Das Verbrechen der Integration

  1. In der Flüchtlingslüge kommen Deutschen-Haß, Anti-Ger­manismus und eben auch das ganz besondere Ver­brechen der Integration zusammen.
  2. Das Ver­fahren der Integration art­fremder Menschen in Mittel­europa dient nicht nur der Ver­nichtung des Deutschen Volkes, sondern der Aus­löschung des völkisch-homogenen Souveränitäts­prinzips über­haupt.
  3. Die seit dem Sommer 2015 nach Mittel­europa ein­strömenden Zivil­­invasoren verstärken, wohl­organisiert und gut ausgerüstet wie sie sind, die hier seit Jahr­zehnten aufgebaute Zivil­okku­pation in aggressiv-dramatischer Weise.
  4. Die fremdrassische Zivilinvasion verleiht der artgleichen Zivilokkupation eine millionenstarke Überwältigungskraft gegen das wehrkraftzersetzte Deutsche Volk, das dadurch aber auch sich seines alten Tatenruhms erinnert, die fundamentalen Waffen der Kritik schon einsetzt und auf die Kritik der Waffen sich vorbereitet.
  5. Jede Art von Fehde und Krieg bezweckt Schadenstrachtung. Der zugefügte Schaden soll den Geschädigten zur Unterwerfung unter den Willen des Schädigers und zur Erfüllung seiner Forderungen zwingen. Die finanziellen und politischen Zugeständnisse der BRD an die Türkei sind erstes Resultat der Zivilinvasion.
  6. Ein Volk kann man durch eine siegreiche Invasion nicht umvolken, man kann es nur entvolken, also zu einer bloßen Bevölkerung hin vernichten. Die Methode, dies solches bewirkt, wird als Integration der Fremden hoch gerühmt. Daher ist Integration die böseste Art des Mordens am Deutschen Volke, weil sie im Deutschen Volk vollzogen wird. Es handelt sich um das Integrationsverbrechen.
  7. Ein Rassenkrieg in Europa ist trotzdem nicht unausweichlich. Es sieht eher nach einem Bruderkrieg gegen jene Horde aus, die in allen europäischen Völkern den Vatermord begangen hat.
  8. Der politische Mutti-Mord wird nur den Auftakt des unausweichlichen Bruderkrieges bilden. Kain schlug Abel tot. Dies wird sich immer wiederholen, denn der Ackerbauer muß den blutopfernden Nomaden stets aufs Neue von seinem Boden vertreiben.

* * *




Zwei Katastrophen des Westblocks

Im Jahre 2008, vierzig Jahre nach 1968, hat der von Amerika geführte West­block zwei Ka­tas­trophen erlebt, von denen er sich hoffent­lich nicht wieder erholen wird. Zumindest dürfen alle National­re­vo­lu­tionäre und anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Sozial­re­vo­lutionäre nach vierzig­jähriger Wüsten­wanderung wieder Hoffnung schöpfen, daß der West­block dem Ost­block auf den Müll­haufen der Geschichte bald nachfolgen werde. Ist doch der West­block im Jahre 08 aufs mili­tärische Haupt geschlagen und ins finanzielle Herz gestoßen worden.

Die erste Ka­tastrophe für den West­block war der russische Sieg im Georgien­krieg. Am zweiten Kampf­tag hatte Rußland diesen Krieg durch Er­oberung des Schlacht­feldes für sich entschieden und drei weitere Tage lang zerstörte die russische Wehr­macht die von der Nato (als „konkrete Bei­tritts­perspektive“) bereits auf­gebauten militärischen Anlagen in Rest­georgien. Nach fünf Tagen erklärte Rußland den Krieg für beendet. – Der klas­sische Staaten­krieg als Fort­setzung der Politik mit anderen Mitteln, als Erzwingung eines zu Gunsten des Siegers modifizierten Friedens, hatte eine glanzvolle Rückkehr auf die Bühne der Weltpolitik erlebt. Das ganze Ge­rede des West­blocks über das Ende der National­staaten, der nationalen Kriege und der nationalen Ökonomien ist als hohles Wunsch­denken bloßge­stellt. Der asymmetrische Krieg zwischen kleinem und großem Terror, den es an­geb­lich künftig nur noch geben sollte, hat bis heute nichts ent­schieden, wohl aber hat die klas­sische deutsche Blitz­kriegs­strategie, die Rußland gegen den Nato-Kandidaten Georgien so erfolgreich an­wandte, eine de­fi­ni­tive rote Linie gegen die USA und ihr Aggressions­bünd­nis Nato ge­zogen.

Auf den heißen August folgte ein kalter Sep­tember. Die Glo­bal­wirt­schafts­kri­se begann ganz klassisch in Neu­jork und öffnete ihren kapital­verschlingenden Schlund wie 1929 mit auf­se­hen­er­re­gen­den Ban­ken­zu­sam­men­brü­chen. US-Banken werden kurzer­hand ver­staat­licht. Ein durch neue Staats­­ver­schul­dung auf­zu­brin­gen­der Ret­tungs­fond von 700 Milliarden Dollar (die aber längst nicht ausreichen werden) soll zur Stabilisierung des Finanz­marktes Schrott­papiere aufkaufen. Der amerikanische Finanz­minister, vormals Chef von Goldmann-Sachs, einer sog. Investmentbank, soll über­parlamentarische und übergerichtliche diktatorische Voll­machten in der Ver­aus­gabung des Rettungs­fonds erhalten. Der Kapitalismus hat zum Faschismus geführt, zur offenen Diktatur des Finanzkapitals.

Die amerikanische Nieder­lage in Georgien, also auch der Strategie des indirekten Krieges gegenüber der von Rußland angewandten klassisch-europäischen Blitz­kriegs­strategie mit schneller friedens­stiftender Ent­scheidung, läutete das Ende des ju­däo-ame­ri­ka­ni­schen Im­periums zuerst auf militärischem Gebiet ein, um un­mittelbar danach mit der Kernschmelze des US-Finanz­systems den Beginn des Nieder­ganges der USA auch auf wirtschaftlichem Gebiet anzuzeigen. Das hat nun selbst der treueste US-Vasall bemerkt. Der BRD-Finanz­minister verkündete am 25. September dieses wunderbaren Jahres im Parlament: “Die USA werden ihren Status als Super­macht des Welt­finanz­systems verlieren.”




Soll die RAF die BRD-Terroristen begnadigen?

I

Aller Krieg ist Schrecken, auch der Krieg der Gedanken. Der gedankliche Krieg kann ignoriert werden, der physische Krieg nicht. Der Schrecken ist das vernichtende Hereinbrechen der Wahrheit in die menschliche Existenz und erscheint als Tat und Tatsache erst dann, nachdem er als Gedanke andauernd ignoriert wurde. Es gibt den kleinen Schrecken, den größeren Schrecken und den größten Schrecken; dieser ist der wahre Terror . Es ist immer die Gewalt, die terrorisiert, die den Schrecken verbreitet. Den größten Schrecken verbreitet der Inhaber des Monopols der Gewalt, der den Mechanismus des Staates steuert: er ist der absolute Terrorist, er verbreitet den Schrecken, der von vornherein als überwältigend erfahren und daher zumeist als unbedingter Zwang hingenommen wird.

Wer in öffentlicher Absicht dieses Gewaltmonopol bricht und einen kleinen Schrecken gegen den größten verbreitet, ist ein gewöhnlicher Terrorist, also ein relativer. Hat der Staat als absoluter Terrorist die relativen Terroristen niedergekämpft und die Überlebenden langjährig eingekerkert, kann er sich dann eines Tages, zwecks Krönung seines Sieges, die Frage stellen, ob er denn gegenüber dem Rest seiner geschlagenen Feinde Gnade walten lassen und dadurch Souveränität zeigen wolle. So kam es zu der ziemlich unwichtigen Frage, ob die BRD die RAF-Terroristen begnadigen soll.

Gnade steht über dem Recht . Sie steht auch über der Gewalt und der Macht . Das gilt sogar für die reichszerteilenden Unrechtsregimes in Österreich und im Altreich, die im Dienste der Fremdherrschaft das Deutsche Volk niederhalten und schrittweise zerstören. Wenn Gnade walten soll, muß zuvor der Gnädige denjenigen, demgegenüber er Gnade erweisen will, auf irgendeine Art, sei es durch militärische oder strafgesetzliche Verfolgung, in seine Gewalt gebracht haben. Da die Rote Armee-Fraktion (RAF) die BRD-Terroristen nicht in ihre Gewalt zu bringen vermocht hatte, sondern geschlagen wurde und am 20. April (!) 1998 ihre Auflösung bekanntgab, kam sie erst gar nicht in die Lage, die BRD-Terroristen begnadigen zu können, auch wenn sie es hätte sollen.

II

Die alte RAF erlebte ihren Höhepunkt im Herbst 1977 und war, ganz im Gegensatz zum SDS der 68er Bewegung, der im Herbst 1967 kulminierte, eine ausgesprochen westdeutsche Erscheinung. Der SDS war in seiner Offensivphase mitteldeutsch geführt gewesen und wurde nach dem Attentat auf Dutschke im April 68 von westdeutschen Funktionären im Handstreich aufgelöst, so daß mit der Radikalisierung der Kerntruppe nach dem Ende der Studentenbewegung zwei Nachfolgeorganisationen anstanden: ein Theorie-SDS und ein Waffen-SDS. Der Stratege der nachmaligen ersten Generation der RAF fuhr Anfang 1970 zu Rudi Dutschke nach London, um dessen politische Zustimmung zur Eröffnung des bewaffneten Kampfes einzuholen. Dutschke war zwar für die Aufstellung bewaffneter Gruppen des nationalrevolutionären Lagers, aber gegen den Beginn des bewaffneten Kampfes in Mitteleuropa und verweigerte also seine Zustimmung zum kleinen Terror. Daß der Stratege nicht auf den angeschossenen Führer der abgelaufenen Studentenbewegung hörte, besiegelte von Anfang an das Scheitern der alten RAF und kostete viele Menschen das Leben.

Die Entstehungsgeschichte der alten RAF ist nur zu verstehen, wenn man den Symmetriebruch zwischen den Nachfolgeorganisationen des SDS beachtet. Während in den Formationen des Theorie-SDS die Denkungsart der mitteldeutschen Revolutionäre und damit die gesamtdeutsche Perspektive bestimmend blieb, verengte sich die Sicht im Waffen-SDS, der dann bald als RAF bekanntgeworden ist, auf westdeutsche Erfahrungen. Bestimmt wurde diese Sichtweise von der Nazi-Kinder-Fraktion aus den gehobenen Kreisen der BRD, die an wichtigen Einflußstellen in Wirtschaft und Politik mit der westlichen Besatzungsmacht kollaborierten. Die RAF war der bewaffnete Aufstand der Kinder der westdeutschen Kollaborateure gegen ihre Väter. Diese Kinder wurden geschüttelt vom Ekel vor der nationalen Ehrlosigkeit ihrer Väter, von der Abscheu vor der kapitalistischen Restauration, vom Entsetzen vor der moralischen Blindheit, die mit geheuchelter Einsicht in nationalsozialistische Verbrechen sich zu willfährigen Komplizen viel größerer, amerikanischer Verbrecher herabwürdigte, anstatt, wie es die vietnamesischen Kommunisten vormachten, den nationalen Befreiungs- und Wiedervereinigungskrieg gegen Amerika zu führen. Zur tragischen Symbolfigur dieser ganzen Gefühlslage wurde der sehr bedauernswerte Hans-Martin Schleyer, ein zum westdeutschen Arbeitgeberpräsidenten herabgekommener führender SS-Mann.

Die allein mögliche Schlußfolgerung aus dieser speziell westdeutschen Entstehungsgeschichte der alten RAF in der alten BRD ist also diese: Die Rote Armee-Fraktion war der einzige nationalrevolutionäre Befreiungsversuch von Westdeutschen in der ganzen bisherigen Nachkriegsgeschichte, der auch der speziell westdeutschen Geisteslage entsprang. Die Mitteldeutschen dagegen haben eine viel längere Liste von Aufstandsversuchen gegen die Fremdherrschaft vorzuweisen:
– den 17. Juni 1953,
– die Massenfluchtbewegung, die zur Systembankrotterklärung des Mauerbaues am 13. August 1961 führte,
– die 68er Bewegung in Westberlin und Westdeutschland, die die Konzeption einer Neuen Linken (NL) mit sich brachte, die gleichermaßen antikapitalistisch wie antikommunistisch und ebenso scharf antiproletarisch ausgelegt war und der dutschkistischen (von der vollautomatischen Produktion und entsprechender Massenarbeitslosigkeit ausgehenden) Strategie folgte,
– die 89er Abschüttelung der russischen Fremdherrschaft.

Die Erfolge der mitteldeutschen Altreicher wurden nur von denen der bergdeutschen Österreicher übertroffen, die bereits 1955 von allen vier offiziellen Besatzungsmächten sich befreien konnten. Nicht zuletzt lag das auch daran, daß die österreichischen Politiker nicht in dem Ausmaße und mit der Schamlosigkeit unerlaubte politische Kollaboration mit den Besatzungsmächten getrieben haben wie die altreichischen Politiker in West- und Mitteldeutschland.

III

Die RAF als der einzige Punkt geschichtlicher Ehrenhaftigkeit im ganzen bisherigen Bestehen der BRD ist unter allen deutschen Befreiungsbewegungen dadurch berühmt geworden, daß sie sich des bewaffneten Kampfes bediente, während die anderen Bewegungen politischer, ökonomischer, sozialer und ideologischer Natur waren. Die alte RAF hat hochrangige Landesverräter und Kollaborateure liquidiert und auch Besatzungssoldaten direkt angegriffen; darin folgte sie dem völkerrechtlich legitimen Verfahren des bewaffneten Kampfes einer jeden nationalen Befreiungsfront. Die RAF war hoch elitär, die anderen Bewegungen gingen von breiteren Schichten aus. Die RAF hatte auch einen massenfeindlichen Zug, sie wollte ihre Bomben in das rückständige Bewußtsein des Volkes werfen.

Anfang der 90er Jahre versuchten interessierte Geheimdienstkreise in der angeschlossenen Ex-DDR eine Braune Armee-Fraktion (BAF) herbeizureden, um mit dieser Inszenierung des Kampfes gegen einen Rechtsterrorismus auch der Neuen Deutschen Nationalbewegung (NDNB) das Rückgrat zu brechen. Aber so dumm, darauf hereinzufallen, waren weder die Nationalsozialisten noch die Nationalliberalen, Nationalkonservativen oder Nationalmarxisten. Da es also gottlob nach der RAF mit keiner BAF weiterging, blieb den Deutschen bislang ein Bruderkrieg erspart.

IV

Die Neue Deutsche Nationalbewegung von heute hat eine andere Verlaufsform als die Neue Linke von einst. Diese breitete sich schnell aber oberflächlich aus, jene wächst langsam und radikalisiert sich gründlich. Wie die NL damals sofort nationalrevolutionär, antikapitalistisch, antizionistisch und amerikafeindlich war, so wurde es die NDNB ganz allmählich. Die große Koalition der 60er Jahre wirkte jugendfrisch im Vergleich zur großen Koalition von heute. Daß tatsächlich das kapitalistische Globalsystem Rassenkämpfe herbeiführen würde, um von seinem Klassenkampf abzulenken und gewissermaßen Hitler historisch zu rechtfertigen, konnte sich in den 60er Jahren selbst die lebhafteste politische Phantasie nicht ausmalen. Andrerseits sind heute die Gedankenkriege des weltweiten Lagers der nationalen Revolution gegen die herrschende Macht der antinationalen Konterrevolution, die von der Anti-Nation geführt wird, unter deutscher Federführung siegreich geschlagen. Aber, wie Machiavelli schrieb, siegt in der theorielosen Wirklichkeit nur der bewaffnete Prophet, der unbewaffnete wird scheitern.

Die Macht ist nur mit Waffengewalt zu erobern. Man kann dabei fremde Truppen, gemietete Söldner oder eigene Kampfverbände benutzen. Schon in der alten RAF hatten arabische Kleinterroristen als Söldnertruppe für deutsche Kämpfe fungiert, der islamische Terror von heute wirkt im Kampf gegen das judäo-amerikanische Imperium wie eine Hilfe durch fremde Waffen. Der innere und der äußere Feind sind militärisch beschäftigt, ohne daß die nationale Revolution bisher zu den Waffen greifen mußte. Zwar tut sie klug daran, sich in dieser Frage vorläufig noch zurückzuhalten, weil die Zeit zu ihren Gunsten arbeitet, aber letztlich braucht, wer die Macht erobern will, eigene Truppen. Deshalb wird sich über lang die Frage einer neuen RAF für das nationale Lager stellen, die als Reichs-Armee-Fraktion agiert.

Das in die Handlungsunfähigkeit geschlagene Deutsche Reich wird durch umfassenden und absoluten Terror der Siegermächte und ihrer Kollaborateure niedergehalten. Das Deutsche Reich existiert nur in den Reichsdeutschen. Jeder einzelne von ihnen hat das Recht, sich in ein militärisches, gerichtliches oder sonstiges Reichsorgan auszudifferenzieren und in dessen Besonderheit souverän zu handeln. Folglich darf auch jederzeit eine Reichsarmeefraktion, also eine neue RAF, entstehen. Es wäre völlig rechtmäßig. Niemand kann den Reichsdeutschen oder ihren Schutzgenossen verbieten, solches zu tun, weil es eben kein Reichsorgan gibt, das über ihnen steht. Jeder einzelne Reichsdeutsche verfügt über alle Souveränität des Reiches. Daß eine neue RAF jetzt noch militärisch verfrüht und auch politisch zumindest ein Fehler wäre, steht auf einem ganz anderen Blatt.

V

Der Krieg, lehrt Clausewitz, ist eine Form des gesellschaftlichen Verkehrs, in der gesellschaftliche und also auch politische Zwecke gegen widerständigen Willen erzwungen werden. Die Taktik ist die Anwendung der Mittel (Waffen) im Gefecht, die Strategie die Verwendung der Gefechte zum Ziel des Krieges, dem Sieg, also der Durchsetzung der gesellschaftlichen Zwecke gegen den Willen des Feindes. Wird im symmetrischen Krieg jede Seite versuchen, die Strategie aus einer Folge von Gefechtssiegen aufzubauen, so tut der asymmetrische oder Partisanenkrieg das Gegenteil, er sucht den strategischen Sieg mit einer langanhaltenden Reihe von Gefechtsniederlagen zu erringen. Die Niederlage im Gefecht ist die Räumung des Kampffeldes, der Sieg seine Behauptung. Kann der Sieger im Gefecht den Partisanen, der einen Schlag geführt und dann weggelaufen ist, in der Verfolgung nicht stellen und vernichten, hat der Sieger nur einen Verlust. Fügt das von der kommenden Reichsarmeefraktion gegebenenfalls anzugreifende Reichszerteilungsregime sich durch weltweite Militäreinsätze solche Verluste selber zu, sollte man mit dem Krieg des kleinen Terrors gegen den absoluten Terror, den das Dasein der BRD darstellt, noch warten. Sind die BRD-Terroristen dann eines Tages dingfest gemacht, kann man sich überlegen, ob sie auf dem Rechtswege ihren Kopf verlieren oder auf dem Gnadenwege ihn behalten sollen.




Dresden


Urteil

Die Rede vom „Bombenholokaust” verharmlost den auf Dauer gestellten Angriff auf das Leben des Deutschen Volkes, der sich 1945 in Dresden ein grausiges Symbol setzte.

Scharf zurückzuweisen ist daneben die Gleichsetzung mit dem seit den Siebzigern öffentlichkeitswirksamen Kult um die Totalaustreibung der Juden aus Europa.

Begründung

Holokaust (deutsch: Gesamt-Brandopfer) bezeichnet zutreffend eine Art des Bombenkrieges gegen Zivilpersonen, die zur totalen oder teilweisen Kremierung der Opfer ohne Umweg über Gaskammern oder ähnliche Hilfsmittel führt. Dieser Vorgang wurde von seinen zahlreichen Erfindern penibel geplant und mittels der in der Anwendung gewonnenen technischen Erfahrung perfektioniert. Die am Ende (Pforzheim 23.02.) erzielte Effizienz, anzugeben in Toten pro Zeiteinheit und Aufwand, übertrifft die der bezeugten Massenvergasungen in provisorischen Hinrichtungskammern. Die Methode des Bombardierens entlastet schließlich den Prozeßdurchführenden von Anschauung und Folgenbeseitigung seines Tuns. Diese halbautomatische Leichenproduktion verdient am ehesten das Beiwort industriell.

Dem Schlag gegen die deutsche Kampf-, Arbeits- und Lebenskraft war die Zerstörung der stein-, bild- und schriftgewordenen Kultur des europäischen Kernvolkes zwingend beigeordnet (Zerbst 16.04.). Das war die Barbarei, für die im Holokaustbegriff kein Platz ist.

Letzteres gilt auch für den andauernden nomadischen Generalangriff auf die Seßhaftigkeit. Er spitzte sich, bereits lange vorher als Verjagen der Deutschen aus den Ostgebieten geplant, zum Pulverisieren und Braten bereits Entwurzelter zu (Swinemünde 12.03.).

Die Wüste, der Lebensraum des Nomaden, war 1945 bereitet, die Deutschen zusammengedrängt und verherdet. Befriedigt stellte der in Deutschland kultivierte Jude Adorno am 01. Mai 1945 fest: „Alles ist eingetreten, was man sich jahrelang gewünscht hat, das Land vermüllt, Millionen von Hansjürgens und Utes tot.“ Der anschließend geführte Hauptschlag gegen den Deutschen Geist, einhergehend mit einer als Modernisierung getarnten Kultur- und Gemeinschaftszerstörung, übertrifft die unmittelbaren Kriegsfolgen um ein Vielfaches. Er brach erst die Herzen, denen stürzende Mauern bis 1945 nichts anhaben konnten.

Das von 1941 bis 1945 durchgeführte Gesamtpogrom gegen das Judentum im Machtbereich des Dritten Reiches unterscheidet sich dagegen qualitativ nicht von vorherigen Totalaustreibungen. Dank der Zerstörung Kerneuropas konnten die jüdisch-nomadischen Triumphe von 1945 und 1948 sich in ihre heutige Welthirtschaft steigern.

Schluß

Dresden 1945 steht für die tragische Selbstverstümmelung Europas im 20. Jahrhundert. Von raumfremden Mächten aufgehetzt und zu Hilfsvölkern der nomadischen Welteroberung aus Ost und West herabgesetzt, zwangen die reichsfeindlichen Staaten das europäische Kernvolk mit schrankenloser Grobheit auf Dauer in den Staub. Der Preis für dieses Verbrechen ist mit dem bereits fühlbaren Untergang des Abendlandes angesetzt.

Die Wiedererrichtung des Deutschen Reiches ist deshalb eine gesamteuropäische Schuld gegenüber der Geschichte und allein geeignet, den Opfergang des Deutschen Volkes für die Idee der Volksgemeinschaft aufzuwiegen.

* * *




Der 20. Juli als Tag des Gedenkens

  1. Daß der Anschlag auf den Reichskanzler Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 fehlschlug, ist erinnerungswürdig.
  2. Das Deutsche Reich führte von 1939 bis 1945 einen von den Westmächten aufgezwungenen Mehrfronten-Krieg. An seiner Ostfront verteidigte das Reich Europa gegen die asiatische Konterrevolution, an seiner Westfront gegen Kapitalismus und Zinsknechtschaft, an der afrikanischen Front gegen imperialistischen Kolonialismus.
  3. Für das Deutsche Volk war es ein Kampf auf Leben und Tod um seine Selbstbehauptung als Nation. Sieg und Verständigungsfriede oder Niederlage und Ergebung in die Zinsknechtschaft der westlichen Verwertungsgemeinschaft einerseits und die allgemeine reale Staatssklaverei des Kommunismus andererseits waren die Alternativen.
  4. Nach der Schlacht von Stalingrad und nach der Landung der Amerikaner in der Normandie war ein deutscher Sieg unwahrscheinlich geworden. Es blieb nur noch die Wahl zwischen Ergebung und Kampf bis zum bitteren Ende.
  5. Die Heeresführung entschied sich für Ergebung, Hitler für den Kampf bis zur letzten Patrone. Hitler hatte recht, denn in der heroischen Niederlage, im Kampf bis zum bitteren Ende, erwarb das Deutsche Reich den geschichtlichen Anspruch einer ruhmvollen Wiederauferstehung. Denn dem Volk ist der Tod im Kampf nichts Endgültiges. Jedes Volk ist ein Gotteskind, es kann wiederauferstehen.
  6. Die Unterwerfung hätte die Verinnerlichung des Individualismus der westlichen Verwertungsgemeinschaft und die Aufgabe des Gedankens der Volksgemeinschaft bedeutet. Das hat die Vorsehung dem Deutschen Volke erspart und daher am 20. Juli 1944 seinem Führer noch einmal das Leben gerettet.
  7. Die westliche Verwertungsgemeinschaft hat sich in Deutschland nur durch die Unterwerfung der je Einzelnen ausgebreitet. Sie ist nicht als Unterwerfung des Volksgeistes in Erscheinung getreten und daher nicht wirklich durchgesetzt. Unser Volk hat sich nicht entseelt. Noch 1948 haben 57% der Deutschen sich dahingehend ausgesprochen, daß der Nationalsozialismus eine gute Idee gewesen sei. Das ist das Geheimnis der Allgegenwart Adolf Hitlers, der in den Angstträumen unserer Feinde für die Auferstehung des Deutschen Volkes wirkt.
  8. Hitler handelte in Übereinstimmung mit dem Weltgeist. Dieser hat sich im Deutschen Volksgeist als Volksgemeinschaft erfaßt, die den tödlichen Atomismus der bürgerlichen Gesellschaft überwindet. Die Idee der Volksgemeinschaft ist für die Völker die Erlösung aus der Zinsknechtschaft und das Dasein der Freiheit sowohl des einzelnen Volksgenossen als auch der Volksgemeinschaft als ganzer.
  9. Allein das erklärt hinreichend sowohl die weißglühende Todfeindschaft des Westens gegen den historischen Nationalsozialismus, als auch die opferbereite und hingebungsvolle Verteidigung der Neuen Ordnung der Dinge durch das Deutsche Volk, das deshalb seit mehr als einem halben Jahrhundert in beispielloser Weise verteufelt wird.
  10. Adolf Hitler ist vor der Geschichte und vor seinem Volk gerechtfertigt. Der Nebel der Geschichtslügen, der seine Gestalt entstellt, beginnt sich zu verflüchtigen.
  11. Die Verschwörer des 20. Juli 1944 handelten – wenn auch aus achtenswerten Motiven – gegen den Willen des Weltgeistes. Nach dem Gesetz waren sie Hochverräter, teilweise auch Landesverräter. Als solche mußten sie mit dem Tode bestraft werden. Als Frevler gegen den Weltgeist haben sie Schande auf sich geladen, deren ganzes Ausmaß erst in diesen Tagen vor dem Hintergrund des Amoklaufes des Judäo-Amerikanischen Imperiums sichtbar wird. Verehrungswürdige Helden sind sie nur für die Kollaborateure, die sich mit den Feinden des Reiches gemein gemacht haben.
  12. Als Militärs wußten die Verschwörer, daß der Krieg nicht zu gewinnen war. Sie wollten das deutsche Blut schonen. Sie zogen das Leben ihres Volkes als Sklave der Plutokraten dem unbedingten Anspruch auf Anerkennung – damit dem Tod – vor.
  13. Der eiserne Wille Adolf Hitlers und der heldenhafte Kampf der Deutschen Wehrmacht haben Europa vor der asiatischen Konterrevolution gerettet – die Westhälfte unmittelbar und die Osthälfte mittelbar nach 45 Jahren.
  14. Im Ringen mit dem Deutschen Reich war Stalin gezwungen, die völkische Karte zu ziehen und den „Großen Vaterländischen Krieg“ auszurufen. Er hat damit in der russischen Seele Kräfte geweckt, die er nach dem Sieg über Deutschland nicht mehr bändigen konnte. Das ist die innere Ursache des Zerfalls des Sowjetreiches.
  15. Die russische Seele ist der germanischen Seele verwandt. Sie sucht deshalb wegen ihres auffälligen Mangels an Tatendrang und Weltzuversicht den Rückhalt am Germanen – und nicht am Chinesen.
  16. Hätten russische Heerführer gegen Stalin geputscht, um mit Hitler zusammenzugehen, wären sie Hoch- und Landesverräter (als solche auch zu bestrafen) gewesen, aber sie wären vor der Geschichte gerechtfertigt. Denn der Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit liegt im Gedanken der deutsch-russischen Lebensgemeinschaft, die Europa unabhängig machen wird sowohl von der US-Ostküste als auch von China.
  17. Das absehbare Ende des Judäo-Amerikanischen Imperiums wird die Wiederauferstehung der Idee der Volksgemeinschaft und des Deutschen Reiches mit sich bringen. Gedeihen werden beide nur im Gleichklang mit Rußland. Das Deutsche und das Russische Reich sind berufen, gemeinsam den Landfrieden in Europa und Asien zu gewährleisten und das äußere Reich der Freiheit zu erbauen.

* * *




August 1999

  1. Das Rechtsgebot ist der kategorische Imperativ aller politischen und geschichtlichen Subjekte in Krieg und Frieden.
  2. Das Rechtsgebot lautet: Sei eine Person und respektiere die anderen als Personen! (Hegel, Rechtsphilosophie, § 36)
  3. Die Mißachtung des Rechts ist das Unrecht, die der Person das Verbrechen.
  4. Die Person ist das Rechtssubjekt sowohl als einzelner Mensch wie als Menschengemeinschaft, sei diese Familie, Sippe, Gau, Stamm oder Volk.
  5. Ein Volk als Person ist Nation.
  6. Sind in einer Nation die einzelnen Volksgenossen selber Personen und stehen diese in einem allgemeinen Rechtsverhältnis zueinander, tritt zwischen ihnen der Unterschied von Privatpersonen und Staatspersonen ein, der Staatspersonenverband und sein Vorstand sind dann der Staat und seine Regierung, die Einheit der Privat- und Staatspersonen der staatsbürgerliche Verband und die Nation ist Nationalstaat.
  7. Jede Person ist ein Besitzer als Eigentümer oder eine Besitzergemeinschaft als Gemeinschaftseigentümer.
  8. Jedes Recht ist ein Besitz als Eigentum.
  9. Jedes Gesetz ist eine Norm des Besitzes, der besitzbildenden Handlung oder des Besitzers und seiner Gemeinschaften und liegt unterhalb der Personen und ihrer Rechte, die der alleinige Gegenstand der Politik und ihrer Geschichte sind.
  10. Unter den Reichs-Zerteilungsstaaten ist die BRD ein größeres Unrechtsregime als die DDR es je gewesen war.
  11. Die Gründung der Bundesrepublik Österreich (BRÖ) 1945 war ein völkerrechtliches Gemeinverbrechen aller vier Siegermächte des II. Weltkrieges.
  12. Der Völkerrechtsbruch der BRD-Gründung von 1949 fällt allein auf die Westmächte.
  13. Die Ostmacht reagierte mit der DDR-Gründung; sie war ein bloß reaktives Verbrechen gegen das Völkerrecht.
  14. Schuld an der Regierungskriminalität der DDR fällt heute nur noch den Westmächten als den Erstverursachern zu, nachdem die Ostmacht mit dem Staatsuntergang der Sowjetunion die gehörige Strafe bereits erlitten hat und die allfälligen Staatsuntergänge (Götterdämmerungen) der Westmächte noch ausstehen, die sämtlich dem Grundsatz Ein-Volk-ein-Staat widersprechen und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker im Wege stehen.
  15. Unrecht und Verbrechen, die Völkerrechtssubjekte sich zuschulden kommen lassen, bestehen allein in der Nichtanerkennung der feindlichen Person und ihrer Rechte.
  16. Die Vernichtung der Staatlichkeit eines Volkes ist immer Mord an seinem daseienden Gott. Es gibt in dieser Sphäre als Unrecht und Verbrechen nur die Verletzung des Rechtsgebotes: jenes kategorischen Imperativs Hegels, der, anders als der Kantische, kein Gesetzesimperativ ist.
  17. Der bloße Unterschied von Freund und Feind ist kein rechtlicher, kein persönlicher und daher auch kein politischer Unterschied.
  18. Das kriegerische Verhalten der Völker ist als naturales Kräftemessen oder reines Ringen um das Überleben unpolitisch und vorrechtlich, also liegt in diesem Verhalten auch bei vorkommender Völkervernichtung kein Völkermord vor.
  19. Als “gesellschaftlicher Verkehr” (Clausewitz) ist der Krieg zwischen Staaten oder Nationalstaaten (Völkern als staatsbürgerlichen Verbänden, d.h. reellen Nationen) konfligierende Rechtserzwingung.
  20. Der Krieg als Mittel der Politik ist rechtlich, aber nicht gesetzlich.
  21. Kriminell im Sinne des unverjährbaren, weil von der Geschichte selber zu ahndenden Völkerrechtsverbrechens ist alle deutsche Politik, welche die mittlerweile durch über zehn Millionen fremdvölkische und sogar fremdrassische Zivilokkupanten verstärkte amerikanische Besatzung Deutschlands nicht beendet und nicht die Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches wiederherstellt.
  22. Die BRD figuriert auch formell als Reichsstellvertreter und ist faktisch das in seiner Handlungsunfähigkeit konservierte Dritte Reich und auch deswegen bevorzugtes Ausbeutungsobjekt.
  23. Die BRD ist also das Dritte Reich, aber als handlungsunfähiges Unrechtsgebilde der Westmächte.
  24. Der einzige völkerrechtliche Weg zur Wiederherstellung des öffentlich-europäischen Rechts, also des Kriegs- und Völkerrechts, führt über die innere Legitimität und auch Legalität des Dritten Reiches als Ausgangspunkt für ein Viertes Reich, worin sich die verfassungsgebende Gewalt des deutschen Gesamtvolkes verwirklicht.
  25. Im 20. Jahrhundert ist mit dem zweimaligen Angriff der Randmächte auf die europäische Mittelmacht von europäischer Ordnung und Gesittung kein Stein auf dem anderen geblieben.
  26. Die Wiederherstellung wie erst recht die Fortbildung der europäischen Ordnung, von der immer eine Weltgestaltung ausging, hängt an der Fähigkeit deutscher Staatsdenker und Staatslenker zur geistigen und politischen Neugründung des Reiches.
  27. Insonderheit ist zu hoffen, daß die Initiativen zur nationalen Befreiung jetzt bald zunehmend von Westdeutschen ausgehen.
  28. Bislang wurden alle wesentlichen nationalen Befreiungsversuche von uns Mitteldeutschen unternommen: Der 17. Juni 1953, die Massenfluchtbewegung bis zum 13. August 1961, die nationalrevolutionäre Bewegung von 1968, der bewaffenete Kampf der RAF gegen den US-Imperialismus und seine deutschen Handlanger, die zum 9. November 1989 führende Flucht- und Demonstrationsbewegung, die Volksaufstände von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen 1992.
  29. Befreiung hat häufig etwas mit Flucht zu tun. Verfassungsrechtlich bietet sich für das Gebilde BRD der Fluchtweg über Österreich und die Schweiz an.
  30. Der Fluchtweg muß aber immer ein zweites Mal, und zwar in umgekehrter Richtung und mit bewaffneter Hand, zurückgelegt werden, soll die Befreiung nicht nur versucht, sondern auch vollendet werden.
  31. Als dank uns Mitteldeutschen und schließlich auch der Russen der Ostblock zusammenbrach, wurde im Westblock behauptet, er selber habe gesiegt und das Ende der Geschichte sei erreicht.
  32. Jedes vorläufige Ende der Geschichte ist aber immer nur ein Sieg der Gegengeschichte über die Geschichte, woraufhin eine Moderne eintritt.
  33. Völkisch betrachtet ist die Moderne die Unterwerfung der Nationen unter den Willen der Antination und kulturell bedeutet sie den siegreichen Sklavenaufstand des Geldes gegen den Geist.
  34. Schon 1844 hat Karl Marx in seiner Abhandlung “Zur Judenfrage” schlüssig dargelegt, daß die Geldherrschaft im Kapitalismus nichts anderes als die Verjudung der Christen und damit die falsche Judenemanzipation ist, die Emanzipation der Juden als Juden, aber nicht ihre Emanzipation zu freien Menschen.
  35. Diese Emanzipation der Juden als Juden ist die Fehl-Emanzipation der Christen zum Juden, ihre Befreiung von der Herrschaft des absoluten Geistes, die sie allen Daseinssinns beraubt. Folglich ist jeder wahre Sozialismus die “Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum” (MEW 1,377), die Adolf Hitler zumindest versucht hat.
  36. Ethnische und rassische Verschmutzung der Nationen einerseits, um sie in der Schürung und Steuerung der daraus folgenden Konflikte in die verherdete Massengesellschaft hinabzudrücken, und Ghettoisierung nach sozialen und rassischen Merkmalen andererseits sind die entsprechenden Treibertechniken in der kapitalistischen Welthirtschaft der Antination.
  37. Die Brechung dieser Welthirtschaft durch den wahren Internationalismus, durch die Solidarität der Nationen gegen die Antination, wird die Selbstbeherrschtheit der Völker, sei es in einherrschaftlicher, bestenherrschaftlicher oder allherrschaftlicher Weise, wiederherstellen, die Moderne beiroden und den Geschichtsstillstand beenden.
  38. Die von Marx 1844 angekündigte Verjudung der Christen ist 1945 auch militärisch real geworden.
  39. Der von der Antination inspirierte Kampf gegen die ethnische Sauberkeit und für die ethnische Verschmutzung der Nationen wird unter wechselnden Titeln wie Menschenrechte, UNO oder NATO von einer Koalition imperialistischer Staaten gegen die wirklichen Völker geführt.
  40. Menschenrechte sind ein Verbrechen gegen die Person, weil sie das Rechtssubjekt durch abstrakte Rechte eines besonderen Tieres, eben des Menschen, ersetzen. Und Abstraktionen in die Wirklichkeit einführen heißt, Wirklichkeit zu zerstören. Der Mord an der Person im Dogma der Menschenrechte ist auch der Mord an jeder Nation, womit der naturalen Vernichtung der Völker Tür und Tor geöffnet ist und die Zeit des Tieres begonnen hat.
  41. Vertreibung wird angewandt, dient sie der Schwächung und Verschmutzung homogener Völker, und sie wird bestraft, wenn sie ethnisch säubert.
  42. Die so erzeugten dauernden Kämpfe zwischen den Nationen, die alle um ihre völkische Sauberkeit ringen, sind das Lebenselement der Antination.
  43. Gleichwohl offenbarte der in diesem Sinne 1999 geführte Kosovo-Krieg der NATO jene klassische Zwickmühle, in der das antinationale System steckt, das zum Opfer der nächsten Revolution auserwählt ist: Ob es einen Sieg oder eine Niederlage davonträgt, es verliert immer.
  44. Der leichte militärische Sieg der NATO über Serbien verwandelte sich in eine besonders demütigende Niederlage vor dem völkischen Prinzip, zugefügt von den albanischen Verbündeten.
  45. Dem Sieg der Nationalisten im Kosovo sollte bald ein Sieg in den deutschen Staaten folgen.

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Der Begriff des Krieges

Der Krieg ist die wechselseitige Anwendung von Gewaltmitteln durch Gewalttäter zur Durchsetzung einander ausschließender Zwecke. „Der Krieg“, schreibt Carl von Clausewitz, „ist also ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.“ Bei den Zwecken kann es sich sowohl um reine Naturalien als auch um soziable Naturalien handeln. Der Zweck des Krieges kann also ein naturaler oder ein politischer sein, auch wenn er als Wirtschaftskrieg oder als geistiger Krieg geführt wird, wobei der Marktwirtschaftskrieg und der Meinungskampf dem politischen Krieg im militärischen Bereich entsprechen, ihre kategoriale Form ist die der Politik und des Rechts. Die dem Zwecke untergeordneten Gewaltziele der wechselseitig angewandten Gewaltmittel sind die gegnerischen Gewalttäter und ihre Mittel. Aber auch der Krieg als ganzer muß als Mittel, als ein und das selbe Mittel zweier Subjekte zur Verfolgung entgegengesetzter Zwecke betrachtet werden.

Krieg ist die Fortsetzung der Bildung unter Einmischung antipädagogischer Mittel. Antipädagogische Mittel sind alle Gewaltmittel, die nicht auf die Erzeugung menschlicher Handlungs- und Arbeitskraft abzielen, sondern auf ihre teilweise oder gänzliche Vernichtung. Bildung ist also Produktion der menschlichen Arbeitskraft, Tatkraft oder Kompetenz, Krieg aber ihre wechselseitige Destruktion. Nicht das Gewaltverhältnis an sich zwischen tatkräftigen Menschen oder Gemeinschaften ist antipädagogisch, sondern sein kraftzerstörendes Ziel. Nicht das Mittel, sondern das Ziel bestimmt das Wesen des Vorganges. 

Im Pädagogismus, in der Sphäre ihrer Produktion, erwartet die Arbeitskraft Schutz, Förderung und Langeweile; im Bellizismus, ihrer Destruktionssphäre hingegen, findet die zur Streitkraft vollendete Arbeitskraft Gefahr, Zerstörung und äußerste Erregung, weil Sieg oder Niederlage. Deswegen sind die Schulen häufig die Ödnis der Nation, ist die Armee ihre eigentliche Schule und der Krieg den Völkern eine wahre Lehre.

Das absolute Mittel ist jenes, welches niemals Ziel werden kann, also die Gewalt schlechthin. Sie ist immer reine Gewalttat, unerachtet der Gewaltmittel, die der Gewalttäter zwischen sich, seine Tat und deren Gegenstand gegebenenfalls einfügt. Ist der Gegenstand der mittel- oder unmittelbaren Gewalttat eine andere und gegnerische Gewalttat, heißen beide Gewalttaten zusammen ein Kampf, die darin verwendeten Mittel seine Waffen.

Die Waf­fen ei­nes Kamp­fes sind die Werk­zeu­ge der wech­sel­sei­ti­gen De­struk­ti­on und grund­sätz­lich nicht an­de­rer Na­tur als die Ar­beits­mit­tel der ein­sei­ti­gen Pro­duk­ti­on. Al­ler­dings ist die durch das Kämp­fen ge­won­ne­ne Welt­er­kennt­nis ge­sell­schafts­nä­her und al­so wirk­lich­keits­hal­ti­ger als die durch Ar­beit er­wor­be­ne. Des­we­gen gilt: Der Krieg ist die Kro­ne der mensch­li­chen Er­kennt­nis. Dis­zi­plin, Ar­beit, Me­cha­nik, Che­mie, Bio­lo­gie, Gü­ter, Geist und Bil­dung hin­ge­gen sind die­nen­de Zu­rüs­tun­gen und Er­kennt­nis­wei­sen der Men­schen als Kämp­fer. „Die Ge­walt rüs­tet sich mit den Er­fin­dun­gen der Küns­te und Wis­sen­schaf­ten aus, um der Ge­walt zu be­geg­nen.“ (Carl von Clau­se­witz) Der Be­griff des Krie­ges ist uni­ver­sell. So ist der Krieg der Wor­te die wirk­li­che An­wen­dung von Wort­ge­walt durch Wort­ge­wal­ti­ge (oder auch durch Worter­grei­fer) zur Durch­set­zung ein­an­der aus­schlie­ßen­der Zwe­cke der Wor­te, d.h. ih­rer Be­dürf­nis­be­zeich­nun­gen. Der re­gu­lä­re Krieg der Wor­te voll­zieht sich zwi­schen Wort­ge­wal­ti­gen oder Wort­ge­walt­ha­bern, der ir­re­gu­lä­re Krieg ist ein An­griffs­krieg der zu­nächst wort­lo­sen Worter­grei­fer ge­gen die Wort­ge­wal­ti­gen, um die­se zu ent­wor­ten und um sel­ber wort­mäch­tig zu wer­den. Ist der Zweck die­ses Krie­ges ein po­li­ti­scher, dann ha­ben die Wor­te au­ßer ih­rem na­tu­ra­len noch ei­nen abs­trak­ten Wert und zu dem Ge­gen­stand oder Be­dürf­nis, das die Wor­te be­zeich­nen, tritt ei­ne ge­sell­schaft­li­che Be­deu­tung und gar ein Sinn als Be­deu­tungs­zu­wachs hin­zu, so daß die um­kämpf­ten Wor­te zu Mei­nun­gen wer­den, al­so zu Ge­sin­nungs­rech­ten. Die Ge­walt­mit­tel im Wort­ge­fecht sind sich kreu­zen­de Be­dürf­nis­be­zeich­nun­gen, die Ge­walt­tat, die das Ge­walt­mit­tel als Wort­waf­fe führt, er­eig­net sich in der Deu­tung und Neu­deu­tung der Wor­te als Be­griffs­zei­chen, um den geg­ne­ri­schen Wort­waf­fen­füh­rer zu ent­wor­ten und al­so zu ent­waff­nen, zu­min­dest sei­ne Wort­streit­macht zu schwä­chen oder ihn gleich tot­zu­re­den, al­so sprach­los und mund­tot zu ma­chen.

Eines jeden Krieges Kern ist der Kampf. Jede Art von Krieg ist ein Kräftemessen, ein Ringen. In der militärischen Art des Krieges wirken die körperlichen Kräfte unmittelbar, die geistig-seelischen Kräfte aber mittelbar – durch die körperlichen – auf die gegnerischen Kräfte ein. Im geistigen Krieg wirken umgekehrt die körperlichen Kräfte nur mittelbar, nur durch die geistigen Kräfte. Der Kampf, ob unmittelbar körperlich oder unmittelbar geistig, ist als elementares Kräftemessen immer ein Ringen. Der körperliche Ringkampf ist der Urbegriff des Kampfes schlechthin. Der Gegner selber wird ergriffen und bei Überwindung seines Widerstandes und seiner Gegengriffe und Gegenwürfe auf den Rücken geworfen, wird wehrlos gemacht und durch Niederwerfung in die Niederlage gebracht. Dies geschieht unter Aufbietung des gesamten Gewichtes des Körpers und der ganzen Kraft aller seiner Gliedmaßen.

Ist das Ringen der Inbegriff des reinen, mittellosen Kampfes als des körperlichen Kräftemessens, so beginnt im Faustkampf die Instrumentalisierung von Körperteilen, die an sich schon innerhalb der Kraft jedes Kämpfers gegeben ist, denn im körperlichen Kampf war die Körperkraft ausführendes Werkzeug der geistigen Kraft, und im geistigen Kampf entfaltet sich die Körperkraft nur mittelbar, nur durch die Geisteskraft. Eine erfolgreiche Wortergreifung ist auch nur ein mittelbares Ereignis für eine physische Machtergreifung, der einfachste Soldat bedarf einer gewissen Geisteskraft, um nennenswerte physische Kampfkraft zu entfalten.

Der Naturalismus des Krieges ist die spezifische Disziplin des Kämpfers, die seinen natürlichen Fluchtinstinkt hemmt, den Totstellreflex der bedrängten Kreatur aufhebt und durch die verschiedenen Arten der Selbstbeherrschung den Aktionismus der besonderen Kampfhandlungen begründet. Benutzen die Kämpfenden bestimmte Instrumente als Waffen, beginnt mit deren wechselseitigen Wirkungen der bellizistische Mechanismus.

Der Faustkampf erzeugt mit der Faust, dem leeren Griff der Hand, eine erste, noch körpereigene Schlag- und Stoßwaffe. Wird die Faust mit dem Griff einer körperfremden Hieb- oder Stichwaffe gefüllt, ist der Übergang vom Aktionismus des Kampfes zu seinem Mechanismus vollzogen, aus Schlag und Stoß ist Hieb und Stich geworden und das weite Feld der physikalischen Kriegführung eröffnet. 

Auf dem Gebiet der mechanischen Kriegführung entwickelt sich zunächst das Handgefecht und die lange Kette der Spezialisierung der Handwaffen, deren wichtigste Unterscheidung die von Angriffs- und Verteidigungswaffen (Schwert und Schild) ist und sich zu entsprechenden Waffengattungen (Schwert- und Schildstreitkräfte) entfaltet. 

Schon im Altertum traten neben die Handwaffen die Kriegsmaschinen in Gestalt des schweren Belagerungsgerätes. Dessen unmittelbarer Nachfolger ist die Artillerie. Mit der Durchsetzung des Feuergefechts und der Feuerwaffen vollzog sich in der Gefechtsführung der Übergang vom Mechanismus zum Chemismus. Die chemische Waffe kann nämlich als Gift oder Propaganda direkt gegen die physische oder geistig-seelische Kraft des Gegners gewendet werden, oder aber indirekt wie bei der Handfeuerwaffe als chemischer Antrieb der Stoßkraft des Geschosses und obendrein des Lade- und Schußauslösungsvorganges verwendet werden. Nicht erst das Maschinengewehr, sondern auch schon der Vorderlader ist eine Kriegsmaschine, und zwar eine Stoß- oder Stechmaschine mit chemischem Antrieb und mechanischer Geschoßführung. Deswegen unterscheidet Clausewitz richtig das Handgefecht vom Feuergefecht.

Der Biologismus ist der Kriegführung von jeher angemessen, denn die biologische Waffe ist ein Organismus, der geeignet ist, die als Organismus daseiende Kraft des Feindes auf der Höhe dieser Daseinsform zu vernichten, weswegen diese Waffe schon in der ersten Natur, in der vor-instrumentellen Daseinsweise des Naturalismus gegenwärtig war und in Gestalt von Seuchen gewaltige Zerstörungskraft entwickelt hat. Früh schon sind Krankheitserreger auch als Kampfinstrumente eingesetzt worden, aber ebenso gehören die Wanderungswaffe, die Rassenwaffe, die Vergewaltigungskampagne und der Abtreibungsfeldzug zur biologischen Kriegführung. Der bellizistische Finalismus endlich ist die Bewaffnung mit dem Ziel des Waffenganges, wobei sowohl das eigene wie das gegnerische Kriegsziel als vorwiegend moralische Waffen dienen können. Am einfachsten ist die Anwendung der finalistischen Waffen beim Landesverteidigungskrieg eines friedfertigen Volkes, weil das Kriegsziel des Verteidigers wie dasjenige des Angreifers gleichermaßen vom Verteidiger als geistige Rüstungs- und Kraftmaximierungsmittel gebraucht werden können, wohingegen der Offensivfeldzug gegen Aggressionsvölker diese schnell demoralisiert (Polen 1939, Frankreich 1940). 

Wenn die Ziele der Feldzüge und der Zweck des ganzen Krieges zum Rüstungsgut desselben und also zur moralischen Hauptwaffe geworden sind, müssen sie auch vollständig eingesetzt werden. Hat dies zum Sieg und zum gewünschten Erfolg geführt, dann ist das eigene Kriegsziel erreicht und das des Gegners vereitelt durch geglückte Finalisierung beider Ziele. Der Finalismus hat dem gedient, der ihn aus subjektiven wie aus objektiven Gründen richtig einzusetzen wußte, er hat sein Finale erreicht. Damit ist der Finalismus verbraucht, der Sieger sollte Frieden schließen, zur Festigung seiner Lage zum Infinitismus übergehen und sich mit unverbrauchlich gebrauchbaren Waffen rüsten, also mit Geist. 

Geistige Güter sind unendlich und ewig. Als Resultate des Denkens sind sie Gedanken, die in Tatgedanken (Ideen) und Denkgedanken, letztere noch in Denkgegenstände (Probleme) und Denkwerkzeuge (Begriffe) zu unterscheiden sind. Anders als materielle Güter sind geistige Güter unmittelbar, ohne jede Formänderung, als Waffen verwendbar. Als rein geistiger Vorgang ist das Gefecht zweier Begriffe, die gleichsam als Klingen gekreuzt werden, sofort entschieden, weil je nach Problemlage entweder der umfassendere Begriff den beschränkteren sich einverleibt und also erobert oder umgekehrt der speziellere Begriff den abstrakteren in viele besondere Teile zerspringen läßt. Begrifflosigkeit bedeutet im geistigen Kampf stets Wehrlosigkeit. Der Sieger des geistigen Kampfes behauptet das Gefechtsfeld des Begreiflichen, der Verlierer zieht sich in das Hinterland des Handgreiflichen zurück. 

Im Reiche des Gottes Mars, in den Kriegen der körperlichen Kräfte, sind die geistigen Waffen den moralisch-seelischen, die aus der Erfassung des Kriegszieles munitioniert werden, bei ansonsten gleichgroßen Kräften immer überlegen. So ist es möglich gewesen, daß an Zahl kleine und finalistisch benachteiligte Eroberer, die aber geistig überlegen waren und damit auch technisch, taktisch und strategisch in der Vorhand, ganze Welten erobert haben. Gegen solche Siege des Infinitismus hilft der bellizistische Pädagogismus, der den Geist in erster Linie nicht in Kriegstechnik, sondern in Krieger investiert, in ihnen den Geist massenhaft lebendig macht und zu entscheidungsfähigen Kämpfern mit Auftragstaktik ausbildet. Dies ergab die gebildeten Massenheere europäischer Kulturvölker. Der reine Bellizismus unterwirft diese Völker dann den strengsten Prüfungen, erteilt ihnen die höchsten Lehren und führt sie durch das Gegenextrem des Pazifismus hindurch zum politischen Begriff des Krieges als konfligierender Rechtserzwingungen und damit zur Friedensfähigkeit, dem Begriffe des Rechts, und zum politischen Frieden als unstrittigem Rechtszustand.
 
 

Die Arbeit ist die bestimmte Negation der Natur. Die Mechanik wiederum negiert die Arbeit bestimmt, sie stellt das Arbeitsmittel in den Mittelpunkt ihrer Entwicklung von der klassischen bis zur Quantenmechanik. Die Chemie negiert die ganze Mechanik oder Physik auf ihre ganz bestimmte Weise, indem sie das Arbeitsmittel zur Randbedingung herabsetzt und den Arbeitsgegenstand in das Zentrum rückt, der als chemischer Prozeß immer ein Reaktionsautomat ist. Die Biologie verwirft alle Momente des Arbeitsprozesses durch ihren speziellen Betrachtungsgegenstand, den Prozeß als ganzen oder das Leben selber, einen Gestaltenkreislauf, worein menschliche Arbeit nur als Bestellung und Ernte eingreift. Die Frage nach der Ernte, nach ihrem endlichen Was und Wozu, negiert bestimmt das biologistische Prozeßdenken zugunsten der philosophischen Resultatsfrage im Stile einer aristotelischen Metaphysik der Güter. Diese wird gekrönt und überwunden vom Ideal des theoretischen Lebens, von der Metaphysik der Gedanken als der unverbrauchlich gebrauchbaren Güter, und in der Tat ist der Gedanke die gänzlich bestimmte Negation aller materiellen Güter. Der unendliche und ewige Gedanke wird als Lehrinhalt wieder herabgesetzt zum bloßen Bildungsmittel der endlichen und sterblichen Arbeitskraft, dies ist die didaktische Negation der geistigen Produktion oder des Infinitismus. Lehrinhalte sind der Gehalt aller erkenntnistheoretischen Stufen bis hin zum Pädagogismus selber und über ihn hinaus zum Anti-Pädagogismus, dem Bellizismus, der alle Erkenntnisstufen aus Lehrinhalten in Waffengattungen verwandelt. Die Lehrinhalte als Arbeitsmittel der Arbeitskraftproduktion (Qualifikation) werden zu Waffengattungen als den Mitteln der Arbeitskraftdestruktion (Dequalifikation) bestimmt negiert.

„Der Tod“, schreibt Hegel 1806 in Jena unter dem Eindruck der nahen Schlacht, „ist das Furchtbarste, und das Tote festzuhalten, das, was die größte Kraft erfordert. Die kraftlose Schönheit haßt den Verstand, weil er ihr dies zumutet, was sie nicht vermag. Aber nicht das Leben, das sich vor dem Tode scheut und von der Verwüstung rein bewahrt, sondern das ihn erträgt und in ihm sich erhält, ist das Leben des Geistes.“ Der Krieg ist das verständige Mittel der Gemeinschaften, ihre Kraft zur Gewalttat zum Äußersten anzuspannen und im Kampf mit fremden Gemeinschaften Gewaltkraft aufzuopfern und der Zerstörung anheimzugeben, um sich zu erhalten, zu stählen und zu entfalten. 

Die Clausewitzschen Bestimmungen des Krieges hinsichtlich seines praktisch-friktionellen und nichtideellen Charakters und der überragenden Bedeutung der Kriegsgewohnheit des Heeres im wirklichen Kriege der militärischen Art bedarf keiner philosophischen Aktualisierung: „Gewohnheit stärkt den Körper in großen Anstrengungen, die Seele in großen Gefahren, das Urteil gegen den ersten Eindruck.“ 

Den Begriff des Politischen hat Clausewitz mit der Gegebenheit kriegführender Staaten vorausgesetzt, aber nicht abgeleitet, weshalb er keine Rechtsanalyse liefern und also den Unterschied von naturalen und soziablen Kriegszielen nicht fassen konnte. Dies haben wir oben nachgeliefert, ebenso die Einfügung der Philosophie der Waffengattungen in die reine Kriegstheorie als Selbstentfaltung des Kriegsbegriffes durch Zuweisung eines epistemologischen Ortes. Darzustellen bleiben jetzt außer einem formalen Resümee der Clausewitzschen Axiome des Kampfes und seiner Gesetze des Krieges noch eine spezielle Methodik desselben, die durch unsere Epistemologie der Waffengattungen, bei der es sich gleichsam um die Didaktik der Anti-Pädagogik handelt, erforderlich wird. Jetzt schon aber ist deutlich, was es heißt, von der Ebene des Bellizismus auf die des Pädagogismus hinuntergestoßen und zum Objekt einer Pädagogik der Sieger (Umerziehung) zu werden. Die Zerstörung der Kriegsfähigkeit ist die denkbar größte Dequalifizierung eines Volkes, ist ein unvergleichlich schlimmerer Kraftverlust als alle Kriegsverluste zusammen. 

Die Prämissen des Kampfes sind die folgenden:

  1. Arbeit, Tat, Handlung ist die Selbstvernichtung von Arbeitskraft, Tatkraft, Handlungskraft. 
  2. Arbeit, Tat, Handlung ist in der Regel mit Sachvernichtung und Güterverbrauch verbunden.
  3. Arbeit, die fremde Arbeitskraft verbraucht, ist Kraftvernichtung.
  4. Vernichtungsarbeit ist die Einheit von Sach- und Kraftvernichtung. 
  5. Streitkraft ist zur Vernichtungsarbeit befähigte Menschenkraft. 

Unter diesen Voraussetzungen gelten (frei nach Clausewitz) die Axiome des Kampfes:

  1. Gewalttat ist die Vernichtung von Streitkraft.
  2. Gewalttat ist Einheit von Angriff und Verteidigung.
  3. Kampf ist die polare Einheit der Gewalttaten zweier Gewalttäter.
  4. Die Kämpfenden sind in Polarität, weil jeder die Niederlage fürchtet und den Sieg will.
  5. Kampfvoraussetzung ist der Angriff, Kampfbeginn die Verteidigung. 
  6. Jeder Krieg ist in seinem Wesen ein großer Kampf.
  7. Kriege werden von den Verteidigern begonnen, sie tragen immer die Kriegsschuld.[1. Die absurde Konsequenz, daß der Verteidiger immer die Kriegsschuld trägt, folgt zwingend aus der Verknüpfung der Begriffe Krieg und Schuld. Völkerrechtssubjekte haben sowohl das Recht zum Kriege (weil die Pflicht zur außenpolitischen Rechtserzwingung) als auch Rechte im Kriege. Die Verbindung von Krieg mit rechtlicher Schuld ist also sinnwidrig, nicht aber die mit naturaler Schuld verstanden als Wirkursache.]

Der Angreifer will keinen Krieg. Er will noch nicht einmal ein Gefecht oder sonst einen Kampf, und er will schon garnicht, daß auf Gewalt mit Gewalt geantwortet wird und die Gewalttaten sich aufschaukeln. Der Angreifer ist friedliebend. Der Angegriffene hat es in der Hand, den Krieg zu verhindern. Die sicherste Kriegsverhinderung ist die Unterwerfung. Wird in Friedensdiktaten die Feststellung getroffen, daß der Besiegte die Schuld am Kriege trage, dann wird gesagt, daß der Verlierer der Verteidiger war.

Hat der Krieg trotzdem begonnen, gelten die folgenden Gesetze des Krieges:

  1. Der Krieg hat eine Ausdehnung in Raum und Zeit, hat Schauplatz und Dauer.
  2. Der Krieg ist konfligierende Gesetzgebung, die Kämpfenden geben sich gegenseitig das Gesetz ihres Handelns und das Maß ihrer Maßnahmen, die bei laufendem Kampf sich durchkreuzen.
  3. Bei entschiedenem Kampf ist der Sieg die Eroberung des Kampfplatzes, die Niederlage seine Räumung. (Gleiches gilt für die größeren Kämpfe eines Krieges, für Gefechte, Treffen, Schlachten und Feldzüge.)
  4. Der Erfolg (Gewinn) eines Sieges außerhalb des Kampfplatzes oder Gefechtsfeldes erhält sein Maß durch den Preis, den der Sieger mit eigener Streitkraft gezahlt hat.
  5. Der Krieg hat verschiedene Größen: den Schauplatz oder das Kriegstheater und seine Beschaffenheiten, die Streitkräfte der kriegführenden Parteien, die Dauer, die Destruktivkräfte der fechtenden Gewaltakte und ihre Intensitäten, d.h. die Verausgabung von Streitkraft in einer gegebenen Streitzeit. 
  6. Sind alle Größen gleich, gehört der Sieg dem Verteidiger und die Niederlage dem Angreifer, weil die Kampfstärke der Verteidigung größer ist als die des Angriffs.
  7. Der Angriffssieg erfordert das Übergewicht des Angreifers in den Größen.
  8. Die Zielstärke des Angriffs ist absolut, weil er allein ein positives Ziel hat, die Verteidigung aber bloß ein negatives in der Vereitelung des Angriffs. 
  9. Extremismus ist das Prinzip des Krieges, weil in ihm jede Größe durch eine größere Gegengröße besiegt werden muß und positive Ziele nur zu erreichen sind durch viel größere Größen, die den Kampfstärkenvorteil der Verteidigung überwinden können; deshalb führt dem Begriffe des Krieges nach die Anwendung der Gewalt zum Äußersten, zum Extrem. 
  10. Taktik lehrt den Gebrauch der Mittel im Gefecht (Treffen, Schlacht, Feldzug), Strategie lehrt den Gebrauch der Gefechte zum Ziel des Krieges, dem Sieg, und der Kriegsplan entwirft den Gebrauch des Krieges als Mittel zu seinem Zwecke, der Rechtserzwingung und des politischen Friedens oder der Besitzerzwingung und des naturalen Friedens.
  11. Das Lager ist die schlachtfertige Aufstellung einer Streitkraft oder die bewegungsbereite Lagerung einer politischen Bewegung usw. und als solches eine taktische Maßnahme, der Marsch einer Bewegung oder Armee ist eine strategische Handlung, eine Anordnung von einzunehmende Lagern und auszuführenden Gefechten. In geschichtlich bewegten Zeiten befindet ein wehrhaftes Volk sich auf dem politischen Marsch oder im Lager.
  12. Quartiere dienen der Erholung der Streitkraft, sie sind „der Lage und Ausdehnung nach strategische, der auf die Gefechtsbereitschaft gerichteten inneren Einrichtung nach taktische Gegenstände“ (Clausewitz). Einem verteidigungsbereiten Volk ist in geschichtlich beruhigten Zeiten sein Land das Quartier, es ist Gegenstand und Maßnahme seiner Deckung. 

Die Er­zeu­gung ei­ner Streit­kraft ist von ih­rem Ge­brau­che, ih­re ein­sei­ti­ge Pro­duk­ti­on so­wie ih­re lau­fen­de Un­ter­hal­tung in Krieg und Frie­den von ih­rer wech­sel­sei­ti­gen De­struk­ti­on im Ge­fecht zu un­ter­schei­den, wes­we­gen Lo­gis­tik we­der zum Krieg noch zum Han­del im ge­nau­en Sin­ne, we­der zur Lo­gik noch zur Phi­lo­so­phie ge­hört. Die Aus­rüs­tung und Aus­bil­dung von Streit­kräf­ten fällt un­ter ma­te­ri­el­le, geis­ti­ge und päd­ago­gi­sche Pro­duk­ti­on, nicht un­ter kämp­fe­ri­sche De­struk­ti­on und Er­kennt­nis­krö­nung im Bel­li­zis­mus. Als Bil­dung hat sie Na­tur­be­din­gun­gen (Be­ga­bungs­vor­aus­set­zun­gen) und Ar­beits­re­sul­ta­te (Lern- und Übungs­er­geb­nis­se), sie kennt ei­ne Di­dak­tik der Waf­fen­gat­tun­gen und ei­ne Me­tho­dik des Waf­fen­ge­brauchs. Die Tak­tik im ge­nau­en Sin­ne, als Ge­brauch vor­aus­ge­setz­ter Mit­tel im Ge­fecht, ist bel­li­zis­ti­sche Me­tho­dik; sie lehrt, wie ver­schie­de­ne Hand­ha­bun­gen des Mit­tels des­sen Zer­stö­rungs­kraft (als Ge­walt­de­struk­ti­vi­tät wie als Ge­walt­in­ten­si­tät) an den ihr be­stimm­ten Ge­gen­stand, die le­ben­di­ge Kraft des Geg­ners und er­satz­wei­se des­sen Waf­fen, zu brin­gen ver­mö­gen.

Rekrutierungs- wie Kriegsformen sind abhängig von der Verfassung des Gemeinwesens. Regime des Freihandels führen Kriege in Freifeuerzonen, um die Grenzen, die freie Völker und eigensinnige Staaten ziehen, zu zerstören. Raumgerechte Volkswirtschaften reeller Nationen hingegen werden immer eine Raumdeckende Verteidigung aufbauen und das Land selber zur hochdifferenzierten Waffe aller seiner Leute entwickeln. Im Gegensatz zu den Kriegen, in die ganze Völker involviert sind, haben die hochbewaffneten Pazifizierungsinvasionen der liberalistischen Regime eine schnell schrumpfende Basis, ihr Kriegsgeist erstirbt allmählich zur bloß militärischen Demonstration. Seit dem Vietnamkrieg wird die neo-absolutistische Kriegsmaschinerie immer häufiger von nationalen Befreiungskämpfern gedemütigt.

Der Kriegsgeist der Staaten steht heute weltweit auf derart niedrigem Niveau, daß praktisch nur noch globale Polizeiaktionen, aber keine klassischen Staatenkriege und schon gar kein Weltkrieg mehr vorstellbar erscheinen. Das läßt nicht auf das Ende der Kriege hoffen, sondern macht lediglich den baldigen Abgang des globalen Kapitalabsolutismus wahrscheinlich. Stoßen erst die souveränen und bewaffneten Völker aneinander, werden klassischer Duellkrieg und die kriegerischen Volksgeister rasch wiederauferstehen. Der Kriegsgeist der Völker wie der militärische Genius ihrer großen Feldherren bildet sich sehr schnell, weil der Krieg nur in der Wirklichkeit dank ständiger Friktionen so schwer ist, in seiner Theorie aber äußerst einfach. 

Solange der Kriegsgeist und die Souveränität der Völker nicht wiederhergestellt sind und ihre Majestät ungestraft beleidigt werden kann, müssen sie ständig Belehrungen über sich ergehen lassen, was sie gefälligst zu tun und wie sie ihre Länder einzurichten, wen sie bei sich zu dulden haben, wollen sie nicht wirtschaftliche oder militärische Sanktionen auf sich ziehen. Subjekten von Ehre Belehrungen zu erteilen, zieht unter edlen Männern ein Duell nach sich und ist unter freien Völkern eigentlich ein Kriegsgrund. Nicht die Weltkriege, sondern die Umerziehungen – totalitär in kapitalistischer und partikulär in kommunistischer Variante – waren der Schrecken des 20. Jahrhunderts. 

Mit Clausewitzens Werk „Vom Kriege“ (1832) ist der Deutsche Idealismus in der gesellschaftlichen Wirklichkeit des Militärischen angekommen. In diesem Werk ist auch schon ausgesprochen, daß der Krieg es mit der Ökonomie der Kräfte und der Zeit zu tun und mit dem Handel die größte Ähnlichkeit hat. Folglich durchdrang das nächste große Werk des Deutschen Idealismus die gesellschaftliche Wirklichkeit des Ökonomischen; es erschien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und trug den Titel „Das Kapital“. Beiden Werken ist gemeinsam eine völlig unverbrauchte Jugendfrische, beide haben auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts nichts von ihrer Wahrheit eingebüßt. Es hat sich gezeigt, daß die Grundbegriffe beider Werke systematisch miteinander verknüpft werden können. Aber auch jeder Grundbegriff für sich ist weiterer Entfaltung und Präzisierung fähig, was hier am Kriegsbegriff zu demonstrieren war. Freilich sind der Krieg und die Erkenntnisstufe des Bellizismus nicht das letzte Wort der Völker, sondern die Geschichte, der Gang Gottes auf Erden, und der Historismus als Erkenntnisweise relativieren zuguterletzt alles.




Zerlegung der Lage

Alles beginnt mit der Lage, alles endet in der Lage, und alles unterbricht die Niederlage. Wir Deutschen, die Besiegten von 1945, sind die Vermißten der Geschichte. Ohnmächtig in der Niederlage liegend müssen wir aufstehen, wieder auf die Beine kommen. Wir müssen uns erheben. Aufstand ist geboten.

Alles beginnt in einer Lage, und jeder wird aus einer Lage in das Sein geworfen: kopfüber oder hintenunter, und die Glücklichen fallen gleich auf die Füße, sie werden in den Stand geboren, in den andere sich erst setzen müssen. Die Lage kann bequem oder ungemütlich sein, vornedran oder weitab vom Schuß. Aber keine Lage währet ewiglich. Wer aus seiner Lage sich nicht selbst erhebt, sich nicht in Stand setzt, den wirft sein Feind oder das Sein aus einer Lage in die andere.

Im Anfang war die Lage. Wer aus ihr sich zu erheben vermochte und auf die Beine kam, suchte Halt, fand den Standpunkt und strebte zu dem Stand, von dem aus er im Stande war, selber in Gang zu kommen und in den Gang der Welt, wo möglich, einzugreifen. Die Niederlage macht dem ein Ende.

Die totale Nieder-Lage unterbricht den Gang der eigenen Angelegenheiten, wirft uns aus dem Stand, raubt uns den Standpunkt und entreißt uns den Halt, woran wir uns mühsam aufgerichtet hatten. Das Standhalten der Standhaften war vergeblich, keine errungene und ausgebaute Stellung war mehr zu halten gewesen, die einst eigenen Angelegenheiten lagen uns plötzlich fern, sie wurden die Gelegenheiten der Fremden, die Beute der Sieger. Die Lage der Deutschen ist eine festgezurrte Niederlage. Zerlegung dieser Lage ist ihrer theoretischen Seite nach Lageanalyse, ihrer praktischen Seite nach die Erhebung aus der Lage. War diese Lage eine totale Niederlage, so stellt sich deren praktische Zerlegung dar als Total-Erhebung, als absoluter Aufstand. Er ist die Erlösung, die Selbsterhebung zur Absolution.

Wo ein Lagebegriff des Politischen, dort ist sein Sitzbegriff nicht fern, und als nächstliegende Form des politischen Kampfes erscheint das Aussitzen. Da man in dieser niederen Form des Politischen aber sowieso schon viel auszustehen hat, ständig irgendwelche Kräfte einem an den Beinen der politischen Sitzgelegenheit sägen, stellt sich bald die Frage nach der Zerlegung des Sitzbegriffes des Politischen durch seinen Standbegriff. Aus Sitz und Stimme sollen Stand und Ansehen werden. Seine Vorbedingung ist der Überblick, der aus der Lage kaum zu gewinnen ist und aus dem Sitz nur dann, wenn er thronartig hochsteht. Aus einem ansehnlichen Standbegriff des Politischen kommt man in Gang, und aus dem Gang und aus dem Eingriff in den Gang ist der Gangbegriff und der Eingreifbegriff des Politischen zu gewinnen.

Alle Fragen nach Lage, Sitz, Stand und Gang des Politischen fließen aus dem topographischen[1. die räumlichen Bedingungen betrachtend] Politikverständnis, das wesentlich griffiger ist als das doxographische[2. die überlieferten Tatsachen und Grundsätze betrachtend]. Diese örtliche Auffassungsweise des politischen Handelns betrachtet die Gelegenheit des eigenen wie des gegnerischen Lagers, aus der die Drohungs- wie die Bedrohungslage unmittelbar entspringt. Spitzt sich solche Lage zur Belagerung zu, steht am Ort des Geschehens die Frage zur Entscheidung, ob der Besitzer standhalten kann oder entsetzt werden muß, oder ob er dem Belagerer zu weichen und ihn als Besetzer zu dulden hat.

Wie Lage und Sitz leicht zur Belagerung und zur Besitzung führt, so gleitet der Blick ganz zwanglos hinüber zum möglichen Besitz. Der mögliche Besitz (wußte schon Thomas Hobbes), das ist die Macht. Die Macht ist keine blinde, böse und zerstörende Besitzgier, sondern als möglicher Besitz die Absehung vom tatsächlichen Besitz, die Befreiung vom Zwang zur jederzeitigen Tathaft. Besitz als solcher steht unter der Notwendigkeit der besetzenden Tat und ihrer besitzenden, bestehenden und innehabenden Dauer. Diese Notwendigkeit löst die Macht durch ihre Möglich-keit, was die machteigene Wirklichkeit erzeugt. Die bloße Notwendigkeit dieser Machtwirklichkeit ist der Wille und die bloße Möglichkeit der Macht ist die Gewalt. Die Gewalt ist das reine Mittel und damit tathafte Möglichkeit zur Verwirklichung der Notwendigkeit, zur Durchsetzung des Willens als Macht. Gewalt also ist Ermöglichung der Verwirklichung der Notwendigkeit. Durch die Gewalt wird der notwendige Wille mögliche Macht, die den mit Notwendigkeit gesetzten Willen durchsetzt und als wirkliche Macht durchgesetzt hat. Als durchgesetzter Wille kommt die Macht mit Notwendigkeit zu neuen Setzungen des Willens und muß zu demgemäßen Durchsetzungen mittels Gewalt schreiten, um im Machtzuwachs sich zu verwirklichen.

Ohne Macht und ohne Besitz gibt es keine Politik. Aber die Macht ist nur eine notwendige und keine hinreichende Bedingung für die Gegebenheit des Politischen. Jeder wahre Unterscheid von Freund und Feind, von Sicherung und Bedrohung, von Besitz und Nichtbesitz, von Stand und Ausstand, von Macht und Ohnmacht bezeichnet gewiß höchst wesentliche Unterschiede, politische Unterscheidungen aber sind es nicht. Freund und Feind sind so vorpolitisch wie die Lageanalyse oder das Gesetz; sie sind allesamt Gewalten, in denen die Naturaldifferenz waltet. Macht und Besitz sind Rohstoff der Politik, die selber erst beginnt, wo der Besitz mögliches Eigentum und damit ein Recht, also auch der mögliche Besitz mögliches Eigentum und daher ein Rechtsanspruch wird. Die unpolitische Macht wird mit dem Rechtsanspruch zur politischen Macht und daher zur Rechtsmacht. Politik beginnt also beim Recht und seinem Anspruch. Sie setzt sich fort bei der Person und ihren Möglichkeiten. Die Person ist der Besitzer, welcher Eigentümer ist: der Mensch als Rechts- und Politiksubjekt. Das politische Subjekt mitsamt seinen Fiktionen ist das Rechtssubjekt in seinem subjektiven Recht, welches das Recht verinnerlicht hat und es als Moralität abstrahlt. Im Reiche dieser Moralität werden aus Rechtsansprüchen Ansprüche der Persönlichkeit; aus dem politischen Kampf als dem Kampf gleicher Rechte, zwischen denen die materiale Gewalt entscheidet, wird der Kampf gleichberechtigter Personen, zwischen denen die moralische Gewalttätigkeit, Schlag um Schlag, den Ausschlag gibt.

Der Begriff der Lage koexistiert mit dem Begriff des Politischen. Die Zerlegung des Lagebegriffs führt zum Elementarbegriff der Niederlage, die durch Erhebung aufgehoben, aber nicht weiter zerlegt werden kann. Die bloße Niederlage ist so unpolitisch wie die reine Ohnmacht, die absolute Macht und der totale Sieg. Letzterer behält den Makel der Unvollkommenheit, wenn er sich nicht als Recht rechtfertigen kann. Daher wird der totale Sieg und alle aus ihm geschöpfte Rechtlosigkeit vom Sieger verrechtlicht. Resultat des Vernichtungskrieges war die bedingungslose Kapitulation. Deren Verrechtlichung durch ewige Verfassungsgrundsätze, UNO-Feindstaatenklausel, NATO, Atomwaffensperrvertrag und EG wird aber zum Ansatzpunkt jeder erfolgreichen deutschen Revisionspolitik, die als Wiederherstellung der unbeschränkten Souveränität, also mit der vollen Völkerrechtssubjektivität der Besiegten von 1945 enden muß. Weil der Sieger seinen Sieg durch Verrechtlichung zu verewigen sucht, verwandelt er selbst die totale Niederlage des Besiegten aus einer bloßen Elendslage in eine politische Lage, die auf politische Weise verändert werden kann. Jede politische Lage, auch die schlechteste, ist aber eine menschliche Lage.

Die Subjekte des europäischen Völkerrechts hatten totale Siege und totale Niederlagen vermieden. Deren Rechtlichkeit wäre kaum begründbar gewesen. „Jedes Volk sei Rechtssubjekt und anerkenne das feindliche Volk als ein Rechtssubjekt!“ ist oberstes Gebot des völkerrechtlichen Zustandes. Ohne Verletzung dieses Gebotes kann keine bedingungslose Kapitulation verlangt und erzwungen werden. Ist sie einmal erzwungen worden, gibt es keinen Halt mehr: Der Sieger kann die Regierung des besiegten Landes verhaften, dessen Kriegsgefangene zu entwaffneten Feinden erklären und dem Hungertod preisgeben, beliebig in die allgemeine Rechtsordnung des besiegten Landes eingreifen und die Zivilbevölkerung ganzer Provinzen vertreiben und um Millionen dezimieren. All dies folgt der Logik des Vernichtungskrieges, der kein Rechtserzwingungsmittel mehr ist, sondern das Mittel der Liquidation des feindlichen Völkerrechtssubjekts. Der Krieg hört auf, ein Clausewitzscher Krieg zu sein; es geht nicht mehr um die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sondern um eine Beendigung der Politik mittels militärischer Gewalt und moralischer Gewalttätigkeit. Dem Gegner soll kein fremder Wille aufgezwungen, er soll vom eigenen Willen endgültig befreit werden. Dieser Krieg wird dadurch in der Tat die absolute Befreiung der Besiegten; er wird der Krieg zur Abschaffung aller Kriege, weshalb er der Einführung einer Neuen-Welt-Ordnung dient und – solange noch mögliche Störer dieser Neuweltlichkeit vorhanden sind – auch nicht aufhören kann und schon garnicht durch Friedensvertrag zu beenden ist. Der unter der Losung „Krieg dem Kriege“ geführte Krieg darf nie enden.

Wie die mittelalterliche Fehde ist der Krieg in der europäischen Geschichte ein Rechtserzwingungsmittel. Dieser Krieg wagt das Leben der Menschen und Völker, um ihre Person zu wahren. Die Person ist die Ebenbildlichkeit Gottes am Menschen, sie ist die Charaktermaske der göttlichen Abstammung der Völker, durch die ihre Stimme hindurchtönt. Nur die Anerkennung des Krieges läßt die Völker den Frieden wiedergewinnen. Der Frieden aber ist ein Geschenk, das die Götter nur jenen Nachkommen gewähren, die ihnen Heimstätten bieten. Diese Heimstätten wollen aber geschützt sein vor den Verwüstungen des eifernden Wüstengottes, der sein Ich nur bestätigen kann in der Vernichtung der anderen Götter, in der Entgötterung der Welt. Vertreibung der Götter und der Menschen, Liquidierung der Staaten und der Kulte, Verwüstung der Welt: das ist ein und der selbe Vorgang.

Der Krieg gegen den Krieg ist Vernichtungskrieg im naturalen wie im formalen Sinne: Hungerblockade, Bombenkrieg und Nukleardrohung der Naturalform der Gewaltanwendung nach, Liquidation unterlegener Völkerrechtssubjekte der Verkehrsform nach. Der Krieg gegen den Krieg und für die neue Weltordnung muß natural- wie verkehrsförmiger Vernichtungslrrieg sein, weil die Kriegsführungsfähigkeit materialiter, als Volk in seinen Wohnungen und Werkstätten, verringert und im Idealfalle zur bloßen Bevölkerung vernichtet werden muß, als Subjekt des Völkerrechts aber liquidiert gehört, weil der Krieg aufhört, wenn keiner mehr oder nur noch einer dazu berechtigt ist. Je weniger Staaten, desto weniger Kriegsführungsberechtigte gibt es, Polizisten und Verbrecher bleiben übrig. Die Stunde der Weltinnenpolitik schlägt, dem Menschen als zoon politikón hat das letzte Stündlein geschlagen und übrig bleibt ein unpolitisches Tier (animal sociale) mit überflüssiger Großhirnwucherung.

Die Gegenbewegung zum Vernichtungskrieg ist der nationale Befreiungskrieg: Er vermehrt die Anzahl der Völkerrechtssubjekte und damit die möglichen Kriegsparteien. Der Triumph vieler Unabhängigkeitskriege und -bewegungen beendet das Zeitalter des Weltfriedens, das eine Zeit andauernden Weltpolizeieinsatzes war. Das Polizeiliche ist die Unschädlichmachung des Politischen, die Entpolitisierung der Völker, es ist die Entmenschung des Völkerrechts und die Verbrecherung der Welt, die insgesarnt unschädlich zu machen war. Dies schien nur in der Zweiten Systemzeit, die vom 8. Mai 1945 bis zum 9. November 1989 währte, vorübergehend zu gelingen, weil das Polizeiliche einen Weltmachtwillen ausdrückte, der als solcher die völkerrechtliche Weltordnung unterdrücken mußte. Während des sog. Ost-West-Konflikts hatte der Versuch, Weltpolitik durch Weltpolizei zu ersetzen, noch eine gewisse Folgerichtigkeit, weil der Weltpolizist ein Weltgefängnis hinter sich hatte. Ohne diese Rückendeckung ist der Weltpolizist eine schwache Figur. Absehbar ist, daß der US-Marshall dem SU-Gulag in den Orkus der Gegengeschichte nachfolgen wird. Die Götter Germaniens kehren zurück, sobald ihre Kränkung gesühnt und ihre Heimstatt entwüstet und wiedererrichtet ist.

Die Besiegten von 1945 sind also in Wahrheit die völlig Befreiten. Sie sind Schopenhauersche Idealexistenzen geworden, die aus der Knechtschaft des eigenen Willens Erlösten. Ihre Welt ist nicht mehr Wille und Vorstellung, sondern nur noch Vorstellung. Sie sind von der Notwendigkeit befreit, die als Zwang zum Willen alle Macht und Gewalt bewacht. Sie müssen nicht wollen und sie wollen auch nicht mehr müssen. Nun hat der Mensch zwar die Freiheit des Willens wie der Willenlosigkeit, aber der Willen hat nicht die Freiheit der Notwendigkeit, denn er ist die Notwendigkeit selber und als solche das Tor zu aller Möglichkeit und Wirklichkeit der Welt des Menschen. Die von der Notwendigkeit des Willens Befreiten geben der Not Kredit, ohne die Not zu wenden, weder als Wendigkeit noch als Abwendung. Die Leidenschaft der Willensbefreiten ist die Selbstemanzipation: das Sich-selbst-aus-der-Hand-Geben. Mit sich selber geben sie die Notwendigkeit des Willens wie den Willen der Notwendigkeit auf. Nichts wird mehr gewendet und schon gar nicht die Not. Die Not häuft sich an und man schenkt ihr ein anscheinend unbegrenztes Vertrauen. Die Not selber ist eine unantastbare Würde. Weil die Not nicht gewendet, sondern beschworen wird, hat sie eines Tages eine solche Macht, daß sie autonom wird, eigenen Willen setzen und mit Gewalt durchsetzen kann. Der Autonome ist die personifizierte Not der zur Notwendigkeit unfähigen Befreit-Besiegten von 1945.

Die Unterscheidung von Freund und Feind ist dann und nur dann ein politischer Unterschied, wenn der Freund meinen Anspruch als Anrecht anerkennt und der Feind denselben Anspruch als Unrecht kennt und als Anrecht verwirft. Die Lage ist nur dann eine politische Lage, wenn sie eine Rechtslage ist, die Lageanalyse nur dann eine politische Analyse, wenn sie eine Rechtslage zerlegt. Die Zerlegung der Lage ist die Vernichtung der Lage, nicht des Gelagerten. Liegt dieser in absoluter Nieder-Lage darnieder, kann Zerlegung seiner Lage nur Erhebung aus der Lage, nur Lageaufhebung sein. Die rechtliche Verankerung und politische Fesselung in der Niederlage macht diese politisch und öffnet dem Besiegten die Möglichkeiten der politischen Entfesselung. Verhindern kann das der Sieger bei für ihn sich verschlechternden Relationen der Naturalmacht nur durch rechtzeitige physische Vernichtung des Besiegten, was aber auch die gänzliche Entrechtung und Entpolitisierung nicht nur der Lage des Besiegten, sondern vor allem auch der Lage des Siegers bedeutet. Der Sieger ist dann so rechtlos und unpolitisch wie der Besiegte. Will der Sieger vermeiden, in diese Lage, die von Dritten ausbeutbar ist, zu kommen, muß er versuchen, die einzelnen Schritte der politischen Selbstentfesselung des Besiegten sich als Zugeständnis abkaufen zu lassen. Das Angebot der USA von „partnership in leadership“ an ihren Vasallen BRD war solch ein Versuch.

Der Begriff des Politischen ist das Recht, der Begriff der politischen Lage aber ist die Unterscheidung von Freund und Feind meines Rechts. Und auch die Geographie kann mir freundlich oder feindlich sein. Der allgemeine Begriff des Politischen ist substantiell und indifferent gegenüber dem Schicksal der Völker wie der Einzelnen, der besondere Begriff des Politischen der Lage ist topographisch und schicksalhaft, meint immer das eigene Geschick von Rechtssubjekten in der Beziehung zu anderen Subjekten an einem bestimmten Ort und in einer gewissen Zeit.

Im Lagebegriff des Politischen ist die Substanz das Subjekt.

Wie zerlegt man die deutsche Lage? Wie verwandelt man die deutsche Niederlage des 20. Jahrhunderts an dessen Ende in einen deutschen Sieg? Mit welchem geschichtlichen Zug kann das Deutsche Volk das 21. Jahrhundert eröffnen?

Die beiden Weltkriege waren Präventivkriege gegen den Reichsgedanken zum Schutze der imperialistischen Systeme in West und Ost. Hatte schon Bismarck bei der Gründung des Zweiten Reiches den sog. Kulturkampf gegen die katholisch-maßvollen Anhänger des Wüstengottes zu führen, so Hitler seit der Gründung des Dritten Reiches den sog. Rassenkampf gegen die judaistisch-maßlosen Auserwählten des Wüstengottes. Der Investiturstreit mit dem Papst, der Kulturkampf mit dem rheinisch-polnischen Katholizismus und der Rassen-Klassen-Kampf mit dem jüdischen Weltzentralrat bezeichnen Angriffe auf die ersten drei Reiche der Deutschen, deren fundamentale Herausforderung für die Diesseitigkeitsgötzen aller Systemzeiten im Abendland die theologische Transzendenz der deutschen Staatsidee war: Das Reich als Schwert Gottes, als Katechont und Wahrer der kosmischen Ordnung in Europa und auf dem Erdenrund. Von den Sternenmänteln der deutschen Kaiser bis zum gestirnten Himmel über Kants Königsberg war der deutsche Glaube immer kosmozentrisch und damit Haßobjekt aller anthropozentrischen Kulte einschließlich des Christentums. Nicht nur bezüglich der weltpolitischen Großlage verbessern sich ständig die Bedingungen der Wiedergeburt des Deutschen Reiches, sondern auch wegen des schnell wachsenden Verzweiflungsgrades aller diesseitigen und anthropozentrischen Religionen.

Wortergreifung ist immer die Vorbedingung der Machtergreifung. Aber keine Wortergreifung kann zur Machtergreifung führen, die nicht Machtbegreifung ist. Nur das Begreifen der Macht rechtfertigt das Ergreifen des Wortes. Alles wird darauf ankommen, daß unser Wille, unsere Gewalt und unsere Macht im gottgefälligen Raume des Rechts sich bewegen; dadurch werden sie politisch und folglich menschlich. Der rechtsetzende Wille ist der politische Wille, die rechtdurchsetzende Gewalt ist die politische Gewalt und die rechtswaltende Macht ist die politische Macht, also durchgesetzter politischer Wille.

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