache dieses allgemein beobachteten Wandels von der Klassen- zur Patronagepartei ist darin zu sehen, daß die politischen Verbände – anders als die Wirtschaftsverbände – nicht durch die gesetzliche Auflage der Gegnerfreiheit geschützt sind. Die DGB-Skandale fallen exakt in den Sektoren der deutschen Gewerkschaften vor, die nicht gegnerfrei sind und worin Unternehmer mit Gewerkschaftsvermögen das Sagen haben.

Eine reife Demokratie, die über eine entwickelte kapitalistische Wirtschaft verfügt, teilt das Volk in Einkommensklassen mit entsprechenden Formationen des politischen, ökonomischen und psychologischen Verteilungskampfes (Parteien, Ver­bände und Kirchen), die das gesellschaftliche Gesamtprodukt an Seele, Macht und Reichtum nach den inneren Kräfteverhältnissen eines Volkes positionieren und seine Gesamtkraft optimieren. Konzepte und Programme dieser Optimierung werden vom Staat vorgegeben, der sie Denkern verdankt, die er meist garnicht kennt und die in der Regel schon lange tot sind. Der Staat als Staatsverband (aller seiner Bürger und seiner selbst als ihr Vorstand) hebt die besonderen Verbände in sich auf, er ist der allgemeine Verband. Der allgemeine Verband funktioniert, solange er die sozialen Verbände ermöglicht und zugleich auflöst, im Staatsverband zur homogenen Staatsbürgerschaft verflüssigt.

Wie weit ein Staat dem Pöbel anheimgefallen ist, erkennt man an seiner Programm­unfähigkeit, die der Theorieverachtung entspringt. Sobald Theoriefeindschaft sich breitmacht, triumphieren die Ideologen der Pöbelparteien: seit Jahren bestimmen die Grünen die Themen des öffentlichen Diskurses und die Kommunisten als älteste der heute noch aktiven Pöbelparteien haben immer schon behauptet, der 8. Mai 1945 sei ein Tag der Befreiung gewesen, worauf dann auch der DKP-Vorsitzende Mies den Bundespräsidenten von Weizsäcker im Mai 1985 prompt hinwies.

Die Prognose der Verpöbelung ist der modernen Gesellschaft häufig gestellt worden. Hegel hat gemeint, bei allem Reichtume sei die bürgerliche Gesellschaft nicht reich genug, der Erzeugung des Pöbels zu wehren, und Marx hat sich ihm mit seiner berühmten Verelendungsthese angeschlossen. Auguste Comte hielt eine am Vorbild der Katholischen Kirche ausgerichtete Soziologische Kirche für nötig, um den Pöbel niederzuhalten. Nietzsche sah die Flut des Nihilismus steigen, George Sorel die Arbeiterparteien im Sumpf reaktionärer Arme-Leute-Parteien untergehen. Ortega y Gasset konstatierte den Aufstand des Massenmenschen, der „die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen” (III,13), wobei ausgerechnet der heutige Wissenschaftler das Urbild des Massenmenschen ist, weil gerade im Wissenschaftsbetrieb der gelehrte Ignorant, der Fachidiot gedeiht und „die moderne Wissenschaft dem geistig Minderbemittelten Zutritt gewährt” (III,71). Max Scheler schließlich sah in der allgemeinen Menschenliebe den allgemeinen Menschenhaß sich vorbereiten, und daß es ehrfurchtslos ist, das Weltbeste zu wollen. Der Pöbel ist ehrfurchtslos und will immer nur das Allerweltsbeste.

Karl Marx wies in seiner Bonapartismus-Analyse darauf hin, daß nicht nur das Proletariat ein Lumpenproletariat absondert, sondern auch die Bourgeoisie eine Lumpenbourgeoisie (den Pariakapitalismus) und die Aristokratie eine Lumpenaristokratie ausscheidet. Die Verlumpung hat nichts mit der Garderobe oder der Einkommenshöhe zu tun, wohl aber mit der Qualität der Einkommensquelle. Aber weder die primären Einkommensquellen, die Produktionsfaktoren, noch die sekundären Einkommensquellen, der staatliche und der private Transfer, sind an sich schon Einkommensarten des Pöbels.

Die proletarische Klasse hat Arbeitskräfte, die bourgeoise Klasse Kapitalien und die aristokratische Klasse Immobilien zur Einkommensquelle, daher sind Lohn, Zins und Grundrente ihre klassengemäßen Einkommensarten. In der modernen kapitalistischen Gesellschaft ist eine Regierung der Grundeigentümer konservativ, eine Regierung der Kapitalisten liberal und eine der Proletarier sozialistisch. Diese Regierungstendenzen der Hauptklassen werden ergänzt durch solche der Zwischenklassen: die Regierung von Selbständigen (die außer über den Faktor Arbeitskraft mindestens noch über einen weiteren Produktionsfaktor verfügen) ist radikal, die Regierung der Staatsklasse (die vom staatlichen Transfereinkommen lebt und dafür die Staatsfunktionen erfüllt) ist etatistisch. Gegner der Staatsklasse ist die Anarchistenklasse, die vom staatlichen Transfer lebt, ohne Staatsfunktionen zu erfüllen.

Eine anarchistische Regierung ist nicht ohne weiteres eine Herrschaft des Pöbels, denn zur Anarchistenklasse gehören z.B. seit der kriegsbedingten Aufzehrung des Rentenkapitals und des Inkrafttretens des sog. Generationenvertrages unsere Sozialrentner. Weil Staats- und Anarchistenklasse ihre gemeinsame Subsistenz am allgemeinen Transfer haben, sind sie zur Transferklasse zusammenfaßbar, und in vielen entwickelten kapitalistischen Ländern ist nicht der Verteilungskampf zwischen den primären Einkommensklassen das politisch-ökonomische Hauptgeschehen, sondern der Kampf um die Aufteilung des allgemeinen Transfers (z.B. in Gesundheits-, Renten- und Bildungspolitik). Aber die aktuelle Erfahrung zeigt, daß es verpöbelte Anarchisten wie auch verpöbelte Staatsmänner gibt, die durchaus miteinander politische Geschäfte machen können, die auf Kosten des ordentlichen Teils ihrer jeweiligen Klasse gehen.

Eine oftmals der Pöbelerzeugung verdächtigte Volksklasse sind Kleriker, Funktionäre und Lobbyisten. Ökonomisch stellen sie Klassenreste dar, die vom privaten Transfer bestimmter Einkommensklassen leben. Den privaten Transfer erheben die Kampfverbände der Klassen; diese Verbände des Verteilungskampfes sind zugleich die soziologischen Gruppen, die psychologischen Kirchen, die politischen Parteien und die ökonomischen Verbände der Klassen. Die Elemente der durch Privattransfer unterhaltenen Klassenreste der Kleriker, Funktionäre und Lobbyisten sind sozial immer Parteiische, seelisch die Claqueure der sie bezahlenden Kirche und politisch die pflichtschuldigen Gefolgschaften ihrer Partei. Die bezahlten Funktionäre des Arbeitgeberverbandes sind keine Arbeitgeber und die Gewerkschaftslobbyisten keine Arbeitnehmer; beides sind Privatbeamte. Privatbeamte sind auch die Funktionäre der Kirchen (ob nun der traditionell-theologischen oder der modern-elektronischen) und die Geschäftsführer und Verwalter aller sonstigen Vereine und Verbände. Solange die Privatbeamten wirklich von den Mitgliedsbeiträgen ihrer Verbände bezahlt werden, leben sie klassengemäß und daher anständig.

Die Verpöbelung sozialer Verbände, seien es solche der Haupt- oder der Zwischenklassen, beginnt mit ihrer Subventionierung. Die Privatbeamten, denen der klassenspezifische Transfer als Existenz- und Operationsgrundlage zu schmal geworden ist und die deshalb – in der Regel legal – auf den allgemeinen, klassenunspezifischen Staatstransfer übergreifen, sind vom soziostrukturellen Gesichtspunkt her genauso korrupt wie jene Staatsbeamten, die sich aus den Reptilienfonds irgendwelcher Verbände bedienen lassen. Dabei ist es auch kein struktureller Unterschied, ob die querlaufenden Mittel für den Unterhalt des Beamten oder des Amtes verwandt werden. In die Fonds sozialer Kampfverbände umgelenkte staatliche Mittel sind die leichte Beute, die dem schwachen Staat abgepreßt wird. Den treffenden Ausdruck für diese Beutepolitik beim schwachen Staat haben die Ideologen der grünen Pöbelpartei geprägt: Staatsknete. Selbst die größte Einzelgewerkschaft der freien Welt, die IG Metall, verschmäht heute nicht mehr Staatsknete als pazifistische Alternative zu Tarifverträgen, die der starken gegnerischen Klasse gefahrvoll abzuringen sind.

Der schwache Staat ist das selbe Betrugsmanöver in der Politik, das die schwache inflationäre Währung in der Wirtschaft darstellt. Umgekehrt verhält es sich mit dem starken Staat wie mit einer stabilen Währung, die noch nicht Reichtum oder wachsende Wirtschaftskraft bedeutet und die nur sicherstellt, daß Otto Normalverbraucher nicht um seine Ersparnisse gebracht wird; der starke Staat ist bloß Voraussetzung zur Lösung aller ernsthaften politischen Probleme, weil er verhindert, daß der loyale und gewaltlose Bürger um seine öffentlichen Rechte betrogen wird. Der starke Staat hält sich aus dem Verteilungskampf der Verbände heraus, aber er sorgt für das pacta servanda sunt, toleriert also weder Streiks noch Aussperrungen oder andere Lieferblockaden auf privatrechtlich kontrahierte Güter in seinem Herrschaftsbereich.

Der Pöbel ist das Asoziale, die Deformation aller Klassen, nicht ihre Aufhebung. Pöbel ist Schutt im sozialen Gefüge. Sozialschutt entsteht durch Brüche, Risse und Verbiegungen der gesellschaftlichen Struktur. Ist der Pöbel an der Macht, versucht er dem Volk einzureden, ein schwacher Staat sei in seinem Interesse, und der Staat vor allem sei es, vor dem es geschützt werden müsse. Wer den Staat als Gefahr sieht, wird schließlich mit jenen sympathisieren, die den Staat plündern. Das ist der Zweck der als Liberalismus getarnten lumpenbourgeoisen Propaganda gegen den Staat, der als Überwachungsstaat beschimpft und so eingeschüchtert wird, daß er es nicht mehr wagt, den Pöbel zu überwachen.

Ein souveränes Volk, das seinen Staat fürchtet, ist der Verrückte, der seinem Kopf mißtraut und deshalb vorsichtshalber damit gegen die Wand rennt. Das Privileg, Staatsgegner zu sein, hat in der modernen Gesellschaft nur eine Volksklasse: die der Anarchisten. Die Anarchistenklasse ist der einzige legitime Gegner der Staatsklasse, weil die Anarchie mit dem Staat sowohl einen Verteilungskampf auszutragen hat als auch durch das gemeinsame Interesse an einem hohen Steueraufkommen verbunden ist. In der Steuerfrage allein sind die drei Hauptklassen und besonders die Selbständigen oder Radikalen staatsfeindlich und anarchiefeindlich gleichermaßen, d.h. Gegner des Sozialstaats, insoweit er anderen zugute kommt.

Wer gegen jemanden kämpft, kämpft auch mit ihm, – um dasselbe. Also die steuerzahlenden Klassen kämpfen mit den steuerzehrenden um das Steueraufkommen, die steuerzehrende Transferklasse aber kämpft untereinander um die Aufteilung des Aufkommens zwischen Staats- und Anarchistenklasse.

Charakteristikum des modernen Pöbels ist kein lautes Herumpöbeln, sondern der leise, legale Systembruch. Der Pöbel aller Verbände hält den Klassenkampf für überholt, ist für den schwachen Staat, der den Zugriff auf die öffentlichen Kassen erleichtert, von dem gleichzeitig aber mit Nachdruck gefordert wird, alle Gesellschafts- und Umweltprobleme omnipotent zu lösen. Die Privatbeamten des sozialen Verbändesystems zeigen im Zustand der Verpöbelung das aus der Geschichte der militärischen Verbände wohlbekannte Landsknechtssyndrom: man hat keine Lust mehr, sich mit den Kameraden von der Gegenseite zu schlagen und plündert lieber Wehrlose und Unbeteiligte.

Die von den Klassen für ihre Kampfverbände eingestellten Privatbeamten sind gewissermaßen ihre Verbandsknechte, Landsknechte des Verteilungskampfes, die aber bald den riskanten Kampf mit dem Klassenfeind scheuen und dort auf Beute ausgehen, wo sie mit dem geringsten Widerstand zu holen ist. Sie beschreiten den Weg der Effektivität des Kampfes, nicht den seiner Ehre. Hat der Verbandsknechtspöbel den Staat und andere Unbeteiligte weitgehend ausgeplündert oder erobert, wendet er sich gegen das letzte reiche Beuteobjekt: den eigenen Auftraggeber. Verkommene Landsknechtshaufen wurden im späten Mittelalter zur gefürchtetsten Plage der Länder, die sie urspünglich beschützen sollten.

Die sozialdemokratischen Landsknechte marodieren besonders auffällig gegen die deutsche Arbeiterklasse, indem sie jetzt die scharfe, einst von den Arbeitgebern eingeführte Waffe der ausländischen Arbeitskräfte gegen die deutschen Arbeiter und Arbeitslosen richten, durch Ausländerwahlrecht auf Dauer stellen, wodurch das deutsche Proletariat politisch und kulturell verelendet, von seinen zweifelhaften Beschützern noch abhängiger wird, die ihrerseits sich von der deutschen Arbeiterklasse emanzipieren und auf ein internationales Proletariat stützen, das ihnen huldigt, sie als Herren anerkennt, Schutz und Schirm erhält und sich zu Rat und Hilfe verpflichtet. Aus diesem und keinem anderen Grunde toleriert die Hamburger SPD das organisierte Verbrechen der Hansestadt in so auffälliger Weise.

Die CDU, seit sie im Bund regiert, hat nicht nur die sozialdemokratische Ostpolitik fortgesetzt und forciert, sondern auch die Quellensteuer auf Kapitalerträge eingeführt, die sie in der Opposition zu Recht als scharfe Waffe gegen ihre Klientel der kleinen Kapitaleigner gebrandmarkt hatte.

Theoretisch ist der moderne Pöbel durch Systembruch, schwachen Staat und kampfentwöhnte Klassen ermöglicht. Die moderne Ochlokratie erzeugt ein pazifistisches, wehrunwilliges Volk, das erst der sozialen Eroberung durch oligarchische Verbandsknechtscliquen, dann der moralischen Despotie von oben, schließlich der Knechtschaft von außen durch Infiltration fremder Völkerschaften anheimfällt. Es ist der Kern ochlokratischer Außenpolitik, den internationalen Pöbel ins Land zu holen, um die innere Herrschaft unabhängig zu machen. Emanzipation vom eigenen Volk ist die Generallinie der Ochlokraten. Inhalt des gegenwärtigen Fortschritts ist die Emanzipation der Ochlokratie von der Demokratie, denn jede Zersetzungsform entfernt sich immer mehr von der Form, die sie zersetzt. Aller Fortschritt ist diese Entfernung von einem alten Ideal und führt nur dann nicht zur Barbarei, wenn er das alte Ideal in dialektischer Weise bestimmt negiert, also das neue Ideal aufbaut.

II. Sprache des Pöbels

Die Herrschaft des modernen Pöbels äußert sich in einer besonderen Form des Sprachverfalls, der kaum noch wahrgenommen wird. Am auffälligsten ist der Ver­lust des Konjunktivs: der Pöbel hat keinen Möglichkeitssinn, ihm fehlt daher selbstredend auch der rechte Sinn für die Wirklichkeit. Die Konjunktivlosigkeit raubt dem Indikativ die Bestimmtheit und die sprachlichen Weichmacher blühen. Der Pöbel denkt abstrakt und redet schablonenhaft; die geistige Vulgarität ist sein Stil, für den er zuvörderst Toleranz fordert; der Pöbel ist liberal mit seinesgleichen.

Nicht nur der Konjunktiv ist dem Pöbeldeutsch abhanden gekommen, sondern auch das Plusquamperfekt und die vollendete Zukunft, weil in jeder Vollendung alles Pöbelhafte getilgt ist. Der Pöbel als personifizierter Zerfallsprozeß haßt alle Vollkommenheit, die der Vergangenheit wie die der Zukunft. Auffällig ist auch das Verschwinden des Genitivs; dieser Fall beantwortet bekanntlich die Eigentumsfrage; aber wessen Sache etwas ist, kümmert jenes Gesindel nicht, das sich daran ver­greifen will. Ein tieferes Gefühl für die wahren Besitzverhältnisse in Westdeutschland zeigen hingegen jene großstädtischen Kleinbürger, die dem angelsächsischen Genitiv zu seiner großen Sichtbarkeit verholfen haben, indem sie z.B. ihren Frisörladen Peter’s Barber Shop nennen.

Der moderne Pöbel hat nicht die Vitalität des alten: er pöbelt nicht mehr lauthals herum, aber er redet bei allem mit, vorzugsweise über Kultur, wie Hamburgs Erster Bürgermeister (ein mäßig talentierter ungarischer Aristokraten-Darsteller), der jeden dritten Satz mit einem „sag ich mal so“ beendet.

Dieses „sag ich mal so“, das in Hamburg von oben bis unten durchgesetzt ist, bringt die Befindlichkeit des Pöbels, der von der Unbestimmtheit, vom Systembruch lebt, in idealer Weise zum Ausdruck. Noch häufiger werden die Fragmente „sag ich”, „denk ich” und „mal” verwandt. Das Wörtchen „mal” macht alles weich und vage, erzeugt die Prinzipien- und Begrifflosigkeit, dies Lebenselement des modernen Pöbel. Das „sag ich” und „denk ich”, angehängt an jeden zweiten Satz, befriedigt des Pöbels anhaltendes Bedürfnis, sich und anderen die Wirklichkeit seines Redens und Denkens zu bestätigen. Die Weichheit des Pöbels ist eine Herrschaft der Kontingenz: sie fällt, wenn von Sachzwängen gespornt, in ebenso subjektiv-kontingente Brutalität.

Der Pöbel kann keine Gesellschaft ändern, denn er ist ihr bloßer Zerfall. Nichts dergleichen ist seine Sache, er hat keine Sache, ist selber noch nicht einmal eine gesellschaftliche Tatsache, sondern die soziostrukturelle Tatenlosigkeit, bloßer Strukturschutt. Er sagt gerne: „Das ist nicht mein Ding” – ein brutaler Ausdruck, der die Verdinglichung ausspricht und bejaht; diese Affirmation der Reifikation spricht den Schein als Sein an, direkt und völlig undialektisch. Ähnlich die beliebte Formulierung „das laß ich so stehen“: seit Hegel weiß man, warum nichts stehen bleiben kann; diese Einsicht fehlt dem Pöbel, der die deutsche Philosophie haßt, weil er sie zu fürchten hat und sich daher regelmäßig zum angelsächsischen Pragmatismus bekennt. Dem Geistespöbel fehlt jene Kraft der Negation, die alles in Flug bringt. Er ist das Zerfließen der Sozialstrukturen, und die Pöbel-Existenz selber ist nur eine Äußerung dieser Kraft der Negation.

Eine besonders unangenehme Herabwürdigung des Gesprächspartners ist es, ihm zu bescheinigen, er habe eine „gute Frage” gestellt. Die Frage gilt nur deshalb als gut, weil die Antwort schon parat liegt, die Frage keine Frage, sondern eine Informationslücke war. Antworten des Pöbels werden häufig durch ein „wie auch immer” abgebrochen, aber gerade auf das Wie, auf den rechten Weg, kommt es an; doch die Wege des Pöbels sind krumm. „Sie erlauben!”, sagt der Pöbel, wenn er sich etwas herausnimmt, und „das muß ich nicht haben”, nachdem er sich schon alles genommen hat.

Die Bildungsverpöbelung ist ein ganz eigenes, ausgedehntes Phänomen. Sprachlich äußert sie sich dergestalt, daß die eigene geistige Beschränktheit positiv herausgestellt und der Gegenüber durch polemisch unterstellte Bildung ins Unrecht gesetzt wird. „Mehr fällt mir dazu nicht ein!”, verkündet der Pöbel stolz, „Sie müssen das ja wissen!”, wirft er dem Anderen vor, oder repliziert ganz elegant und herablassend: „Fragen Sie mich doch etwas leichteres!” – Nur in Zeiten wie den unseren, die unter der Herrschaft des Pöbels stehen, ist es der Ignoranz möglich, sich zur Preziose zu spreizen. Die Krönung der Bildungsverpöbelung ist eine Bildungsreform, die die Eliten auf die Massen ausrichtet, statt umgekehrt. Am Ende hapert es dann selbst mit der Rechtschreibung, was der orthographischen Reform den Weg bereitet.

Alle Argumente, die auf das Wesen der Sache zielen und über den egoistischen Pragmatismus und flachen Empirismus hinausweisen, gelten dem geistigen Pöbel als „abgehoben”. Strukturschutt der er ist, bleibt der Pöbel bis zu seinem Verschwinden in den Trümmerbergen der Vergangenheit unfähig zur systematischen Erkenntnis, zur geistigen Struktur; er hat die Dinge höchstens „mal angedacht”. Der geistige Pöbel hat keinen Sinn, deswegen muß alles bei ihm „Sinn machen”. – Der Sinn ist immer schon in die Wirklichkeit eingelassen; um ihn in der Wirklichkeit zu finden, müßte man fähig sein, das Wirkliche als vernünftig zu begreifen. Fehlt diese Fähigkeit, muß der Sinn erst konstruiert werden. Die Verdinglichung des Sinns zum Machbaren ist die Ökonomisierung eines metaphysischen Begriffs.

Der Pöbel als das Asoziale aller Klassen in allen Völkern erzeugt eine globale Form des Politikverfalls wie des Sprachverfalls: Weltinnenpolitik und Anglizismus. Die globale Sprach­barbarei in Gestalt der Anglizismen ermöglicht erst die pazifistische Generalillusion einer Weltinnenpolitik – übrigens die grundsätzlichste Negation der Souveränität der Völker und somit Demokratiefeindschaft schlechthin!

Das Englische hat eine besondere Affinität zum Pöbel. Entstanden als ethnischer Trümmerhaufen der Völkerwanderung, unterworfen von römischen, angelsächsischen, dänischen und normannischen Eroberern, ist das Englische die am meisten verpöbelte Sprache der vollkommenen Äußerlichkeit, mit einem schier unbegrenzten, durch keinen inneren Sinn eingeschränkten Wortschatz. Das Englische ist keine Sprache, sondern ein Pidgin. Pidgin ist die Idealsprache des Primitivpöbels. Deswegen ist der Sprechstil der englischen Oberschicht die lautliche Verkürzung, im Gegensatz zum Hochdeutschen, das die Satzperioden wie die Aussprache des einzelnen Wortes ausfeilt und verlängert. Die Weltpöbelsprache Englisch ist aber nicht den Angelsachsen anzulasten, die vor der normannischen Eroberung bekanntlich Platt gesprochen hatten. Die normannische Eroberung Nordfrankreichs war, anders als die angelsächsische Landnahme in Britannien, wie alle Wikingerzüge keine Völkerwanderung, sondern ein Raubzug ohne Frauen und Kinder. Innerhalb zweier Generationen haben die französischen Frauen aus den Normannen naturalisierte Franzosen und damit denaturierte Germanen gemacht: Bastarde, die als Herren über England noch vier Jahrhunderte lang französisch sprachen und in diesem langen Zeitraum das Platt der unterworfenen Angelsachsen zu jener grenzenlosen Primitivsprache verkrüppelten, die das Englische zum Esperanto des Weltpöbels qualifiziert hat.

Die „one world”, das ist Sprache und Politik des Pöbels in einem. Mit diesem Konzept hängt die ochlokratische Vorstellung zusammen, das Menschenrecht sei individuellen Ursprungs. Der Pöbel ist gelebter Individualliberalismus, der sich zum Ego-Anarchismus steigert. Diszipliniert wird er durch Druck, Erpressung, Korrumpierung. Eine verpöbelte Wirtschaft wäre die Unterwerfung des Kapitals durch das Kapitalverbrechen.

III. Phänomenologie des Pöbels

Der Pöbel haßt die Selbstdisziplin, das Opfer, den Helden. Gänzlich fremd ist ihm das herkuleische Bewußtsein, daß man den Augiasstall wirklich ausmisten kann. Der Pöbel riskiert nichts, er ist feige, geistig und körperlich. Sein Pazifismus, die Verachtung der Tugenden des Kriegers, macht den Pöbel kleinlich, sentimental und brutal, also gänzlich unfähig zu jedem wirklich großen Gefühl, unfähig zur Leidenschaft. Die Leidenschaft entspringt der Gemeinschaft, nie der Gesellschaft und schon garnicht ihrem Strukturschutt.

Wer zu keinem großen Gefühl fähig ist, packt auch keine großen Aufgaben an, Charakteristikum der Pöbelherrschaft ist das Durchwursteln und das Tabuisieren der Grundfragen. Alles wird weichgemacht, alles wird geschmiert, aber zum großen Ärger von Pöbelherren und -knechten wird der Schmierstoff knapp. Weil der Pöbel nicht etwa das kleingemachte Volk ist, sondern sein zerkleinerter, moralisch-strukturell zerstörter Teil, ruht er als Beherrscher der Gesellschaft nicht eher, bevor nicht alles andere auch so klein erscheint. Helden darf es nicht geben, aber jeder kann zum Idol gemacht werden: die heroinsüchtige Prostituierte, der Sportgladiator oder der Homosexuelle.

Die Hochburg der westdeutschen Pöbelherrschaft ist Hamburg. Hier läuft z.Zt. eine Propagandakampagne für Aids-Infizierte unter der Parole „Aids fordert unsere Liebe”. Die Partei der möglichen Aids-Infizierten, die Tunten mit ihrem Stoßtrupp der profitierenden Berufe, greift nach der gesundheitspolitischen Priorität und beansprucht ganz schamlos das liebeheischende moralische Vorrecht, auf Kosten der allgemeinen Gesundheit einen Beutezug gegen den öffentlichen Gesundheitsfond zu führen. Die erworbene Abwehrschwäche ist die symbolische Krankheit der Gegenwart. Aids ist eine Verpöbelung des menschlichen Körpers, und Pöbel­herrschaft das Aids des sozialen Körpers. Zweck der Aids-Propaganda ist die Verteidigung der Macht des Pöbels schon in vorderster Linie, und nicht etwa die menschliche Selbverständlichkeit, die Leiden Todgeweihter zu lindern.

Gesellschaftsstrukturen erscheinen oft als unwandelbar und unangreifbar. Ihre Überwindung setzt die Kenntnis und Erfüllung ihrer Entwicklungslogik voraus. Werden die Strukturen vor Vollendung ihrer gesellschaftsgeschichtlichen Aufgaben gleichsam chemisch zersetzt, entsteht keine höhere Struktur, sondern die Barbarei der Strukturlosigkeit. Auch Konstruktionen aus Stahlbeton bedürfen der Schonung und Pflege, sollen sie nicht verrotten und vor der Zeit in Trümmer fallen.

Die Ästhetik des Pöbels ist vollkommen realisiert im Hamburger Schauspielhaus unter Peter Zadek, dem gestattet wird, am deutschen Theater seine Privatrache für Auschwitz zu üben. Allgemein gilt: ästhetische Ochlokratie ist die Herrschaft des Interessanten, weil das Schöne nicht mehr das Gute und das Gute nicht mehr das Wahre ist; wie die Ochlokratie sich von der Demokratie emanzipiert, so ist die Pöbelkunst Befreiung aus der Fessel des Schönen. Selbstverständlich weiß sich auch die Pöbelreligion vom Guten und die Pöbelphilosophie vom Wahren zu emanzipieren. Wirkliche Philosophie sucht nicht die Emanzipation, sondern die Hörigkeit der Wahrheit.

Auf den Weg der spätrömischen Dekadenz ist Westdeutschland schon sehr weit fortgeschritten. Als die Lex Antoniana im Jahre 212 allen Italikern römisches Bürgerrecht verlieh, war das Volk von Rom im wenig heroischen Einheitsbrei der italienischen Bevölkerung aufgelöst, die mit dem römischen Pöbel im Recht auf Frumentierung aus den Staatsspeichern gleichgestellt wurde (panem et circenses). Die orientalischen Despoten auf dem römischen Cäsarenstuhl konnten sich nun auf den gesamtitalienischen Pöbel stützen. Aber bald war die Frumentierung der Massen nicht mehr bezahlbar; zunächst wurde die Ausplünderungspolitik gegen die Provinzen und die innere politökonomische Despotie verschärft, schließlich half auch das nichts mehr und man schritt zur Zwangskolonisierung der Armen und Sklaven: der Weg vom spätrömischen Sozialstaat und seinem erblühten Privatrecht zum Frühfeudalismus, der nicht einmal mehr den Unterschied von privatem und öffentlichem Recht kannte, war durchschritten.

Durch Verdrehung des Ausländerrechts und des (an sich völlig unproblematischen) politischen Asyls zu einem Frumentierungs­recht des internationalen Pöbels hat sich die innere Herrschaft des deutschen Parteienpöbels von der Zustimmung des deutschen Volkes befreit. Am 14. Januar 1988 empfing Hamburgs Bürgermeister das konsularische Korps. Dabei beglückwünschte der russische Generalkonsul den Bürgermeister zur Vertragslösung in der Hafenstraße, wo der KGB mitgesiegt hatte. Herr von Dohnanyi wies stolz darauf hin, daß bereits „60.000 nichtdeutsche Hamburger” in den Mauern der Stadt leben. – Die über hunderttausend Nichteuropäer in Hamburg sind schon heute die eigentliche, von der Meinung der Einhei­mischen unabhängige Macht, deren Herrschaft über Senat und Volk von Hamburg in der Stadt selber überhaupt nicht mehr zu brechen ist, weil sie über geheime, an kein deutsches Recht gebundene Gewaltapparate mit besten internationalen Beziehungen, vor allem auch nach Moskau und zur amerikanischen Ostküste, verfügen.