Die liberalistische Volksrevolution

  1. Das Deutsche Kolleg fordert seit den neunziger Jahren des 20. Jahr­hunderts das Recht auf Arbeit und das Grundrecht an einem unveräußerlichen Mindest­grundstück, und beides für jeden Deutschen. Damit gehören die sozialistische Volks­revolution und die konservativistische Volks­revolution zum programmatischen Kern­bestand des Deutschen Kollegs.
  2. Wir sehen jetzt, im Jahre 2008, mit dem Beginn der Global­krise in der Anfangs­form der globalen Wirtschafts­krise, die weit folgen­reicher zu werden verspricht als die Weltwirtschaftskrise von 1929-1933, den geschichtlichen Zeit­punkt gekommen, unser Programm um die liberalistische Volks­revolution zu erweitern.
  3. Der Zeit­raum vom Anfang der 80er Jahre bis 2008 war eine Epoche der liberalistischen Klassen­revolution. In ihr wurde die Klasse der Liberalen, der Besitzer des Produktionsfaktors Kapital, in jeder von ihr nur gewünschten Art und Weise bevorzugt. Die Klasse der Kapital­besitzer zerriß in der jetzt beendeten Ära alle öffentlichen Gängel­bänder und durchbrach die Schranken, die ihr die außer­ökonomische Zwangs­gewalt des Staates bislang noch auferlegt hatte.
  4. Mit dem Wegfall dieser Beschränkungen wurde die liberale Kapitalisten-Klasse nicht mehr vor sich selbst geschützt. Ihre eigene Zerstörungskraft und Asozialität konnte sich voll entfalten, insbesondere gegen die national organisierten Arbeiterklassen und gegen den nationalen Sozialstaat, der zunehmend in einen antinationalen Liberal- oder Kapitalstaat verwandelt wurde. Dieser globale Sieg der liberalen Klasse mit ihrem revolutionär entfesselten Kapitalismus sprengte den Bereich der volkswirtschaftlichen Nützlichkeit.
  5. Das Zeitalter der neo­liberalen Klassen­revolution ist jetzt zwar definitiv beendet, aber nur negativ. Die da oben können nicht mehr so weiter­machen wie bisher und die da unten wollen es nicht mehr. Das kenn­zeichnet die vor­revolutionäre Lage. Positiv zu überwinden ist die Globalkrise, die weder ökonomisch noch politisch noch ideologisch einen Stein der alten Ordnung auf dem anderen belassen wird, nur durch eine Umkehrung der liberalistischen Revolution aus einer bloßen Klassen­revolution in eine Volks­revolution. Und das allein würde bedeuten, daß nicht bloß die Globalisierung, sondern der Kapitalismus beendet wird. Dieses historische Ereignis wird sich für den einzelnen Volksgenossen darin zeigen, daß er neben dem Recht auf Arbeit und dem Grundrecht (an einer Mindest-Immobilie) auch ein unveräußerliches Mindest-Kapitaleigentum erhält, das so bemessen ist, daß die dem Einzelnen zufließende Dividende die Existenzsicherung in der Höhe des pfändungsfreien Einkommens gewährleistet.
  6. Eine Volksrevolution hebt das Monopol einer Klasse der bürgerlichen Gesellschaft an einem der drei Produktionsfaktoren auf, indem sie diesen Faktor zu gleichen Wertgrößenanteilen auf jeden einzelnen Volksgenossen verteilt und jeden mit einem gleichen Stimmrecht in der Teilhaber-Versammlung des Produktionsfaktors ausstattet. Das Stimmrecht kann unmittelbar oder mittelbar ausgeübt werden. Das vom Stimmrechtseigentümer bei mittelbarer Ausübung erteilte Mandat muß immer imperativ sein. Betrifft die Volksrevolution den Produktionsfaktor Kapital, dann ist sie eine liberalistische Revolution, die das Produktionsmittel-Monopol der Kapitalisten-Klasse beendet und alle Produktionsmittel, sofern sie die Form von Geld- oder Sachkapital angenommen hatten, vergesellschaftet. Vergesellschaftet ist der Produktionsfaktor nur insoweit, als er an die einzelnen Individuen eines Volkes, das als besonderen Stand die bürgerliche Gesellschaft ausgebildet hat, verteilt wurde. Da die Gesellschaft aber nur deswegen eine bürgerliche ist, weil sie einer staatlichen Gemeinschaft unterworfen wurde, ist der (an die einzelnen Volksgenossen) vergesellschaftete Produktionsfaktor Kapital zugleich vergemeinschaftet, weil dieser souveräne geschichtliche Akt von einer reellen Nation, deren Angehörige ausschließlich demselben Volke zugehören, vollbracht wurde. Auf diese Weise wird das Kapital also bürgerlich vergesellschaftet und zugleich national vergemeinschaftet, aber nicht verstaatlicht. Denn die Verstaatlichung der kapitalistischen Produktionsmittel wäre ihre Absonderung von der bürgerlichen Gesellschaft insgesamt, somit also weder die klassenlose Vergesellschaftung in ihr noch ihre wirkliche Vergemeinschaftung durch den alle Bürger und ihren Staat umfassenden staatsbürgerlichen Verband.
  7. Die liberalistische Volksrevolution als positive Überwindung der Globalkrise, zu der das Monopol einer Klasse am Produktionsfaktor Kapital geführt hat, wird auch die Volksrevolutionen in den beiden anderen Produktionsfaktoren herbeiführen, die durch das Recht auf Arbeit als sozialistisch und durch das Grundrecht (an Grund und Boden) als konservativistisch charakterisiert sind. Volksrevolutionen sichern die Freiheit jedes einzelnen Volksgenossen durch unveräußerliche Rechte (an Boden, Kapital und Arbeit), Klassenrevolutionen dagegen fördern ihre Klassengenossen durch veräußerliche Rechte, also die Erleichterung der Veräußerbarkeit ihrer Faktorgüter.
  8. Ein Gemeinwesen von freien Grundeigentümern, die auf eigner Scholle mit eigner Kraft und eignen Mitteln arbeiten, also Mittelstand (weil im Stande ihrer selbstbenutzten Produktionsmittel) sind, mag zwar konservativ, liberal und sozial genannt werden, den bürgerlich-gesellschaftlichen und parlamentarischen Klassengegensatz von Konservativismus, Liberalismus und Sozialismus aber gibt es in solch einem mittelständischen Gemeinwesen nicht. Es besteht nicht aus Kapitalisten und Proletariern, sondern aus produktionsmittelbesitzenden Arbeitern.
  9. Die Entschädigung für die enteigneten Kapitalisten besteht a) in der Ausstattung mit dem gleichgroßen unveräußerlichen Mindestkapital wie alle anderen freien und gleichen Volksgenossen, b) im eigentumslosen Besitz des übrigen Geld- und Sachkapitals ihrer Unternehmen, das sie als Lehen zur Fortführung ihrer Unternehmen bekommen, falls diese vom Souverän als volkswirtschaftlich erwünscht angesehen werden, und c) in der Resozialisierung in die Volksgemeinschaft, indem sie vom Fluche der Aneignung fremder Arbeit und damit der Ausbeutung befreit werden.




Über die Unterschicht

  1. Einige unter der Oberschicht reden seit kurzem über die Unterschicht. Anderen unter der Oberschicht, die erst seit einer Generation aus der Unterschicht aufgestiegen sind, ist das peinlich, und sie beschuldigen „weltfremde Soziologen“, sich einer solch gemeinen Ausdrucksweise zu bedienen, die erst eine gesellschaftliche Spaltung hervorriefe, ganz so, als wären die Soziologen böse Zauberer. In der Revolverpresse werden inzwischen subproletarische Familien vorgestellt, die das öffentliche Geständnis ablegen, zur Unterschicht zu gehören; das gilt offensichtlich für nicht weniger aufregend als Enthüllungen zum Sexualleben von Prominenten.
  2. Das 19. Jahrhundert hatte lernen müssen, daß unterhalb des Bauern- und Handwerkerstandes eine unterbäuerliche und unterhandwerkerliche Schicht von ländlichen und städtischen Proletariern entstand, die nicht mehr nur vorübergehender Natur war, sondern sich auf Dauer einrichtete und beständig anwuchs. Die Arbeiterfrage war geboren. Die Bildungs- und Besitzbürger, die sich dieser Neufassung der ewigen sozialen Frage stellten, hatten selbstredend vergessen, daß sie einstmals selber eine bedrohliche soziale Anomie gewesen waren: ohne Bauernstelle, ohne Lehen und ohne Chance, in die Gefolgschaft eines Lehnsherren aufgenommen zu werden, waren sie weder Burgumwohner (Bauern) noch Burginwohner (Gefolgsleute), sondern nur Burganwohner, bloße Bourgeois und keine Citoyens, die schwarzarbeiteten und undurchsichtige Geschäfte trieben.
  3. Das 21. Jahrhundert beginnt gerade zu lernen, daß wieder eine neue soziale Kategorie entsteht. Man nennt sie nicht Subproletariat, sondern Prekariat, unterscheidet etwa noch ein abhängiges Prekariat von einem selbständigen Prekariat. Unter letzterem versteht man inkonsequenterweise die sog. Generation Praktikum, zumeist fertige Vollakademiker, die für wenig bis nichts arbeiten, um praktische Berufserfahrung vorweisen zu können. Prekär bleibt deren soziale Lage zumeist auch, wenn das Praktikum sich in freiberufliche Mitarbeit verwandelt, die aber häufig scheinselbständig ist, weil von einem einzigen Auftraggeber abhängig. Das einzig Nichtprekäre ist dann der Rückfall in das sogenannt abhängige Prekariat, das von Hartz IV leben muß. Aus dem Jungakademiker zwischen zwei Praktika ist dann bald ein stellungsloser und unvermittelbarer Altakademiker geworden. Als faktisches gesetzliches Grundeinkommen ist Hartz IV die im Augenblick einzige Stabilität in all der schreckensverbreitenden Flexibilität des globalkapitalistischen Systems. Allerdings ist Hartz IV ansteckend für Familienangehörige und andere Mitbewohner der Bedarfsgemeinschaften, die auf dem Wege der legalen Sozialinfektion insgesamt als Lohnarbeiterkandidaten behandelt werden, selbstredend nach vorhergehendem Gemeinschaftsverbrauch von Ersparnissen eines jeden Mitinsassen der Bedarfsgemeinschaft.
  4. Subproletariat ist die korrekte Bezeichnung für die neue Klasse der bürgerlichen Gesellschaft insofern, als sie dem Proletariat nachfolgt und zunächst nur einen unterproletarischen Lebensstandard verwirklichen kann; Nachproletariat ist aber noch richtiger, weil dieser Ausdruck nicht auf die änderbare Schichtung des Einkommens, sondern auf die historische Nachfolge abzielt. Ist das Proletariat jene Klasse, die in der bürgerlichen Gesellschaft von der Vermietung ihrer Arbeitskraft lebt, so ist das Nachproletariat jene neue produktionsmittellose Klasse, die, wenn überhaupt, nur ihre Arbeitskraft zu vermieten hätte, aber zumeist keinen Mieter findet.
  5. Das Proletariat, auch wenn es hohe Löhne erzielt, ist und bleibt die Klasse der Ausgebeuteten. Das Nachproletariat, auch wenn es noch so elend lebt, ist eine Klasse der Nicht-mehr-Ausgebeuteten. Das Nachproletariat lebt vorläufig noch, solange die Diktatur des Kapitals nicht gebrochen ist, vom staatlichen Transfer; das hat es mit der Staatsklasse gemein. Die mit der Staatsklasse um die Aufteilung des Transfers streitende Klasse des Nachproletariats kann man daher auch als Anarchistenklasse bezeichnen, weil sie nur einen Klassengegner, aber keinen Herrn hat. Die proletarischen Altersrentner, die zum Teil noch aus den Sozialversicherungskassen, strukturell zunehmend aber auch aus der Staatskasse versorgt werden, wachsen aus dem Altersproletariat heraus und in das Nachproletariat hinüber. Erst mit der Vollautomation der Produktion und damit dem Ende des proletarisch-kapitalistischen Zeitalters wird man sie gänzlich unter die nachproletarische Klasse subsumieren können.
  6. Die Unterschicht ist nicht der Abschaum. Der Abschaum sind jene, die immer oben schwimmen, gleichgültig unter welchem Regime; sie machen Propaganda für die FDJ genausogut wie Politik für die CDU. Die Abschäumer sind von den leichten Elementen in einer Population die zu leichten mit den nicht mehr weißen Westen. Der Abschaum ist der schmutzige Schaum der führenden Schwätzer und Schaumschläger, die Hartz IV predigen und Herr Hartz sind. Der Abschaum ist also fast immer in der Oberschicht zu finden und nie in der Unterschicht. Die Unterschicht gilt heutzutage eher als der soziale Bodensatz, der weder räumlich-horizontal mobil noch sozial-vertikal flexibel sei, sondern stur darauf beharre, sich möglichst auf dem Boden abzulagern und festzusetzen, auf dem er geboren und aufgewachsen ist. Die bodensätzige Unterschicht verteidigt daher auch am ehesten den Boden der Heimat gegen den ausländischen Pöbel, den der regierende Abschaum der Oberschicht ins Land geholt hat, um seine Herrschaft vom eigenen Volk unabhängig zu machen, die einheimische Arbeiterklasse zu entmachten und die Arbeitskraft billig wie Dreck werden zu lassen. Emanzipation vom eigenen Volk ist die Generallinie jener abschäumigen Demokratie, die zur Ochlokratie, zur Herrschaft der Schlechten, entartetet ist.
  7. Mit der Unterschichten-Debatte ist die BRD bei sich selber angekommen, bei ihrer Selbstverwahrlosung von geschichtlichem Ausmaß. Ursprünglich war die BRD als ein reines Besatzungskonstrukt der Westmacht mit dem Grundgesetz als Besatzungsstatut entworfen, in das die widerständigen deutschen Kollaborateure Sprengsätze hineinschrieben, indem sie das Gebilde als ein politisches Provisorium definierten. Der Vorzug des Grundgesetzes bestand darin, als Nicht-Verfassung mit Selbstauflösungsgebot programmiert worden zu sein. Später (aber lange vor dem Anschluß der DDR) kam dann mit Hilfe der judäo-amerikanischen Besatzungsmacht der Abschaum der Lizenz-Demokraten an die Selbstverwaltungshebel der Westzone, usurpierte dieses Provisorium und beansprucht bis heute seine Ewigkeit.
  8. Schichten bezeichnen in der Soziologie jenes Unwesentliche, das sich als ein Mehr oder ein Weniger, ein Oberes, Unteres oder Mittleres und ähnlich profiliert, aber eben nicht das Wesentliche unterscheidet. Den wesentlichen Unterschied verdeutlicht erst die Entgegensetzung der Klassen. Ein höheres soziales Wesen bezeichnet der Stand: Mittelschichten gibt es vielerlei, aber der Mittelstand ist nur jener der produktionsmitteleignenden (Haupt-)Arbeiter, von denen sich die produktionsmittellosen Arbeiter als Proletarier dadurch unterscheiden, daß sie eine eigene Existenz nicht gründen können und den Mittellosenstand bilden, der das Kapital auf der einen Seite und die Verelendung auf der anderen Seite ständig vermehrt. Um der Akkumulation von Kapital und Elend Einhalt zu bieten, muß die Gesellschaft unterworfen und also verbürgerlicht werden, damit die Gemeinschaft wiederaufersteht und als Volksgemeinschaft ihre Souveränität errichtet.



Arbeitslose Einkommen

Ein Gemein­wesen, in welchem kapital­istische Pro­duktions­weise herrscht, ist um so entwickelter und der Selbst­entmachtung des Kapitals näher, je geringer der Anteil der produktiven Be­völkerung an der Gesamt­bevölkerung. In der BRD gibt es noch ca. 10,5 Millionen Be­schäftigte im produzierenden Ge­werbe, also der güter­herstel­lenden Industrie. Im Deutschen Volke bildet die Klasse der produktiven Lohn­arbeiter nicht mehr die Mehr­heit. Mit der Arbeiter­klasse allein läßt sich sowenig eine Mehr­heit erringen wie mit der Kapitalisten­klasse, die sich ihrerseits mehr­heitlich von Unternehmer­kapitalisten in reine Geld­kapitalisten und Aktionäre, letztere wieder mehrheitlich in Derivat­spekulanten verwandelt hat. War schon der Gewinn der Unter­nehmer (nicht zu ver­wechseln mit der einfachen Ent­lohnung von Leitungs­tätigkeiten) und der Kapital­zins der Geld­kapitalisten arbeits­loses Ein­kommen, so ist dies erst recht der Spe­kulations­gewinn des Aktien- und Derivat­spekulanten.

Der Unternehmer als Leitungsarbeiter ist Lohnarbeiter, der Unternehmer als Kapitalist (Kapitaleigner) ist Arbeitsloser und bezieht arbeitsloses Einkommen in Gestalt des Mehrwertes, bezogen auf das Gesamtkapital den Profit. Alle Einkommen, die sich aus dem Profit ableiten – Gewinne, Zinsen, Dividenden, Grundrenten, Bodenpreise, Bank- und Einlegerzinsen, Monopolprofite –, sind arbeitslose Einkommen. Kapitalisten wie Grundeigentümer als solche sind Arbeitslose. Arbeiter als produktive, als Wert- und Mehrwertschöpfer, sind einerseits die produktionsmittellosen Lohnarbeiter des Kapitals und andrerseits der Mittelstand, also die produktionsmittelbesitzenden Arbeiter. Im Mittelstand sind Lohnarbeiter (auch Lohnunternehmer oder Dienstleister) und einfache Warenproduzenten zu unterscheiden. Der Lohnarbeiter als Knecht des Kapitals ist nur ein scheinbarer, dem eben nicht seine Arbeit, sondern nur seine Arbeitskraft bezahlt wird, um unbezahlte Mehrarbeit als Grundlage von Mehrwert, Profit, Zins usw. und damit den ganzen kapitalistischen Verwertungsprozeß zu ermöglichen.

Kapitalist und Grundeigentümer können nur Pleite machen, aber nicht arbeitslos werden, weil sie bereits arbeitslos waren und arbeitsloses Einkommen bezogen. Die Pleite ist nur der Wegfall eines Einkommens, und wenn keine andere Einkommensquelle existiert, macht die Pleite den Pleitier einkommenslos. Mittelständler werden mit der Pleite einkommens- und arbeitslos. Die proletarischen Lohnarbeiter des Kapitals hingegen können auch ohne Pleite des Arbeitgebers arbeitslos werden und sind – insofern im Gemeinwesen entsprechende Fürsorge besteht – mit arbeitslosem Einkommen zu versorgen. Sie sind dann der lebende Widerspruch des arbeitslosen Arbeiters, der die Formel Arbeiter minus Arbeit gleich Arbeitskraft erfüllt. Diese Art Arbeitskraft ist nicht mehr wie beim Mittelständler oder auch beim Unternehmer in substantieller Einheit mit den Bedingungen und Mitteln ihrer Verausgabung vorhanden, auch nicht mehr in einer vertraglichen Symbiose mit fremden Produktionsmitteln wie der proletarische Arbeiter, der in Lohn und Brot steht, sondern ist Arbeitskraft an und für sich. Ihr historisches Wesen ist postkapitalistisch und nachproletarisch zugleich.

Die nackte, entproletarisierte Arbeitskraft, emanzipiert aus dem Verhältnis der Ausbeutung, ist die Elementarform des sozialistischen Gemeinwesens, nicht im Sinne der antikapitalistischen Konterrevolution Lenins, der die asiatische Produktionsweise auf großindustrieller Basis wiedererrichtet hatte, sondern im Sinne des regierenden Faktors (qua Nichtproduktionsfaktors) unter der nicht mehr sozialdemokratisch-gewerkschaftlich einzufangenden Bedingung der arbeitslosen Produktion, unter der die vollautomatische Fabrik zur Regel in der Güterherstellung wie in der Zirkulation geworden ist. Die organische Zusammensetzung des Kapitals geht gegen eins, es wird hauptsächlich Sachkapital und nur noch wenig Humankapital benötigt. Die Mehrheitsklasse in der bürgerlichen Gesellschaft des Deutschen Volkes bilden heute schon die arbeitslosen Arbeitskräfte. Sie sind die Entsprechung zur arbeitslosen Produktion und Zirkulation in den automatischen Fabriken und Verkaufshallen. Produktionsmittellose Arbeit ist die vorläufige Beschäftigung der aus der arbeitslosen Produktion freigesetzten Arbeitskraft. Ihre erste allgemeine Forderung als neue, zur Macht drängende Mehrheitsklasse geht auf ein Grundeinkommen als Naturalsteuer auf das Gesamtprodukt der Vollautomation im Reiche der Notwendigkeit. Ihre zweite allgemeine Forderung wird lauten: Recht auf Arbeit im Reiche der Freiheit, denn auch die Arbeitslosigkeit der nachproletarischen Arbeitskraft führt auf Dauer zur Affenwerdung des Menschen.

Am Ende der kapitalistischen Epoche wird die Automation in den Produktionsprozessen herrschend und bewirkt Wertrevolutionen nach unten. Güterinnovationen erübrigen ganze Prozeßzweige. Der Versuch, den Weltmarkt der Nationalökonomien zu einem globalen Einheitsmarkt (Globalisierung) unter Freihandelsdiktat zu vereinheitlichen, wird bald als Irrweg, der allein den jeweiligen Marktführern nützt, erkannt und von kurzer Dauer sein. Die verzögernden Momente im fortschreitenden Prozeß der Automation sind stagnierende oder gar sinkende Löhne; die gleiche, den industriellen Fortschritt hemmende Wirkung hat die Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer. Beide Maßnahmen sind aber nur kurze Zeit in der Lage, mit automatischen Produktionsprozessen, deren Wertbildung gegen Null tendiert, zu konkurrieren. Im geordneten Weltmarkt nationaler Ökonomien mit je eigenem Durchschnitt von Produktivität und Intensität der nationalen Arbeit gilt im Außenhandel das Gesetz, daß die produktivere Arbeit gegen intensivere Arbeit getauscht und also Wertgrößen (folglich Arbeitszeiten) in die produktivere Nationalökonomie übertragen werden. Im globalen Einheitsmarkt findet dieselbe Übertragung von Arbeitszeit statt, geht aber unmittelbar in die Bestimmung der Durchschnittsproduktivität des Globalwertes einer Ware ein, ohne vorher ihren Nationalwert gebildet zu haben. Der Globalmarkt ist nur ein Fluchtversuch des nach profitabler Anlage gierenden Kapitals vor dem von Nationen überwachten Weltmarkt in die Primitivität des Einheitsmarktes, der bald scheitert. Langfristig läuft die Entwicklung auf eine technische und soziale Miniaturisierung der Produktion hinaus, so daß sie nahe den Verbrauchern und unter ihrem Gemeinschaftswillen ein zwar notwendiges, aber auch selbstverständliches Dasein fristet, dem keine erhöhte Aufmerksamkeit zuteil wird.

Nicht nur die Sättigung von Warenmärkten, sondern auch die Rationalisierung der menschlichen Lebensweise, läßt Konsumgüterindustrien schrumpfen oder absterben. Die Verkürzung der konsumtiven Arbeitszeiten durch Automation von Konsumgerätschaften bewirkt einen fortwährenden Tauschwertverfall der Arbeitskraft bei stetiger Zunahme ihres Gebrauchswertes. Es schrumpfen sowohl die Wertgrößen der in die Herstellung der Volksarbeitskraft als Produktionsmittel eingehenden Konsumtionsmittel als auch die Wertbildung in der pädagogischen, arbeitskraftproduzierenden Arbeit selber, die mit dem menschlichen Leben in eins fällt. Die Betriebspolitik der Arbeitskräfte in ihrer Eigenherstellung muß aus Eigeninteresse stets gegen die von der konsumistischen Reklame angestachelte Betriebskostenausweitung gerichtet sein. Die Arbeitskrafterzeuger sind als proletarische Lohnarbeiter einfache Warenproduzenten, als nachproletarische Eigenproduzenten aber Güterhersteller, die für Eigen- und Gemeinschaftsbedarf produzieren, nicht aber für die kapitalistische Gesellschaft. Der Wert der Arbeitskraft erschöpft sich nicht, anders als Marx nahelegte, in den Kosten ihrer Konsumtionsmittel, deren Umfang sowohl natürlich als auch historisch und moralisch bestimmt ist. Als Warenproduzent ist der proletarische Arbeitskrafthersteller durchaus der Mehrarbeit und des Mehrprodukts fähig, dessen Mehrwert er unter günstigen Umständen im Mietpreis seiner Arbeitskraft realisieren kann.

Rationalisierung der menschlichen Lebensprozesse und damit Wertrevolution in der arbeitskraftproduzierenden Abteilung der gesellschaftlichen Gesamtnutzung ist nicht nur eine ökonomische Tätigkeit, sondern eine der praktischen Philosophie. Sie ist Vernunfttätigkeit, denn Vernunft ist das bewußt gewordene Selbstbewußtsein. Zuwachs der Volksarbeitskraft ist der letztendliche Nutzen im Gemeinwesen, der den technischen Verstand zur pädagogischen Vernunft bringt und das kapitalistische Selbstbewußtsein des eindimensionalen Geldes in den vielen Dimensionen des endlichen Geistes, der obersten Instanz der menschlichen Arbeitskraft, bricht.

Im Ausgang des kapitalistischen Zeitalters fällt den Ideologen des Kapitals nichts Neues mehr ein. Thomas Straubhaar, Chef des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, äußert in einem Interview, in dem er die Notwendigkeit des arbeitslosen Grundeinkommens zu begründen versucht, die folgende Begriff- und Gedankenlosigkeit: „Früher haben Arbeit und Kapital den Mehrwert erwirtschaftet. Heute sind es Maschinen, die durch Automation dafür sorgen, daß es vorangeht. Eigentlich prima. Aber unsere offenbar einzige Sorge ist: Wie können die Menschen wieder sinnvoll am Produktionsprozeß teilnehmen?“ – Der Wert wie der Mehrwert sind natürlich nicht das Resultat von Kapital und auch nicht von Arbeit überhaupt, sondern ausschließlich von gesellschaftlich notwendiger Zeit konkreter Arbeit, somit von abstrakter Arbeit. Maschinen, wenn ihre Anwendung allgemein geworden ist, schaffen überhaupt keinen (Tausch-)Wert, wohl aber Gebrauchswert, denn Maschinen (und erst recht Automaten) sind keine Arbeit und auch keine Arbeitsmittel, sondern Arbeitsersatzmittel, also zur Gänze Sachkapital und nicht Humankapital. Die Naturalform des Humankapitals ist zunächst die des Geldes, das sich mit dem sog. Arbeitsvertrag (einem Mietvertrag mit dem Arbeitskraft-Eigner) in die Naturalform der Arbeitskraft verwandelt, aus der, wenn sie verausgabt und somit zu Arbeit wird, ausschließlich der Wert und der Mehrwert entspringt.

Für ein Drittel der erwerbsfähigen Bevölkerung, meint Straubhaar, gebe es heute schon keine Möglichkeit mehr, in den kapitalistischen Produktionsprozeß eingegliedert zu werden. Für dieses Drittel fordert Staubhaar das arbeitslose Grundeinkommen, und zwar zu folgendem einzigen Zweck: „Es dient dazu, daß der Gutverdienende und Kapitalist in Ruhe seine Arbeit machen kann.“ Bei der FDP heißt das Bürgergeld. Es dient der Aneignung von Billigarbeitskraft durch „Gutverdienende und Kapitalisten“, es ist ein neues Dienstmädchen- und Kammerdiener-Privileg der Reichen. Gleichwohl ist es der erste Schritt zur Marginalisierung der „Gutverdienenden und Kapitalisten“, zur Herabsetzung des kapitalistischen Systems zum sozialen Subsystem. Zugleich zeigt es in einer geschichtlichen Lage, in der die Mehrheit unseres Volkes nicht mehr zur proletarischen Klasse gehört, die Proletarisierung und Subproletarisierung der Kapitalisten selber an. Die Liberalen fordern ein Bürgergeld oder arbeitsloses Grundeinkommen, auch als Negativsteuer konzipiert, um ihren Kapitalistenstatus mit subventionierten Lohnarbeitern zu erhalten, die dann von ihnen noch ausgebeutet werden können, aber für deren Lebensunterhalt, den vollen Preis der Arbeitskraft, der Ausbeuter nicht mehr zur Gänze aufkommen muß. Geht der Kapitalist dann selber pleite und wird akut einkommenslos, und hat er sich zudem rechtzeitig arm gerechnet und sein Vermögen anderen Bedarfsgemeinschaften seiner Sippe oder Strohmännern zugeordnet, bezieht der gescheiterte Kapitalist selber Stütze oder Negativsteuer, die arbeitslose Einkommensart des Subproletariats. Auf diese und andere Weise ist das berüchtigte Hartz IV zur Sprengbombe gegen die BRD-Finanzen geworden.

Im 20. Jahrhundert hat man den Leuten noch erzählt, die Dienstleistungen seien der Ausweg aus der kapitalistischen Beschäftigungskrise, nachdem erst die Landwirtschaft und dann die Industrie durch Automation neun Zehntel ihrer Beschäftigten freigesetzt hätten. Die technische Entwicklung geht vom Arbeitsmittel (Werkzeug) über das Arbeitsersatzmittel (Maschine) zum arbeitslosen Verbund eines Satzes von Arbeitsersatzmitteln, also dem Arbeitsersatzmittelsatz (Automation), und zum Arbeiterersatz (Roboter). Mit letzterem Produktionsmittel lassen sich auch die Dienste an der Person von Arbeitskräften befreien und durch Arbeiterersatz erledigen. Die soziale Entwicklung geht aus vom Bauern, Handwerker und Ritter, der jeweils der Hauptarbeiter in anbauender, herstellender und kämpfender Tätigkeit ist, führt weiter zum Agrarier, Kapitalisten und Offizier, der nicht mehr anbaut, herstellt und kämpft, sondern nur noch den Landarbeitern, Industriearbeitern und Soldaten befiehlt und endet heute beim Disponenten von Maschinerien aller Art, beim Besteller des Gestelles, der nur noch als Organisator des Reiches der Notwendigkeit von Belang und kaum noch als soziale Tatsache von Interesse ist.

Zum anstehenden Ende des Kapitalismus ist entscheidend die richtige Lehre von den zwei Reichen. Zwar beginnt das nachkapitalistische Produktionsverhältnis mit dem arbeitslosen Grundeinkommen der entproletarisierten Arbeitskräfte, aber diese Leistung ist allein eine des Reiches der Notwendigkeit, also der materiellen Produktion. Die zwei Reiche bedürfen des rechten Zusammenspiels. Das Reich der Notwendigkeit muß weiterentwickelt werden und stets gut organisiert sein, wird aber, nicht zuletzt dank der Marktmechanismen, weiterhin schrumpfen. In diesem Reich kommt es zu einem Wettkampf der Systeme zwischen eigenwirtschaftlicher und marktwirtschaftlicher Versorgung des Volkes mit allem Nötigen. Der Staatsarbeitsdienst, die Eigenwirtschaftsorganisation des Gesamtvolkes, wird aber, ebenso wie die auf kleinere Gemeinschaften basierten Eigenwirtschaften, nicht nur im Reiche der Notwendigkeit, sondern auch in dem der Freiheit tätig sein, ähnlich der Marktwirtschaft, die mit ihrem Luxusgütersektor im Reich der Freiheit agiert.

Kunst und Religion, Wissenschaft und Philosophie, theoretisches Leben und Bildung um ihrer selbst willen sind die Ureinwohner des Reiches der Freiheit. Das aber stand in der Vergangenheit nur einer Minderheit im Volke offen. Neu ist an der sich immer deutlicher herausbildenden Lage die allgemeine Voraussetzung der arbeitslosen Produktion und der arbeitslosen Einkommen; dadurch ist für eine absolute Mehrheit des Deutschen Volkes die Bedingung gegeben, die für eine Teilnahme am Reich der Freiheit unerläßlich. Natürlich ruft die derzeitige Problemlage nach Neuordnung der verschiedenen Arten arbeitslosen Einkommens: Abdeckelung der arbeitslosen Kapital- und Aufsockelung der arbeitslosen Sozialeinkommen. Die entscheidende Hürde ist aber der subjektive Faktor. Individuen, die aus der einsamen Masse kommen, gehen nur schwer von sich aus in das Reich der Freiheit. Daher wird – nach der ideologischen, politischen und ökonomischen Entmachtung des Kapitals – die Organisation des Reiches der Freiheit zur Hauptaufgabe.

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Kapitalismus und Sozialdemokratie

Hätte vor 60 Jahren die vereinigte Konterrevolution aus ka­pi­ta­lis­ti­schen und kom­mu­nis­ti­schen Mäch­ten nicht über die deutsche an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Re­vo­lu­ti­on von 1933 (nach ei­nem ge­wal­ti­gen, zwölf­jäh­ri­gen Rin­gen) gesiegt, wäre es jetzt nicht nötig, dem deutschen Publikum den Zusammen­hang von Kapitalismus und Sozial­demokratie zu erklären. Denn die Sozial­demokratie, die im Dritten Reich ebenso aufgelöst war wie die anderen Parteien des kapitalistischen Verteilungsschemas, insbesondere Liberaldemokratie und Konservativdemokratie, wurde im westlichen Beritt der vereinigten Konterrevolution von den historisch Toten wiederauferweckt. Die Sozialdemokratie ist wie Liberalismus und Konservativismus unverzichtbarer Teil des Klassenkampfschemas der zur Klassengesellschaft kapitalistisch entarteten bürgerlichen Gesellschaft, die an sich nur der besondere Stand einer jeden gut in Stand gehaltenen staatlichen Gemeinschaft.

Der Mensch kommt mit Lebensgeschrei zur Welt und verschwindet aus ihr mit Todesgestöhn; die Sozialdemokratie hingegen beginnt und endet ihr historisches Dasein mit ein und derselben systemimmanenten Kapitalis­muskritik. Wer gegen das „raffende“ Kapital, ist immer noch für das „schaffende“, wer gegen die jüdischen Kapitalnomaden, gegen „abgrasende“ Heuschreckenschwärme und Überfälle der globalen Finanzindustrie wettert, ist immer noch versöhnt mit dem deutsch-bodenständigen Kapital, das bieder-nachhaltig deutsche Arbeitskräfte regulär ausbeutet. Gewerkschaften und Sozialdemokratie sind nicht gegen die kapitalistische Ausbeutung, denn ihr Geschäft im System ist die wirtschaftliche und politische Vertretung der Ausgebeuteten im Kapitalismus, der ihre Existenzbedingung und Geschäftsgrundlage bleibt. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sind vergemeinschaftet im Verblendungszusammenhang der kapitalistischen Marktwirtschaft; sie setzen diese mit Wirtschaft überhaupt gleich. Je konsequenter diese Verblendung verwirklicht werden soll, desto rascher greift die Verelendung um sich, – bis hin zum Endstadium, der absoluten Verelendung in der demographischen Katastrophe.

Die wachsende wirtschaftliche Inkompetenz des kapitalistischen Systems erscheint schlagend im Wunsch nach Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt als jährliche Wertsumme des realisierten Warenkapitals, also die Preissumme verkaufter Waren und Dienstleistungen, sind die bloßen Marktkosten, die in die eigentliche Produktion einer Nationalökonomie, die Herstellung der Volksarbeitskraft der Gesamtnation, eingehen. Entscheidend für die Qualität der Volksarbeitskraft ist jedoch die eigenwirtschaftliche Arbeit der Familien und überhaupt rangiert die Eigenwirtschaft vor der randständigen Marktwirtschaft. Marktwirtschaftliches Wachstum ist Kostensteigerung in der pädagogischen Produktion, der Herstellung der nationalen Gesamtarbeitskraft oder Reproduktion des Lebens des Volkes. Marktwirtschaftliches Wachstum bei gegebener (oder, wie gegenwärtig, sich gar verschlechternder) Volksbeschaffenheit ist eine Schädigung am Leben des Volkes. Unschädliches Wachstum ist Vergrößerung der Volksarbeitskraft bei gegebener Qualifikation oder Qualifikationsvermehrung bei gegebener Größe der Volksarbeitskraft. Vergrößerung oder Verbesserung der nationalen Gesamtarbeitskraft ist Selbst- und Endzweck alles menschlichen Wirtschaftens; und die beständige Absenkung des markt- und kapitalwirtschaftlichen Anteils zugunsten des eigenwirtschaftlichen verringert den Grad der Entfremdung, der in einer Nationalökonomie herrscht.

Dem Aufstieg des Kapitalismus folgte jener der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften, im Niedergang gehen sie dem Kapitalismus voraus. Import von Fremdarbeitskraft, Export von Arbeitskraftnachfrage und vor allem die Automatisierung der noch im Inland verbleibenden Produktion hat das Proletariat zur Minderheit im Deutschen Volke gemacht; das Subproletariat ist, wie vom Dutschkismus schon vor vierzig Jahren angekündigt, zur Mehrheitsklasse innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft geworden. Die Voraussetzungen für den zweiten Anlauf der nationalen Revolution gegen das kapitalistische Globalsystem, dessen weltführender Volksgeist der jüdische ist, sind allem Anscheine nach herangereift.

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Rassen- und Klassenkampf im Sommerloch

  1. Das Sommerloch 2004 wird zum Schwarzen Loch, in dem alle hergebrachten ideologischen Materien des demokratisch-kapitalistischen Westblocks auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Des Westblocks judäo-ameri­kanischer Leithammel zeigt im besetzten Irak sich einmal mehr als der perverse Folterer, der er von Beginn an war. Also im Westen nichts Neues.
  2. Im Osten setzte der russische Präsident einen der als Oligarchen bezeichneten jüdischen Raubkapitalisten nicht nur auf eine gewöhnliche Anklagebank, sondern auf eine Bank im Gitterkäfig, womit Putin das Wort vom Raubtierkapitalismus, der selbstverständlich in den Käfig gehört, schlagend veranschaulichte. Also im Osten sehr wohl etwas Neues. Hier geht nicht nur die Sonne der Zukunft auf, hier zeigt sich auch die Einheit von Rassen- und Klassenkampf und das Ziel beider: Die Macht im Staate.
  3. Im Süden nimmt der Rassenkampf kontinentale Ausmaße an. In vielen Staaten Afrikas ist die schwarze Rasse in der Offensive gegen die weiße Rasse. Nur im Sudan vertreiben die Araber, also Angehörige der semitischen Rasse, die in die Westprovinz eingesickerten Neger. Jene Neger, die das Humanisten-Schiff „Cap Anamur“ im Mittelmeer auffischte, behaupteten prompt, arme Flüchtlinge aus dem Sudan zu sein, waren aber Teil der schwarzafrikanischen Offensive gegen Europa. Die italienischen Behörden legten das Humanisten-Schiff zwecks Verschrottung an die Kette, sperrten die deutschen Gutmenschen-Kapitäne ins Gefängnis und expedierten die Neger wieder nach Afrika – vor fünf Jahren alles noch undenkbar! Damit nicht genug, forderte Otto Schily zusammen mit Bayern europäische Asylbewerberlager in Afrika, dessen Rekolonialisierung sich schon länger ankündigt.
  4. In der Mitte Europas okkupieren Neger und andere Fremdrassige bereits jene Billig-Jobs, in die nach „Hartz IV“ ab 2005 die deutschen Stellungslosen, die ein Jahr lang keine Anstellung gefunden haben, hineingezwungen werden sollen. Dieser Zwang greift aber nur dann, wenn der deutsche Arbeitsmarkt entausländert, von fremdrassischen Arbeitskräften entlastet wird. Damit aber würde das Arbeitskräfteangebot wieder knapp, teuer und ausschließlich deutsch, oder zumindest weißrassisch. Noch aber läuft, mit der Rückkehr zu 40 und mehr Wochenarbeitsstunden, die sprunghafte Entwertung der deutschen Arbeitskraft auf das Niveau der fremdrassischen Drittwelt. Rassen- und Klassenkämpfe sind unterscheidbar, aber nicht trennbar. Der soziale, der nationale und der kontinentale Befreiungskampf bilden eine Einheit.
  5. Das Deutsche Kolleg sieht in allen diesen Bemühungen des BRD-Regimes zur Bewältigung seiner Daseinskrise den hilflosen und zum Scheitern verurteilten Vorgriff auf die Sozial- und Arbeitspolitik des Vierten Reiches.
  6. Alle Reichszerteilungsregime sind noch Drittes Reich, allerdings dessen Wachkoma. Denn: In ihm ist Adolf Hitler so unentbehrlich wie in der Phase der Handlungsfähigkeit von 1933-45: damals als Gesandter der göttlichen Vorsehung, heute als der Leibhaftige. Im Wachkoma seit 1945 kann von den Reichszerteilungsregimen nur das genaue Gegenteil dessen getan werden, was Hitler in vergleichbarer Lage tat. Der bewußte Übergang in das Vierte Reich als Ausgang aus dem Dritten Reich und Befreiung von seiner Antinomie von Vergötterung und Verteufelung Adolf Hitlers ist also Voraussetzung zur Wiedergewinnung der Handlungsfähigkeit des Deutschen Volkes, mit der es seine Existenzkrise meistern und die kapitalistische Fremdherrschaft abschütteln wird.
  7. Ein Sozial- und Wirtschaftssystem, das keine 2,2 Millionen längerfristig Stellungslosen aus- und unterhalten kann, schafft das mit 22 Millionen Rentnern auf Dauer erst recht nicht. Auch das Vierte Reich wird sich solch gigantische Produktivkraftvernichtung nicht leisten wollen. Das Vierte Reich kann das Recht auf Berufsausbildung und das Recht auf Arbeit im eigenen Beruf für alle deutschen Arbeitskräfte garantieren, weil es die reelle deutsche Volkswirtschaft mit dem Primat der Eigenwirtschaft vor der Markt­wirtschaft wiederhergestellt haben wird. Deswegen sind auch jugend- oder altersschwache Arbeitskräfte, die am Arbeitsmarkt nicht konkurrieren können, im Staats­­arbeitsdienst, dem national organisierten Teil der Eigenwirtschaft, einsetzbar. Die jetzigen Regime auf Reichsboden werden die Möglichkeiten, kommunale Arbeitsdienste zu organisieren, die nach dem bisherigen Sozialhilferecht auch schon bestanden, sowenig nutzen können wie bisher, weil der historische Wille, sich vom Dritten Reich durch Errichtung des Vierten Reiches zu emanzipieren, noch fehlt. Aber die Grundidee, daß Sozialgeld nur Arbeitsunfähige bekommen und alle Arbeitsfähigen für das Gemeinwesen in der Eigenwirtschaft tätig werden und nur im Bedürftigkeitsfalle Stütze gezahlt wird, ist natürlich richtig.

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