Das Verbrechen der Integration

  1. In der Flüchtlingslüge kommen Deutschen-Haß, Anti-Ger­manismus und eben auch das ganz besondere Ver­brechen der Integration zusammen.
  2. Das Ver­fahren der Integration art­fremder Menschen in Mittel­europa dient nicht nur der Ver­nichtung des Deutschen Volkes, sondern der Aus­löschung des völkisch-homogenen Souveränitäts­prinzips über­haupt.
  3. Die seit dem Sommer 2015 nach Mittel­europa ein­strömenden Zivil­­invasoren verstärken, wohl­organisiert und gut ausgerüstet wie sie sind, die hier seit Jahr­zehnten aufgebaute Zivil­okku­pation in aggressiv-dramatischer Weise.
  4. Die fremdrassische Zivilinvasion verleiht der artgleichen Zivilokkupation eine millionenstarke Überwältigungskraft gegen das wehrkraftzersetzte Deutsche Volk, das dadurch aber auch sich seines alten Tatenruhms erinnert, die fundamentalen Waffen der Kritik schon einsetzt und auf die Kritik der Waffen sich vorbereitet.
  5. Jede Art von Fehde und Krieg bezweckt Schadenstrachtung. Der zugefügte Schaden soll den Geschädigten zur Unterwerfung unter den Willen des Schädigers und zur Erfüllung seiner Forderungen zwingen. Die finanziellen und politischen Zugeständnisse der BRD an die Türkei sind erstes Resultat der Zivilinvasion.
  6. Ein Volk kann man durch eine siegreiche Invasion nicht umvolken, man kann es nur entvolken, also zu einer bloßen Bevölkerung hin vernichten. Die Methode, dies solches bewirkt, wird als Integration der Fremden hoch gerühmt. Daher ist Integration die böseste Art des Mordens am Deutschen Volke, weil sie im Deutschen Volk vollzogen wird. Es handelt sich um das Integrationsverbrechen.
  7. Ein Rassenkrieg in Europa ist trotzdem nicht unausweichlich. Es sieht eher nach einem Bruderkrieg gegen jene Horde aus, die in allen europäischen Völkern den Vatermord begangen hat.
  8. Der politische Mutti-Mord wird nur den Auftakt des unausweichlichen Bruderkrieges bilden. Kain schlug Abel tot. Dies wird sich immer wiederholen, denn der Ackerbauer muß den blutopfernden Nomaden stets aufs Neue von seinem Boden vertreiben.

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Englands Untergang – Britanniens Morgenröte

  1. Geschichtlich vollzieht sich die Besiedlung Britanniens von oben (Römer, Angelsachsen, Normannen), die Herrscher sind, von unten (Flamen, Iren, Inder), die billige Arbeitskräfte sind, oder seitlich, wenn die nach Herrschaft strebende Besiedlung unbedeutend ist (Dalriada) oder aber fehlschlägt (Danelag).
  2. Britanniens geographisch günstige Lage, einerseits mit dem europäischen Festlande durch den trennenden Ärmelkanal verbunden, andererseits zur Beherrschung des Inselmeeres geschaffen, lädt zu stetigen Eroberungen ein. Seiner geographischen Beschaffenheit wegen ist der Rumpf der Insel gleichsam ihr Haupt – das Gebiet des heutigen Englands – und ein jedes auf Herrschaft sinnendes Volk muß diesen samt seines politisch-geographischen Machtzentrums – London – besitzen und behalten. Somit beherbergen die vom Rumpfe hinwegstrebenden Glieder Britanniens die Überreste alter, schwacher Völker, die sich anfangs zwar tapfer gegen den Rumpf behaupten, doch letztlich von diesem unterjocht werden.
  3. Aufgrund der Britannien wiederholt heimsuchenden Eroberungswellen war die britische Bevölkerung seit römischer Zeit stets in beherrschende Oberschicht und beherrschte Unterschicht geteilt. Dieses Herr-Knecht-Verhältnis betraf und betrifft insbesondere Britanniens Rumpf: England. Also entstand hier nie eine wirkliche Abstammungs-, Sprach- und Schicksalsgemeinschaft, und sozial-psychologischer Notwendigkeit folgend ersetzten die Engländer den Begriff folc mit peuple.
  4. Im Gegensatz zu den Urbriten waren die Engländer somit von vornherein ob ihres Daseins als pseudo-völkische Insulaner zur gesellschaftlichen Verinselung prädestiniert. Dem hieraus keimenden Individualismus hat ihr bedeutendster Dichter ein würdiges Monument gesetzt.
  5. Diese Voraussetzungen bedingten England a) zur idealen Seemacht, b) zum idealen Ausbeuter überseeischer Kolonien und c) zum idealen Verräter Europas.
  6. Als individualistische Seemacht war England der natürliche Feind der militaristischen Landmacht Deutsches Reich. Seine wiederholten Angriffe auf das Deutsche Reich im Rahmen des von ihm hauptsächlich mitangezettelten Zweiten Dreißigjährigen Krieges, waren Angriffe auf das schlagende Herz Europas. Der Verrat an Europa sowie Englands Beteiligung am vorübergehenden Niedergange dieses Kulturkreises im Wüstensturme der Gegengeschichte sind Englands großes geschichtliches Verbrechen.
  7. Mit der militärischen Niederringung des Deutschen Reiches im Jahre 1945 hatte England als Gehilfe der Gegengeschichte sein Zerstörungswerk endgültig vollbracht und trat somit von der Bühne der Weltgeschichte ab. Der Verrat an Europa, das Ausplündern der Kolonien in Verbindung mit der Tatsache, daß die Engländer ein aus Einwanderungs- und Eroberungswellen gebildetes Pseudo-Volk sind, bedeutet nun Englands Untergang. Da ihm das ius soli vertraut, das ius sanguinis jedoch fremd ist, entbehrt England eines Immunsystems, das ihn vor seiner Selbstorientalisierung und Selbstvernegerung schützen könnte.
  8. Englands Untergang aber leitet die Wiederauferstehung der anderen britischen Völker ein: das kornische Volk[1. Dieses aus Kornwall stammende urbritische Volk ist eng verwandt mit den Bretonen und Walisern. Nachdem es seine Sprache im 19. und 20. Jahrhundert aufgrund englischen Druckes nahezu vollkommen verloren hatte, belebt es diese nun erneut und fordert zunehmende Unabhängigkeit von England.] findet wieder zu sich zurück, ebenso das Volk der Manx[2. Die Manx sind das auf der Insel Man beheimatete Volk. Neben einem starken nordischen Einfluß, stammen sie überwiegend von den Iren ab, deren Sprache sie in abgewandelter Form verwendeten, bis diese erlosch nachdem die Insel Man 1765 von England annektiert wurde. In den letzten Jahrzehnten haben die Manx ihre Sprache immer stärker ins öffentliche Bewußtsein gerufen und beleben diese nun wieder.]. Schottland fordert mit zunehmender Lautstärke seine Unabhängigkeit, und selbst die friedlichen, insichgekehrten Waliser werden zu ihrer vollen Selbstherrlichkeit zurückkehren. Englands Untergang ist Britanniens Morgenröte.

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Die türkische Antwort

Man kann den türkischen Premierminister Erdogan gar nicht genug loben für seine klugen und kühnen Worte, die er während seines Besuches beim BRD-Regime fand, und die er nach seiner Rückkehr in die Türkei bekräftigte: Der Türke bleibt Türke, man mag ihn mit BRD-Pässen ausstatten soviel man will, und Assimilation ist ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, denn den Türken wie einen Deutschen zu behandeln ist eine Mißhandlung.

Es gibt also gar keine „türkische Frage“, die der FAZ-Leitartikel vom 12.2.08 heraufziehen sieht, sondern allein eine türkische Antwort. Und die ist eine schallende Ohrfeige für Merkel und Konsorten. Und wer den Schaden hat, der braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen und so verlangte Erdogan, die BRD möge türkische Lehrer importieren und türkischsprachige Universitäten in Deutschland einrichten und bezahlen.

Die Türken haben ihren alten Eroberergeist nicht verloren, sondern jugendfrisch erneuert. Sie wissen seit langem, daß sie die Mitte Europas erobern müssen, um der Rache für die Zerstörung des christlichen Reiches von Byzanz zu entgehen und nicht aus Kleinasien, dem alten europäischen Siedlungserweiterungsgebiet, wieder hinausgeworfen zu werden. Deshalb standen sie immer wieder vor Wien. Aber so tief und massenhaft nach Mitteleuropa einzudringen wie gegenwärtig, das war ihnen noch nie gelungen. Sie haben also keinen Grund, sich jetzt kleinlaut zu verhalten. Sie sind in der Lage, aufs Ganze zu gehen.

Der selbstbewußte türkische Staat ist ein noch ganz anderer Herausforderer des BRD-Systems als die arabisch-muslimischen Individualterroristen. Sollte der türkische Staat zur Zersetzung der BRD-Autorität wesentlich beitragen, wird er eine nützlich-paradoxe Rolle in der Befreiung Deutschlands spielen. Denn die neue Türkengefahr wird erst vom Vierten Reich mit der Gesamtentausländerung Deutschlands beseitigt werden.




Karikaturen des Rassenkampfes

Der alte Ost-West-Konflikt zur Aufrechterhaltung des Wachkomas des Deutschen Reiches hat­te sich als in­ter­na­tio­na­ler Klas­sen­kampf kos­tü­miert, der neue Ost-West-Kon­flikt zum glei­chen Zwe­cke er­scheint als über­na­tio­na­ler Kampf der Kul­tu­ren. Bei­de Sei­ten des kom­men­den Bom­ben­krie­ges des ju­däo-ame­ri­ka­ni­schen Im­pe­ri­ums ge­gen Per­si­en und Sy­ri­en sind an der Zu­spit­zung des Kamp­fes der Kul­tu­ren in­ter­es­siert. Kul­tu­ren sind Ras­sen, Kulturenkampf ist Rassenkampf. Im sog. Karikaturenstreit stand auf den ersten Blick der Westen gegen den Orient, die Freiheit der Karikatur gegen die Karikatur der Freiheit. Als aber Teheran die westliche Freiheit der Karikatur auf die Probe stellte und einen Holokaust-Karikaturen-Wettbewerb veranstaltete, dessen beste Beispiele der für die Mohammed-Karikaturen verant­wort­liche dänische Redakteur nun zum Beweise westlicher Karikaturenfreiheit ebenfalls abdrucken wollte, flog er prompt aus seiner Stellung. Der Westen war auf ganzer Linie als Karikatur der Freiheit blamiert, bei aller seiner antichristlich-judäischen Karikaturenfreiheit.

Wer sich mit den jetzt Herrschenden identifiziert, für den erscheint die politische Lage als äußerst schwierig, ja als verzweifelt und aussichtslos. Wer hingegen die jetzt Herrschenden stürzen will, den stimmt die politische Weltlage hoffnungsfroh. Besonders verheißungsvoll ist, daß der Islam den Westen schlägt, obgleich noch offen ist, ob er ihn auch besiegen wird. Um die Frage, wer wen besiegen kann oder nicht, zu beantworten, muß man sich darüber klar werden, wer was ist oder nicht ist. Also: Was ist der Islam und was ist der Westen?

Der Islam ist keine progressive Stufe in der Geschichte der Religionen, sondern eine Rückfallplattform für die entwurzelten orientalischen Massen der unmittelbaren Nachantike. Islam ist reiner Monotheismus und als solcher Totalitarismus über­haupt: Er an­er­kennt nur ei­nen Gott und ver­nich­tet die hei­li­gen Stät­ten al­ler an­de­ren Göt­ter und da­mit die see­li­schen Iden­ti­fi­ka­ti­ons­or­te an­de­rer Völ­ker, die so ent­we­der zur Ver­nich­tung oder zur Un­ter­wer­fung frei­ge­ge­ben sind. Der mo­no­the­is­ti­sche To­ta­li­ta­ris­mus ist den bei­den gro­ßen Re­li­gio­nen ge­mein, die die se­mi­ti­sche Ras­se her­vor­ge­bracht hat: das sind Ju­den­tum und Is­lam. Bei­de Re­li­gio­nen sind der Wüs­te ent­sprun­gen und da­her wüs­ten We­sens. Bei­de sind auch fa­na­tisch. Der Fanatismus ist ein Gedankenkurzschluß innerhalb der Momente des Begriffs, also der Allgemeinheit, Besonderheit und Einzelnheit. Der Fanatismus des Judentums ist der des Einen Herrn, Jahwe, welcher die abstrakte, tödliche Allgemeinheit ist, die alle Besonderheiten, die Götter der verschiedenen Völker, tötet. Dieser eine Gott verabsolutiert das Allgemeine und Götter- und Völkermord an den Anderen ist folgerichtig sein Programm. Auserwählt ist nur ein Volk, das jüdische, dem die Welthirtschaft versprochen ist unter der Bedingung, daß es die anderen Götter und Völker ausmordet. Sollte es diesem Völkermordgebot nicht folgen, wird es selber mit Vernichtung bedroht. Der Monotheismus ist immer auch Totalitarismus, weil falsche Ganzheit, daher eben nicht die Totalität, al­so die wah­re, weil kon­kre­te Ganz­heit. Schon im Al­ter­tum ha­ben die Ju­den den To­ta­li­ta­ris­mus in Ägyp­ten ver­brei­tet, als Jo­sef dort über­lie­fe­rungs­ge­mäß (Gen. 47,13-26) die Ent­eig­nung und Ver­skla­vung des Vol­kes (mit Aus­nah­me der Pries­ter) als Grund­la­ge der pha­rao­ni­schen Zen­tral­ver­wal­tungs­wirt­schaft ein­führ­te, al­so den alt­ori­en­ta­li­schen Kom­mu­nis­mus. Der To­ta­li­ta­ris­mus der Ju­den im 20. Jahr­hun­dert war Bolschewismus in Rußland, der mit dem für Völ­ker­ver­sklavung und Völ­ker­aus­mordung nötigen Fa­na­tis­mus von Trotzki, Lenin und Stalin betrieben wurde.

Ist es bei den Juden der Fanatismus des Einen Herrn, so bei den Moslems die Unterwerfung des Einzelnen unter den Allgemeinen, unter Allah. Das Begriffsmoment der Besonderheit wird übersprungen: darin liegt der denkerische Kurzschluß des islamischen totalitären Fanatismus. Dieser ist aber höherstehend und stärker als der jüdische, weil universell angelegt und auch Nicht-Araber zum Islam übertreten können. Da der Islam aber die Kriegsreligion des einen Heiligen Krieges zur Unterwerfung der ganzen Welt unter Allah ist, darf man natürlich keine Fahnenflucht begehen und wieder abschwören. Andernfalls ist die Todesstrafe fällig, siehe Afghanistan. An sich ist der Islam dem Judentum überlegen, weil Fremdvölkische beliebiger Herkunft in die Umma, die Weltgemeinschaft der Moslems, eintreten können, aber durch die Symbiose des Judentums mit den USA als Macht und der amerikanischen Ideologie vom gelobten Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist das Judentum weltpolitisch noch in der Vorhand, verliert aber zunehmend die Initiative an den Islam. Dem rassischen Ursprung nach ist der derzeitige Weltkonflikt ein innerer Kampf der semitischen Rasse. Das Interesse der weißen Rasse ist es, daß der Islamismus über den Judaismus siegt und alle Juden der Herrschaft der Araber unterworfen, letztere aber dann in den Wüstengürtel der Erde zurückgedrängt werden, um die gemäßigten Klimazonen, die Heimat der weißen Rasse, von allen Eroberern aus der Wüste und aus der Steppe zu befreien.

Was ist Rasse, was ist Volk, was ist Nation? – Rasse ist Abstammungsgemeinschaft, Volk ist prozessierende Gemeinschaft von Abstammung, Sprache und Schicksal, also geistige Form innerhalb einer Rasse, und Nation endlich ist ein Volk als politisches Subjekt des Völ­ker­rechts, als Ei­gen­tü­mer sei­ner selbst oder Sou­ve­rän. Das Deut­sche Volk ist die Mit­te Eu­ro­pas, und Eu­ro­pa ist die Mit­te der Welt. Das Deut­sche Reich ist das In­ne­re Reich der Mensch­heit, ist Ge­stalt und Auf­ga­be des ge­mein­ger­ma­ni­schen Vol­kes der Deut­schen.

Im­ma­nu­el Kant hat uns ei­ne Theo­rie der Ras­se hin­ter­las­sen. Nach Kant sind Ras­sen kli­ma­zo­nenge­ne­rier­te und ver­er­bungs­kon­stan­te Mensch­heits­mo­di­fi­ka­tio­nen, al­so Ab­ar­tun­gen der mensch­li­chen Gat­tung. Die Haupt­ras­sen ent­sprin­gen folg­lich der hei­ßen, der kal­ten und der ge­mä­ßig­ten Kli­ma­zo­ne, die sich auch bei Ver­pflan­zung in an­de­re Kli­ma­zo­nen er­hal­ten. Al­so gibt es die schwar­ze, die gel­be und die wei­ße Grund­ras­se, al­so Ne­ger, Es­ki­mos und Wei­ße. Se­mi­ten und Ha­mi­ten sind ver­mut­li­che das, was Kant „halb­schläch­ti­ge Kin­der oder Blend­lin­ge“ (XI,12f.) nennt, al­so wei­ße Mu­lat­ten im Fal­le der Se­mi­ten und schwar­ze Mu­lat­ten im Fal­le der Ha­mi­ten. Die Ger­ma­nen ge­hö­ren zum obe­ren, nor­di­schen Schlag in­ner­halb der wei­ßen Ras­se.

Ras­sen ha­ben sich auch au­ßer­halb ih­rer hei­mi­schen Kli­ma­zo­ne fest­ge­setzt. Das be­weist, daß nicht nur die Ras­sen sel­ber, son­dern auch der Ras­sen­krieg mit Sie­gen und Nie­der­la­gen die ab­so­lu­ten Grund­tat­sa­chen in­ner­halb der Mensch­heit und so­mit der Fun­da­men­tal­an­trieb al­len mensch­li­chen Fort­schritts sind. Je­der An­ti-Ras­sis­mus, der dies leug­net oder ver­teu­felt, muß sich auf die un­ter­schieds­lo­se Mensch­heit als Säu­ge­tier­art und den Hu­ma­nis­mus als de­ren Ideo­lo­gie zu­rück­zie­hen. Der An­ti-Ras­sis­mus ist da­her die Fun­da­men­tal­re­ak­ti­on ge­gen den Schmerz und das Leid des inn­er­mensch­li­chen Fort­schritts, der stets zu­neh­men­de Dis­kri­mi­nie­rung – also abwertende Unterscheidung des Niederen vom Höheren, des Häßlicheren vom Schöneren, des Dümmeren vom Klügeren – bedeutet. Die Zukunft des Rassismus verspricht langfristig mit der Entwicklung der Gentechnik durchaus eine glänzende zu werden, denn in eine niedere Naturrasse hineingeboren zu sein kann als große Ungerechtigkeit empfunden werden und den Wunsch wecken, daß der Mensch sein Rasseschicksal in die eigene Hand nimmt, es sich verfügbar macht und sich in den Stand setzt, es zu ändern. Daß in der Zukunft der Mensch seine Rassenzugehörigkeit seinem freien Willen unterwerfen wird, ist wahrscheinlich bis gewiß. Aber wann er dazu in der Lage sein wird, ist ungewiß.

Auf der aktuellen rassenhistorischen Tagesordnung steht der siegreiche Weltaufstand gegen die Vorherrschaft der weißen Rasse, die ja auch deren Verknechtung an die nichtweißen Rassen bedeutet. Im gegenwärtigen Kampf innerhalb der Semiten, der von beiden Seiten als Krieg gegen den Terror läuft, ist ein Sieg des Islam über den Judaismus der kapitalistischen Welt zu erwarten. Der Westen wird verlieren, weil er nicht die weiße Rasse schützt und die Seite der Säkularität vertritt, die gegen die angreifende islamische Sakralität nicht standhalten kann (vgl. Botho Strauss).

Die deutsche Nationalbewegung und alle reichstreuen Deutschen müssen den Untergang des Westens, der auch in den Reihen unseres Volkes Opfer kosten wird, kaltblütig abwarten. Denn: Deutschland ist nicht der Westen, sondern die Mitte: die Mitte Europas und dadurch die Mitte der Welt. Der Untergang des Westens wird die deutsche Geschichte zur Gänze rechtfertigen. Erst dann kann die Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches wiederhergestellt werden und die geistige, politische und demographisch-ökonomische Genesung des Deutschen Volkes beginnen. Als Rassenkampf betrachtet wird es die Austreibung der nichtweißen Rassen aus der gemäßigten Klimazone sein, aber auch die weiße Rasse wird wohl solche Siedlungsgebiete wie Kalifornien und Texas räumen müssen.




August 1999

  1. Das Rechtsgebot ist der kategorische Imperativ aller politischen und geschichtlichen Subjekte in Krieg und Frieden.
  2. Das Rechtsgebot lautet: Sei eine Person und respektiere die anderen als Personen! (Hegel, Rechtsphilosophie, § 36)
  3. Die Mißachtung des Rechts ist das Unrecht, die der Person das Verbrechen.
  4. Die Person ist das Rechtssubjekt sowohl als einzelner Mensch wie als Menschengemeinschaft, sei diese Familie, Sippe, Gau, Stamm oder Volk.
  5. Ein Volk als Person ist Nation.
  6. Sind in einer Nation die einzelnen Volksgenossen selber Personen und stehen diese in einem allgemeinen Rechtsverhältnis zueinander, tritt zwischen ihnen der Unterschied von Privatpersonen und Staatspersonen ein, der Staatspersonenverband und sein Vorstand sind dann der Staat und seine Regierung, die Einheit der Privat- und Staatspersonen der staatsbürgerliche Verband und die Nation ist Nationalstaat.
  7. Jede Person ist ein Besitzer als Eigentümer oder eine Besitzergemeinschaft als Gemeinschaftseigentümer.
  8. Jedes Recht ist ein Besitz als Eigentum.
  9. Jedes Gesetz ist eine Norm des Besitzes, der besitzbildenden Handlung oder des Besitzers und seiner Gemeinschaften und liegt unterhalb der Personen und ihrer Rechte, die der alleinige Gegenstand der Politik und ihrer Geschichte sind.
  10. Unter den Reichs-Zerteilungsstaaten ist die BRD ein größeres Unrechtsregime als die DDR es je gewesen war.
  11. Die Gründung der Bundesrepublik Österreich (BRÖ) 1945 war ein völkerrechtliches Gemeinverbrechen aller vier Siegermächte des II. Weltkrieges.
  12. Der Völkerrechtsbruch der BRD-Gründung von 1949 fällt allein auf die Westmächte.
  13. Die Ostmacht reagierte mit der DDR-Gründung; sie war ein bloß reaktives Verbrechen gegen das Völkerrecht.
  14. Schuld an der Regierungskriminalität der DDR fällt heute nur noch den Westmächten als den Erstverursachern zu, nachdem die Ostmacht mit dem Staatsuntergang der Sowjetunion die gehörige Strafe bereits erlitten hat und die allfälligen Staatsuntergänge (Götterdämmerungen) der Westmächte noch ausstehen, die sämtlich dem Grundsatz Ein-Volk-ein-Staat widersprechen und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker im Wege stehen.
  15. Unrecht und Verbrechen, die Völkerrechtssubjekte sich zuschulden kommen lassen, bestehen allein in der Nichtanerkennung der feindlichen Person und ihrer Rechte.
  16. Die Vernichtung der Staatlichkeit eines Volkes ist immer Mord an seinem daseienden Gott. Es gibt in dieser Sphäre als Unrecht und Verbrechen nur die Verletzung des Rechtsgebotes: jenes kategorischen Imperativs Hegels, der, anders als der Kantische, kein Gesetzesimperativ ist.
  17. Der bloße Unterschied von Freund und Feind ist kein rechtlicher, kein persönlicher und daher auch kein politischer Unterschied.
  18. Das kriegerische Verhalten der Völker ist als naturales Kräftemessen oder reines Ringen um das Überleben unpolitisch und vorrechtlich, also liegt in diesem Verhalten auch bei vorkommender Völkervernichtung kein Völkermord vor.
  19. Als “gesellschaftlicher Verkehr” (Clausewitz) ist der Krieg zwischen Staaten oder Nationalstaaten (Völkern als staatsbürgerlichen Verbänden, d.h. reellen Nationen) konfligierende Rechtserzwingung.
  20. Der Krieg als Mittel der Politik ist rechtlich, aber nicht gesetzlich.
  21. Kriminell im Sinne des unverjährbaren, weil von der Geschichte selber zu ahndenden Völkerrechtsverbrechens ist alle deutsche Politik, welche die mittlerweile durch über zehn Millionen fremdvölkische und sogar fremdrassische Zivilokkupanten verstärkte amerikanische Besatzung Deutschlands nicht beendet und nicht die Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches wiederherstellt.
  22. Die BRD figuriert auch formell als Reichsstellvertreter und ist faktisch das in seiner Handlungsunfähigkeit konservierte Dritte Reich und auch deswegen bevorzugtes Ausbeutungsobjekt.
  23. Die BRD ist also das Dritte Reich, aber als handlungsunfähiges Unrechtsgebilde der Westmächte.
  24. Der einzige völkerrechtliche Weg zur Wiederherstellung des öffentlich-europäischen Rechts, also des Kriegs- und Völkerrechts, führt über die innere Legitimität und auch Legalität des Dritten Reiches als Ausgangspunkt für ein Viertes Reich, worin sich die verfassungsgebende Gewalt des deutschen Gesamtvolkes verwirklicht.
  25. Im 20. Jahrhundert ist mit dem zweimaligen Angriff der Randmächte auf die europäische Mittelmacht von europäischer Ordnung und Gesittung kein Stein auf dem anderen geblieben.
  26. Die Wiederherstellung wie erst recht die Fortbildung der europäischen Ordnung, von der immer eine Weltgestaltung ausging, hängt an der Fähigkeit deutscher Staatsdenker und Staatslenker zur geistigen und politischen Neugründung des Reiches.
  27. Insonderheit ist zu hoffen, daß die Initiativen zur nationalen Befreiung jetzt bald zunehmend von Westdeutschen ausgehen.
  28. Bislang wurden alle wesentlichen nationalen Befreiungsversuche von uns Mitteldeutschen unternommen: Der 17. Juni 1953, die Massenfluchtbewegung bis zum 13. August 1961, die nationalrevolutionäre Bewegung von 1968, der bewaffenete Kampf der RAF gegen den US-Imperialismus und seine deutschen Handlanger, die zum 9. November 1989 führende Flucht- und Demonstrationsbewegung, die Volksaufstände von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen 1992.
  29. Befreiung hat häufig etwas mit Flucht zu tun. Verfassungsrechtlich bietet sich für das Gebilde BRD der Fluchtweg über Österreich und die Schweiz an.
  30. Der Fluchtweg muß aber immer ein zweites Mal, und zwar in umgekehrter Richtung und mit bewaffneter Hand, zurückgelegt werden, soll die Befreiung nicht nur versucht, sondern auch vollendet werden.
  31. Als dank uns Mitteldeutschen und schließlich auch der Russen der Ostblock zusammenbrach, wurde im Westblock behauptet, er selber habe gesiegt und das Ende der Geschichte sei erreicht.
  32. Jedes vorläufige Ende der Geschichte ist aber immer nur ein Sieg der Gegengeschichte über die Geschichte, woraufhin eine Moderne eintritt.
  33. Völkisch betrachtet ist die Moderne die Unterwerfung der Nationen unter den Willen der Antination und kulturell bedeutet sie den siegreichen Sklavenaufstand des Geldes gegen den Geist.
  34. Schon 1844 hat Karl Marx in seiner Abhandlung “Zur Judenfrage” schlüssig dargelegt, daß die Geldherrschaft im Kapitalismus nichts anderes als die Verjudung der Christen und damit die falsche Judenemanzipation ist, die Emanzipation der Juden als Juden, aber nicht ihre Emanzipation zu freien Menschen.
  35. Diese Emanzipation der Juden als Juden ist die Fehl-Emanzipation der Christen zum Juden, ihre Befreiung von der Herrschaft des absoluten Geistes, die sie allen Daseinssinns beraubt. Folglich ist jeder wahre Sozialismus die “Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum” (MEW 1,377), die Adolf Hitler zumindest versucht hat.
  36. Ethnische und rassische Verschmutzung der Nationen einerseits, um sie in der Schürung und Steuerung der daraus folgenden Konflikte in die verherdete Massengesellschaft hinabzudrücken, und Ghettoisierung nach sozialen und rassischen Merkmalen andererseits sind die entsprechenden Treibertechniken in der kapitalistischen Welthirtschaft der Antination.
  37. Die Brechung dieser Welthirtschaft durch den wahren Internationalismus, durch die Solidarität der Nationen gegen die Antination, wird die Selbstbeherrschtheit der Völker, sei es in einherrschaftlicher, bestenherrschaftlicher oder allherrschaftlicher Weise, wiederherstellen, die Moderne beiroden und den Geschichtsstillstand beenden.
  38. Die von Marx 1844 angekündigte Verjudung der Christen ist 1945 auch militärisch real geworden.
  39. Der von der Antination inspirierte Kampf gegen die ethnische Sauberkeit und für die ethnische Verschmutzung der Nationen wird unter wechselnden Titeln wie Menschenrechte, UNO oder NATO von einer Koalition imperialistischer Staaten gegen die wirklichen Völker geführt.
  40. Menschenrechte sind ein Verbrechen gegen die Person, weil sie das Rechtssubjekt durch abstrakte Rechte eines besonderen Tieres, eben des Menschen, ersetzen. Und Abstraktionen in die Wirklichkeit einführen heißt, Wirklichkeit zu zerstören. Der Mord an der Person im Dogma der Menschenrechte ist auch der Mord an jeder Nation, womit der naturalen Vernichtung der Völker Tür und Tor geöffnet ist und die Zeit des Tieres begonnen hat.
  41. Vertreibung wird angewandt, dient sie der Schwächung und Verschmutzung homogener Völker, und sie wird bestraft, wenn sie ethnisch säubert.
  42. Die so erzeugten dauernden Kämpfe zwischen den Nationen, die alle um ihre völkische Sauberkeit ringen, sind das Lebenselement der Antination.
  43. Gleichwohl offenbarte der in diesem Sinne 1999 geführte Kosovo-Krieg der NATO jene klassische Zwickmühle, in der das antinationale System steckt, das zum Opfer der nächsten Revolution auserwählt ist: Ob es einen Sieg oder eine Niederlage davonträgt, es verliert immer.
  44. Der leichte militärische Sieg der NATO über Serbien verwandelte sich in eine besonders demütigende Niederlage vor dem völkischen Prinzip, zugefügt von den albanischen Verbündeten.
  45. Dem Sieg der Nationalisten im Kosovo sollte bald ein Sieg in den deutschen Staaten folgen.

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Wesen und Verfall Amerikas

Amerika werde, so hat Hegel zu Beginn des 19. Jahrhunderts vorhergesagt, sich gegen Europa wenden, sobald seine kontinentale Landnahme beendet sei und die offene Westgrenze am Stillen Ozean ihren natürlichen Abschluß finde. Hegels Vorhersage [1. „Amerika ist … das Land der Zukunft, in welchem sich in vor uns liegenden Zeiten, etwa im Streite von Nord- und Südamerika, die weltgeschichtliche Wichtigkeit offenbaren soll; es ist ein Land der Sehnsucht für alle die, welche die historische Rüstkammer des alten Europa langweilt”, schreibt Hegel in seinen Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte (Werke 12, ed. Moldenhauer/Michel, S. 114); in seiner „Ästhetik” (ed. Bassenge, 2. Bd., S. 423) spekuliert Hegel über ein in Zukunft mögliches Epos, das „den Sieg dereinstiger amerikanischer lebendiger Vernünftigkeit” den Triumph Amerikas über Europa erzählen könnte. „Denn in Europa ist jetzt jedes Volk von dem anderen beschränkt und darf von sich aus keinen Krieg mit einer anderen europäischen Nation anfangen; will man jetzt über Europa hinausschicken, so kann es nur nach Amerika sein.”] hat sich erfüllt. Heute ist Europa amerikanisiert, nachdem es in zwei Weltkriegen nur von Deutschland und seinen Verbündeten verteidigt wurde – vergeblich, weil England und Frankreich, die außereuropäisch ausgerichteten Kolonialmächte am Westrand unseres Erdteils, sich zu Brückenköpfen Amerikas herabwürdigten.

Gleich nach der Landung auf Sizilien die Staatsverwaltung zu zerstören und die Mafia wieder an die Macht zu bringen – das war Amerikas Eröffnungszug bei der Eroberung Europas. Die Erzwingung einer zweiten Systemzeit, also die Restauration des Parteiensystems in liberaler und bolschewistischer Variante, war der nächste Schritt zur Ersetzung europäischer Staatlichkeit durch Klassenherrschaft, wobei anfangs noch nachvollziehbare Gesellschaftsklassen, dann die politische Klasse und endlich die Klasse der Lumpen, das organisierte Verbrechen, zur Herrschaft kamen. Fast überall in Europa mehren sich die Anzeichen für Regierungskriminalität, die Macht liegt anscheinend in den Händen einer Koalition aus politischer und krimineller Klasse. Solche Verhältnisse sind aber zutiefst amerikanisch.

Das politische Denken ist am Ausgang des 20. Jahrhunderts im Umbruch von der Utopie zum Topos. Aus Nirgendwo kehren wir heim zum Gemeinplatz. Das Nirgendwo ist das Überall der nomadischen Weltbemächtigung, das ubi bene ibi patria jener Drittweltler, die – die Einheitswelt preisend – unter dem Banner der Menschenrechte jedes wohlwirtschaftende Kulturvolk abweiden wollen.

Das Nirgendwo ist überall; als politische Macht will es überall sein und überall herrschen: Es ist Globalinterventionist und Globalimperialist. Diese Macht ist utopische Macht schlechthin, die die Macht der Utopie entfaltet. Die Utopie als Macht ist die Macht der Entortung, die an zeitweisen Hauptlagerplätzen sich sammelt. Derzeitiger Hauptlagerplatz der nomadischen Weltherrschaft ist Amerika. In seiner Wirtschaft dominiert nicht das herstellende Kapital (als Mittel des Unternehmers), sondern das abgrasende Kapital (als Gegenstand des Spekulanten).

Die gegenständliche Kapitalauffassung ist außergeschichtlich und extraktiv-nomadisch; sie ist amerikanisch-jüdisch. Die mittelhafte Kapitalauffassung ist technisch-geschichtlich und seßhaft-herstellend; sie ist deutsch-germanisch. Als Militärmacht ist der nomadische Utopismus ein See- und Lufthüpfer, ein Wüstensturm, ein Waldentlauber und Feldvergifter, seine Taktik ist der Überfall. Die topische, fest verortete Militärmacht hingegen gründet auf dem Heer.

Seemächte wie Amerika sind nie fest begründet; sie schwimmen. So kann es mehrere Landmächte von Weltrang nebeneinander geben, aber immer nur eine Weltseemacht. Das Land gibt Maß, das Meer verführt zur Maßlosigkeit. Jede Seemacht hat das utopische Wesen des Weltmeeres an sich. Diese Mächte neigen außerdem zum parasitären Schiffsnomadismus, der früher oder später auf Grund läuft oder versenkt wird, wodurch die utopische Macht den ihr bestimmten Boden findet: den Meeresboden.

Seemächte sind Imperialisten. Sie bilden unheilige Reiche, weil das Meer keine Heiligtümer kennt, weder Balken hat noch die Himmelssäule trägt. Kein Götterhain und kein heiliger Berg finden sich in diesem Element, keine Ordnung und kein Recht vermögen im Wasser zu wurzeln. Das flüssige Element, wo es nicht im Boden versickert, sondern zur Ungeheuerlichkeit des Meeres sich versammelt, rechtfertigt kein Zutrauen, sondern stetes Mißtrauen im Bewußtsein von der Allgegenwärtigkeit der Gefahr. Dem Meere darf man so wenig vertrauen wie der Seemacht.

Das Meer schafft keinen Glauben, sondern neben seeräuberischer Grausamkeit die Frömmelei wie die Heuchelei. Im anglo-amerikanischen Falle wird sie überwölbt vom kalvinisch-puritanischen Utopismus der Erfolgsheiligkeit, also vom Wahne der Erringbarkeit ewigen Heils im Jenseits durch anschlußvermehrende Gesellschaftstätigkeit im Diesseits. Englands Verschwinden als Welt- und Seemacht kann mit Einschränkungen als paradigmatisch gelten für den Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika.

Amerika ist eine ganz besonders utopische Macht, deren Projektionen sich nicht in denen einer klassischen Seemacht erschöpfen; Amerika beschränkt sich nicht auf Krieg, Handel und Piraterie, nicht auf Globalstrategie und ozeanischen Größenwahn, der die Küsten fremder Erdteile als militärisch zu besetzende Gegenküste betrachtet. Erst im Krieg der Sterne, im kosmischen Utopismus von der Schiffahrt im All findet Amerika seinen vollen Wesensausdruck.

Daß Amerika wurde, was es ist, hat mehrere Ursachen. Vor allem ist es Neue Welt und damit der Abfall von der Alten Welt. Amerika ist der Abfall von Europa, versetzt mit Nomaden. Es ist ein Bevölkerungsamalgam aus Philistern und den Vertriebenen des Paradieses, aus entwurzelten Europäern der Unterschicht und aus Ostjuden. Weil aber die größte Einwanderergruppe der Vereinigten Staaten von Amerika nicht die Engländer, sondern die Deutschen sind (28 v.H.), ist der Aufstieg der utopischen Macht der Neuen Welt eine deutsche Schuld gegenüber der Geschichte, die mit zwei verlorenen Weltkriegen und einer gewonnenen Nachkriegszeit noch nicht getilgt ist, sondern erst mit der Europäisierung Amerikas.

Europa muß sich jetzt entamerikanisieren, seine Geschichtsfähigkeit wiederherstellen und die Macht der Utopie brechen, indem es die utopische Macht beseitigt. Die USA sind überwindbar durch Verortung seiner Einwohner in national homogenen Siedlungsräumen, worin sie sich sprachlich und sittlich neu einvolken und zu ihren europäischen Muttervölkem besondere Beziehungen herstellen können.

Es sollte also in Nordamerika nicht nur ein französisches Quebec und ein englisches Neu-England, sondern vor allem Deutschamerika als größten der neuen Volksstaaten sowie bedeutende neu-skandinavische Länder geben. Mit großer Wahrscheinlichkeit, schon auf Grund des Druckes nichteuropäischer Bevölkerungen, werden die wiedereuropäisierten Nationalstaaten Nordamerikas es sich wünschen, in die Weltordnung des Europas der Völker eingegliedert zu werden.

Wenn Deutschland nicht den europäisch-nationalstaatlichen Entwicklungsgang für Amerika erzwingt, werden die USA weiterhin den amerikanischen Weg in Europa und dem Rest der Welt durchsetzen; dann wird Europa auf amerikanische Weise und gemeinsam mit Amerika enden: entweder in einem blutigen Rassenkrieg, gleichzeitig auf beiden Seiten des atlantischen Ozeans, oder in einer stehengebliebenen Gesellschaft des indischen Typs, worin Klassen- und Rassengegensätze sich zu einem Kastensystem verfestigt haben. Die Dekonstruktion Amerikas mitsamt seiner Rekonstruktion ist also nicht nur eine Frage von Sein oder Nichtsein für Deutschland und das Europa der Völker, nicht nur eine allgemeine Entscheidung zwischen Chaos und Ordnung in der Welt und im irdisch zugänglichen Weltraum, sondern auch die Wegscheide von Erstarrung und Entwicklung.

Die Zusammensetzung der amerikanischen Ideologie ist eine verteufelte Mixtur aus Puritanismus, Alttestamenterei, Neuweltlichkeit, Gesellschaftsabsolutismus, Wild -West – Mythos sowie Missionarismus aus Unterlegenheitsgefühl (wie beim Polonismus und beim Panslawismus der Russen und Serben). Die Ideologie des Amerikanismus ist noch um einige Säuregrade schärfer als der Panslawismus, weil der Amerikanismus über den puritanischen Biblismus das menschheitsfeindliche Auserwähltheitsideologem in sich aufgesogen hat.

Die Pilgerväter waren, als sie nach Amerika auswanderten, Träger einer am europäischen Religionsgeschmack gescheiterten Extremsekte der kalvinistischen Reform. Der Kalvinismus war seinerseits schon ein gescheiterter Reformversuch des katholischen Glaubens, der in die Verabsolutierung der Gesellschaft sich verrannt hatte.

Der Puritanismus ist ein mit Engländern aufgeführter jüdischer Fundamentalismus, der schließlich den bloß ideologischen Juden, den Schiffs- und Kapitalnomaden vom WASP-Typ, entgleiten und in die Hände wirklicher Juden fallen mußte. Jetzt, zum schlechten Anfang vom guten Ende der utopischen Weltmacht, wedelt der Schwanz Israel mit dem Hund USA, der apokalyptische Wüstensturm Jahwes treibt atomare Brandschatzung bei allen Kulturvölkern rund um den Globus. Diese Form nomadischen Gelderwerbs ist jedoch sehr instabil; sie wird bald untergehen, denn die staatliche Nukleardrohung ist mit sehr viel mehr Risiko behaftet als der erwartbare private Nuklearterrorismus.

Scheitert der Vertrag über die Nichtweiterverbreitung der Atomwaffen am Schwarzmarkt, dann ist die außenpolitische Hauptwaffe gegen die Wiederauferstehung des Deutschen Reiches stumpf geworden. Die Verbilligung und Verbreitung taktischer und partisanentaktischer Atomwaffen bei kleinen und existenzbedrohten Mächten, insbesondere aber ihre Popularisierung bei den nationalen Befreiungsbewegungen der staatslosen Völker, die der amerikanische Totalitarismus als Un-Völker behandelt, wird die weltpolitische Blockade gegen Deutschland beenden, weil es als Atom- und Atomordnungsmacht nötig sein wird. Nichtdiskriminierende Atomwaffenverfügung und die ABC-Waffe als allgemeines Wahrzeichen souveräner Völker wird alle disziplinfähigen und technisch hochentwickelten Mächte zur Wahrung der Ordnung in diesem Zustand der Völkerfreiheit unentbehrlich machen. Die Achsenmächte Deutschland – Japan werden zumindest die technischen Führungsmächte einer Welt sein, in der das Prinzip Ein -Volk – ein – Staat mit allen waffentechnischen Freiheiten durchgesetzt ist, mitsamt der nur völkerrechtlich zu ordnenden Gefahren, die aus diesen Freiheiten erwachsen.

Das katholische Dogma hatte die Bibel und besonders das Alte Testament weitgehend vergessen gemacht; eine Europäisierung des Christentums, dieser morgenländischen Religionsvariante, durchgesetzt zu haben, das war unbestreitbares, geistesgeschichtliches Verdienst der Katholischen Kirche. Mit den Übersetzungen der Bibel in die europäischen Volkssprachen durch die protestantischen Reformer drang die Barbarei und der Größenwahn des semitischen Originals in das religiöse Bewußtsein der Europäer ein.

Wo nun die germanische Reform der katholischen Kirche, anders als bei Luther, mißlang, wie in den westeuropäischen Reformvarianten Anglikanismus, Puritanismus und Kalvinismus, dort blieb ein verstümmelter Katholizismus übrig, der die Werkheiligkeit durch die Erfolgsheiligkeit ersetzt hatte und der die Entgemeinschaftung, die Vereinzelung und schließlich das Unheilige Reich, den frömmelnden Imperialismus und globalen Interventionismus, hervortrieb.

In den westlichen Reformversuchen des kalvinischen Typs wurde nämlich das Moment der Gesellschaftlichkeit am menschlichen Gemeinwesen verabsolutiert und der gesellschaftliche Erfolg oder Mißerfolg des Einzelnen zum Beweis seines ewigen Heils oder seiner ewigen Verdammnis genommen. Die gewaltsame Durchsetzung dieser Weltanschauung in ihren religiösen, weltpolitischen und gesellschaftspolitischen Gestalten machte den Weg frei zur Verwandlung der Welt in einen Abfallhaufen. Mittels Kapitalismus und Demokratie werden alle hergebrachten Ordnungen zerstört, die Völker in den Abfallhaufen der Weltbevölkerung und die Volkswirtschaften in den Abfallhaufen der Weltressourcenbewirtschaftung verwandelt.

Kapitalismus und Demokratie haben eine ungebremste Zerstörungskraft, wenn sie nicht von Denkfiguren, die ihnen wesensfremd sind, beschränkt werden und ihre atomistisch-quantitative Eigenart ungestört entfalten können. Diese atomistische Weltsicht konzentriert sich dann ganz und gar auf die Währungseinheiten, in denen Kapitalien und ihre Gewinne, und auf die Stimmenzahlen, in denen demokratische Herrschaftspotentiale und ihre Machtzuwächse gemessen werden. Demokratie und Kapitalismus haben dieses atomistische Quantitätsdenken gemein; es endet in der Zerstörung aller Güter und aller Völker durch ihre Verwandlung in Währungseinheiten und in Stimmbürger. Die Einheitswährung für alle Weltkapitalien und das Einheitsstimmrecht für alle Mitbürger der Weltbevölkerung sind die logische Endstufe der kapitalistisch-demokratischen Denkfigur. In ihr ist eine Demokratie um so berechtigter, je größer die Zahl ihrer Stimmbürger, weshalb Demokratie auch nicht Herrschaft eines Volkes über sich selbst bedeutet, sondern Zerstörung aller wirklichen Völker, die dann sämtlich nur noch als Minderheit angesehen werden (wie heute etwa das Burenvolk), deren Herrschaft über sich selbst unstatthaft sei und sanktioniert werden müsse.

In Amerika ist diese Schreckliche Neue Welt wirklich geworden. Dem Schrecken ohne Ende folgt in der Regel ein Ende mit Schrecken. Dieser größte Schrecken steht der USA noch bevor. Der sittliche und wirtschaftliche Niedergang wird solange anhalten, wie man diesem größten Schrecken aus dem Wege zu gehen versucht: dem Rassenkrieg als Bürgerkrieg. Der rechte Zeitpunkt für eine Kantonalisierug der USA ist anscheinend schon versäumt.

Das beste Ende der USA wäre ihre Europäisierung, wäre die Zerlegung der totalitären Einheitsgesellschaft vom individuell-liberalistischen Typus in souveräne Volksstaaten, d. h. in reelle Nationen nach dem Grundsatz Ein – Volk – ein – Staat. Das schlechteste Ende der USA wäre der Rassenkrieg, der, aller Wahrscheinlichkeit nach, natürlich-rassisch definierte Neuvölker ausschmelzen würde und keinen geschichtlich-kulturellen Anschluß an die Muttervölker brächte. Vom Ende der USA erleben wir heute einen schlechten Anfang: Der demokratische Kapitalismus scheint weltweit zu triumphieren.

Gleichzeitig unternehmen seit einigen Jahren amerikanische und kanadische Denker den Versuch einer geistigen Selbstheilung ihres Halbkontinents. Gesammelt haben sie sich unter dem Schlagwort des Kommunitarismus, also dem der Gemeindlichkeit, der kommunalen Gemeinschaft. Sie berufen sich auf den Geist der Gemeinschaft jener frühen Kommunen der Pioniere aus der Landnahmezeit.

Der Kanadier Charles Taylor bemängelt das Defizit an Repräsentation in der liberalen Demokratie und postuliert im Anschluß an Herder, Humboldt und Hamann den Primat des Metaphorischen im Gemeinwesen, das er als sprachlich zum Ausdruck findende Menschenvergemeinschaftung auffaßt. Er wendet sich philosophisch gegen den Falsifikationismus wie gegen das materielle Sender-Empfänger-Modell der Sprache, die ihm eine Findungsgemeinschaft ist, ein ununterbrochenes Zur-Sprache-Finden. Den dinglichen Wirklichkeitsbezug der Sprache sieht er durch die menschliche Aktivität gewährleistet. Daran ist soviel richtig, daß die Spracherzeugung ganz wie jede Menschen- und Volkserzeugung einer Zeugungslogik folgt, die immer eine Gemeinschaftslogik ist, aus der die Herstellungslogik der dinglichen Güter sich ableitet.

Andere Namen der kommunitaristischen Debatte sind Alsdair MacIntyre, William Sullivan, Michael Sandel, Robert Bellah und Michael Walzer. Ihre gemeinsame Überzeugung ist es, daß das Wesen der ungelösten Gegenwartsfragen in den westlich geprägten Ländern nur durch Rückbesinnung auf den Begriff der Gemeinschaft in den Blick zu bekommen sei. Der Gegenwart attestieren sie, eine Periode beschleunigter Vereinzelung zu sein, welche immer destruktivere Folgen zeitige und die amerikanischen Institutionen schwäche und zersetze. „Die Amerikaner“, schreiben Bellah u. a., „haben die Logik der Ausbeutung so ziemlich bis zum Äußersten getrieben. Es hat den Anschein, daß das nicht nur zum Scheitern auf höchsten Ebenen führt…, sondern auch zum persönlichen und familiären Zusammenbruch im Leben unserer Bürger. Die Zeit ist reif für ein neues Paradigma, dessen Grundmuster auf Kultivierung und nicht auf Ausbeutung zielt. „Es komme auf die Wiedergewinnung von Sinn und Zielen im Zusammenleben der Amerikaner an. „Was über lange Zeit als Idealismus abgetan worden ist, scheint heutzutage der einzig mögliche Realismus zu sein …” (FR 28. l. 92).

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In den Begriffen Hegels heißt das, die Amerikaner in ihrer derzeitigen individualistischen Verfassung verharren auf den Entwicklungsstufen des abstrakten Rechts und der Moralität, die Hochebene der Sittlichkeit bleibt für sie unerreichbar. Auf der Stufe der Moralität ist das Recht verinnerlicht und insoweit nicht mehr abstrakt, dafür aber den wilden Wünschen dieser Innerlichkeit ausgeliefert. Erst in der Familie sind diese Wünsche sittlich, weil das Individuum in dieser durch Liebe gestifteten Gemeinschaft aufgehoben ist, hier seinen individuellen Betätigungsdrang sowohl ausleben als auch einem sittlichen Ziel, dem Gemeinschaftsziel des Familienwohls, unterordnen kann. Daß es eine Familie in diesem europäischen Sinne in Amerika nicht gibt, sondern lediglich private Gesellschaftsverträge, zeigt schon die Tatsache, daß ein amerikanischer Farmer seinem mitarbeitenden Sohne Arbeitslohn zahlt; sobald zwischen Eheleuten oder Eltern und Kindern Vertragsverhältnisse eintreten, ist die Ehe realiter geschieden und die Familie aufgelöst.

Der amerikanische Liberalismus denkt das Individuum, wie William Sullivan in seinem Buch Reconstructing Public Philosophy (Berkeley 1982) ausführt, als von seinen Leidenschaften getrieben, in Furcht vor Mißgeschick und im Streben nach Bequemlichkeit, so daß alle menschlichen Beziehungen seiner Persönlichkeit äußerlich bleiben, im abstrakten Recht, also unsittlich. Dadurch würden Gemeinschaftsbeziehungen (die Sullivan Werte nennt) aufgelöst und in reine Machtbeziehungen verwandelt. Dem entspreche ein Begriff vom Wissen als der Auflösung komplexer Ganzheiten in einfache Elemente, weshalb der Liberalismus dem modernen Glauben an die Wissenschaft als einer Macht der Analyse und Rekombination zu Kontrollzwecken eng verbunden sei. In dieser sozialen Anwendung sei die Vernunft instrumentell geworden, ein Mittel zur Befriedigung individueller Wünsche, und Politik zum Machtkampf entartet. Weil aber die Vernunft kein Mittelbegriff, sondern ein Zielbegriff, und die Politik kein Machtbegriff, sondern ein Rechtsbegriff ist, folgt aus Sullivans Analyse sowohl die Unvernunft als auch die Politikunfähigkeit des Liberalismus im allgemeinen und Amerikas im besonderen.

Sullivan resümiert: „The whole liberal construction of an analytic science, an individualistic motivation, and an instrumental, utilitarian politics, which has seemed a complete and objectiveley secured – almost self-evident – view of human affairs, is now at sea.”[2. Übersetzung durch die Redaktion: „Die ganze liberale Konstruktion einer analytischen Wissenschaft, einer individualistischen Motivation und einer instrumentellen, nützlichkeitsorientierten Politik, die eine umfassende und objektiv gesicherte – beinahe sich selbst beweisende – Auffassung von den menschlichen Angelegenheiten zu sein schien, ist nun ins Schwimmen geraten.”] (p.28) – Amerika schwimmt, es ist „at sea”, d. h. grundlegend verwirrt. Die Dynamik des Zersetzungsprozesses weist Sullivan zufolge in Richtung der Auflösung aller sozialen Bindungen und im Extremfall zurück zum Naturzustand des Kampfes aller gegen alle; „the near desperation of the proponents of philosophic liberalism is understandable” [3. Die schiere Verzweiflung der Vertreter des philosophischen Liberalismus ist verständlich] (p. 58). Die Vorherrschaft der liberalen Ideologie in der öffentlichen Debatte verschlimmere das Problem: Die marktzentrierte Gesellschaft der Konkurrenz und der Erfolgsheiligkeit habe die liberale Errungenschaft der Sicherheit des Einzelnen und der allgemeinen Wohlfahrt unterhöhlt, und zwar durch nichts anderes als das Wirken des Liberalismus selber. Sullivan hält dagegen, daß der Einzelne und der Bürger nur zusammen mit dem commonwealth, dem Gemeinwesen, gedacht werden und ein menschliches Zusammenleben ohne die stabilisierenden Effekte einer lebendigen Gemeinschaft und ohne religiöse Lebensformen nicht gelingen könne.

In den Theorien der nordamerikanischen Kommunitaristen zeigen sich schon die religiösen Sollbruchstellen im vorhersehbaren Staatsuntergang der USA. Hauptunterschiede lassen sich zwischen klassisch-aristotelischer, katholisch-aristotelischer, deutsch-idealistischer und modern-judaistischer Denkrichtung ausmachen. Alle nicht-judaistischen Denker sind Modernismus-Kritiker, der amerikanische Jude Michael Walzer dagegen trägt den Gesellschaftstotalitarismus, die Einwanderungsideologie und den Kult der Moderne in die kommunitaristische Debatte hinein. Er meint, daß sich die politischen Ideen der Moderne aus einem Überlieferungsstrom herleiteten, der sich bis zu den Ursprüngen der jüdischen Religion zurückverfolgen lasse, und er meint dies völlig zu Recht. Die moderne Freiheitsidee sei nichts weiter als eine interpretierende Fortschreibung der Exoduserzählung der hebräischen Bibel, und der Gesellschaftsvertrag des Aufklärungsdenkens sei nach dem Muster der israelitischen Vorstellung vom Bunde Gottes mit seinem Volk entworfen. Daraus folgt für Walzer das Konzept einer interpretativen Moral für die Welt der Gegenwart[4. Ein Vertreter der interpretativen Moral ist der polnische Jude Andrzej Szczypiorski. In der Tiefdruck-Beilagc der FAZ vom 31.3.92 behauptet er, es gebe keine verbrecherischen Anschauungen, sondern nur verbrecherische Taten, und alles sei eine Frage der Interpretation. Insbesondere seien die kommunistischen Anschauungen nicht verbrecherisch, sondern auch edel“, weil der Kommunismus Gleichheit vertreten und nationale Begrenzungen verworfen habe. Da nun aber sowieso alles eine Frage der Interpretation sein soll, kommt es gar nicht mehr darauf an, ob Verbrechen begangen wurden oder nicht, sondern ob etwas als Verbrechen interpretiert werden kann. Umgekehrt ist dann ein dokumentierter siebenfacher Völkermord keineswegs ein Verbrechen, wenn der Interpret der Anschauung ist, das sei Gottes Gebot zur Einnahme des Gelobten Landes.] insgesamt, also ihre Talmudisierung. Damit stellt er den derzeitigen Geisteszustand der amerikanisierten Welt – die ewige Interpretation einer ruhelosen Wanderung – als erstrebenswertes Ziel dar; folglich ist Walzers Denken nicht kritisch, sondern affirmativ. Walzers Dreh, sein Denken doch noch als kommunitaristisch-gemeinschaftsbildend darzustellen, besteht darin, die liberalen Gesellschaften des Westens, also den Gesellschaftstotalitarismus selber, als Wert von gemeinschaftsstiftender Kraft auszugeben, der in ständiger Interpretation seiner ahasverischen Wanderungsgeschichten zu überliefern sei. Eine solch interpretative Erkenntnistheorie anzuerkennen hieße, den Talmudisten einen ewigen Sieg im Weltbewußtseinskrieg zuzugestehen.

Sind die Kommunitaristen noch insgesamt als Kritiker amerikanischer Zustände anzusehen, so die Kontraktualisten (z.B. Nozik, Rawls) als deren offene Affirmatoren. Jedes absolute Vertragsdenken kommt zum Ideal des Minimalstaates und endet vor dem Problem, der verelendeten Masse, der anschwellenden Sozialklientel, eine Form der Subsistenz zu gewähren, die nicht in food stamps, sondern in Geldzahlungen besteht, so daß bei ihnen über die Geldillusion und die (minimalisierte) Zugehörigkeit zur Konsumentenklasse eine kontraktualistische Ethik, also der freie Warenerwerb, zumindest formell aufrechtzuerhalten ist.

In Amerika hat der Klassenkampfgedanke nie wirklich Fuß fassen können, weil der Rassenkampf um diesen riesigen Raum sinnlich faßbar blieb: gegen Indianer, Neger und nichteuropäische Einwanderer. Umgekehrt kann der Rassenkampf aus dogmatischen Gründen völlig verneint werden (wie dies in der ehemaligen Sowjetunion tatsächlich der Fall gewesen war), er wird trotzdem mit Macht wieder hervorbrechen, denn jedes geschichtliche Klassenkampfkonzept im Sinne des Gesellschaftstotalitarismus bleibt auf den natürlichen Unterschied der Menschen angewiesen, um zwischen ihnen einen Unterscheid treffen zu können. Als Warenbesitzer und damit als Teilnehmer der bürgerlichen Gesellschaft unterscheiden sie sich nicht, vielmehr gleichen sie sich, denn am Markt ist eine Ware wie die andere und geringe Wertgröße des Warenindividuums ist durch Warenmasse aufzuwiegen. Der Kampf der Warenklassen gegeneinander wird zwar um die Maximierung der Wertgrößen geführt, dient also der Bestimmung des realen Tauschverhältnisses und seiner Normen, kann sich aber nicht an den identischen Verkehrsformen der Waren ausrichten, sondern allein an ihren nichtidentischen Naturalformen. Eine dieser Naturalbestimmungen an den Gütern und Vorgängen ist die Rasse, aber auch die Menschlichkeit, die Schönheit, die Natürlichkeit und Umweltverträglichkeit, der Artenschutz, die Haltbarkeit, die technische Reife, die Pflegebedürftigkeit oder die Humanisierung der Arbeitsplätze. Weltgeschichtlich ist denn auch Klassenideologie von Rassenideologie wiederholt abgelöst worden.

Der größte Teil der US-Bevölkerung wurde gebildet – ganz im Gegensatz zur ehemaligen SU-Bevölkerung – aus der Addition von Individuen, die, eines nach dem anderen, durch den Filter der Einwanderungsbehörden der großen Hafenstädte hindurchgegangen sind. Diese Individuen waren entwurzelt und, was das Entscheidende ist, sie hatten sich in einem Willensakt selbst entwurzelt. In Amerika bevorzugen sie zwar die Nachbarschaft von Einwanderern gleicher oder verwandter Volkszugehörigkeit, bilden also mehr oder weniger scharf abgegrenzte nationale Ghettos, die aber bislang nicht die Kraft haben, zu dem Boden eine ausschließliche Bindung, eine Heimatbindung eben, zu entwickeln. Solange die Nachkommen der ehemaligen Einwanderer auch in Amerika entwurzelt leben, ohne eine besondere, stammesmäßig und völkisch definierte Beziehung zu dem Land, auf dem sie siedeln, zu einer besonderen Heimat von fremdausschließender Kraft, behält Amerika den Charakter eines Einwanderungslandes. In diesem Sinne bedeutet ein Einwanderungsland immer Heimatlosigkeit in dem Land, in dem man wohnt und dessen Bürger man ist.

Nur ein Einwanderungsland konnte die formelle Staatsnation erfinden, also die abstruse Vorstellung entwickeln, man werde durch einen behördlichen Akt, durch die Erlaubnis, innerhalb eines Territoriums sich niederzulassen, zu einem Volksgenossen. Die entsprechenden Vorstellungen im Frankreich von 1789 ff. sind amerikanischer Import durch freimaurerische Ideenhändler.

Amerika behandelt die Gesellschaft als eine Ansammlung von Gruppen, den Staat aber als Summe einzelner Bürger. Der amerikanische Staat ist somit eine Einrichtung des abstrakten, äußerlichen Rechts, die aus Bürgern als Trägern von Menschenrechten besteht, und die amerikanische Gesellschaft ist das Kampffeld der Gruppenbelange. Beide sind vorsittliche Erscheinungen, die es bestenfalls zur Moralität bringen. Die Existenzmöglichkeit der USA bleibt erhalten, solange die scharfe Scheidung von Staat und Volk beibehalten werden kann. Schon ein souveräner Volksstaat Quebec könnte die Staatsräson der USA, wonach Volksgruppen immer nur freiwillige Gesellschaftsverbände sein dürfen, ins Wanken bringen. Der amerikanische Staat ist utopische Macht und der Versuch, die unsittliche Idee der über die Völker sich erhebenden Staatssouveränität zu verwirklichen. Das Experiment USA kann schon heute als gescheitert gelten. Die tatsächliche Selbstzerstörung des US-Staates bedarf einerseits stärkerer Stöße als der Zerfall des SU-Staates, wird andererseits aber aller Wahrscheinlichkeit nach weit schmerzhafter und blutiger verlaufen, weil der Liberalismus, im Unterschied zu seinem kleinen radikalen Bruder, dem Bolschewismus, noch nicht einmal zu einer Scheinlösung der Nationalitätenfrage gekommen ist.

Das Einwanderungsland USA, das seine eigene Entstehungsbedingung der Welt als Doktrin aufzwingt, ist der Todfeind aller gewachsenen Völker, weil seine Doktrin auf nichts anderes als auf den Volkstod dieser Völker zielt. Zu diesem Zweck hat die amerikanische Gesetzgebung schon im 19. Jahrhundert die Selbstbefreiung vom Vaterland, die Entvaterlandung der in Amerika anlandenden Einwanderer, zum Naturrecht eines jeden Menschen auf diesem Erdball deklariert: „Expatration is a natural and inherent right of all people“[5. „Die Entvaterlandung ist für jedermann ein natürliches und angeborendes Recht.&rbquo;] (Act of Congress of July 27, 1868). Diese amerikanische Vernichtungsstrategie gegen die wirklichen Völker, geführt im Namen demokratisierter Massen, hat heute den Höhepunkt seiner Angriffslust erreicht: Ein europäisches Land nach dem anderen definiert die amerikanisierte Weltmeinung zum Einwanderungsland um. Unter ihrem allgegenwärtigen Zwang wagt es keine europäische Regierung, das Jus sanguinis ihrer Staatsangehörigen zu verteidigen; stattdessen wird die Politik des amerikanischen Immigrationismus vollzogen, und zwar ohne die Qualifikationsanforderungen der wirklichen Einwanderungsländer. Ergebnis ist das Einströmen der Minderwertigen dieser Welt nach Europa. Das heißt nichts anderes als die Erklärung eines völkischen Vernichtungskrieges: unconditional surrender (bedingungslose Kapitulation) für alle reellen Nationen der Welt, die noch keine amerikanisierte Einzelwillensnation sind.

Die natürlichen Völker der Welt täten gut daran, die amerikanische Todesdrohung ernst zu nehmen. Wie die verblichene SU-Macht, so wollte auch die US-Macht zuerst die Weltrevolution, dann die Revolution in einem Land („Sozialismus in einem Land“) und schließlich deren Export in möglichst alle anderen Länder, damit ein sozialistisches bzw. immigrationistisches Weltsystem entstehe.

* * *




Der Gang der Geschichte

Der Gang der Weltgeschichte führt, Hegel zufolge, von China über Indien, Persien, Griechenland und Rom nach Deutschland. Seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts scheint die Geschichte über England nach Amerika fortgelaufen und über den Pazifik hin wieder auf den chinesischen Kulturraum gestoßen zu sein. An der Schwelle zum dritten Jahrtausend kann man aber den Eindruck gewinnen, daß das amerikanisch bestimmte 20. Jahrhundert nur eine Warteschleife im Gang der Weltgeschichte war, bevor sie sich von Deutschland aus auf den Weg nach Rußland macht und über die mongolischen Steppen zurück nach China kehrt.

Die Weltgeschichte ist der Gang des Geistes durch die Welt, die er durch Absehung seiner von sich selbst geschaffen hat. In dieser Welt sucht der Geist sich selbst, er sucht sich in Gestalten, die ihm entfremdet, weil entvollkommnet sind. Hier ist er also nicht absoluter Geist, sondern Weltgeist. Wird der Geist als Person gedacht und anerkannt, so ist der Gang der Geschichte der Gang Gottes durch die Welt, sein irdisches Dasein und seine Selbstauslegung in der Zeit. Zunächst (I) wollen wir uns das Wesen und den Gang der Geschichte vergegenwärtigen, wie ihn Hegel, der deutsche Aristoteles, gesehen hat. Anschließend (II) sei die geschichtsphilosophische Betrachtungsweise des Deutschen Idealismus auf die nachklassische Zeit Deutschlands angewandt und endlich (III) die künftige Ordnung Europas aus dem Geist seiner Völker entworfen.

I

Die Geschichte ist die Selbstauslegung des Geistes in der Zeit. Die Auslegung ist dem Ausgelegten gegenüber nachrangig. Das Selbst des Geistes ist er als absoluter Geist, die Zeitauslegung des Geistes ist er als Geschichte. Die Natur dagegen ist die Selbstauslegung des Geistes im Raum. Indem der Geist in Natur und Geschichte diese Arbeit der Selbstauslegung leistet, schöpft er zunehmend Gestalten, die ärmer an Eigensinn und reicher an geistigem Sinn, also geistreicher sind. Die Betrachtung des Ganges der Weltgeschichte ist ihre Vergeistigung und daher letztlich eine Theodizee, eine Rechtfertigung Gottes. In der Weltgeschichte selber liegt schon eine starke Aufforderung, sich mit ihr zu versöhnen, indem wir ihren Sinn erkennen und den darin manifestierten Geist erfassen.

Der Endzweck der Welt ist die Freiheit und in der Welt selber zu verwirklichen. Die Weltgeschichte geht auf geistigem Boden vor, die Entwicklung des Geistes ist ihre Substanz. Die Natur ist in der Geschichte nicht handelnd, sondern nur eine fremde Auslegung des Geistes, die in seine Zeitauslegung bisweilen einbricht oder auch auf sie überzugreifen scheint, aber wie ein Unwetter wieder verschwindet und geistig-substantiell folgenlos bleibt.

Ist das Wesen der Materie die Schwere, so das Wesen des Geistes die Freiheit; ist die Materie schwer, weil sie nach einem Mittelpunkt außer ihrer selbst drängt, also außereinander besteht und daher zusammengesetzt ist, so hat der Geist dagegen seinen Mittelpunkt in sich, hat die Einheit nicht außer sich, sondern er hat sie in sich gefunden. Der Geist ist in sich selbst und bei sich selbst. Die Materie hat ihre Substanz außer ihr; der Geist ist das Bei-sich-selbst-Sein. Dies eben ist die Freiheit. Dieses Beisichselbstsein des Geistes ist Selbstbewußtsein. Der Geist ist das Beurteilen seiner eigenen Natur. Die Weltgeschichte ist die Darstellung des Geistes, wie er sich das Wissen dessen, was er an sich ist, erarbeitet. Erst die germanischen Nationen sind im Christentum zu dem Bewußtsein gekommen, daß der Mensch als Mensch frei ist, die Freiheit seine eigene Natur ausmacht. Dieses Prinzip auch in das weltliche Gemeinwesen einzubilden, das war eine schwere, lange Arbeit. Religion ist das Prinzip, also der bloße Anfang der Freiheit. Anwendung des zunächst religiösen Prinzips auf die Weltlichkeit ist der Verlauf der Geschichte. Sie ist Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit, die zu ihrer Wirklichkeit wird.

Der Geist ist das Vollkommene und kann darum nichts als sich selbst, seinen eigenen Willen wollen. Der Geist als Einer, als ein Handelnder betrachtet, ist in sich vollkommener Besitzer seiner selbst, und als rechtmäßiger Besitzer ist der Geist Eigentümer seiner selbst und daher Gott. Gott regiert die Welt, der Inhalt seiner Regierung, die Vollführung seines Plans, ist die Weltgeschichte. Nur das aus Gottes Plan Vollführte hat Wirklichkeit, das ihm Ungemäße ist nur faule Existenz. Es geht ums Erkennen der göttlichen Idee und um die Rechtfertigung der Wirklichkeit, wobei das Recht des Weltgeistes über alle besonderen Berechtigungen hinweggeht.

Die Leidenschaft ist das Betätigende, die Idee ist das Innere, der Staat ist das wirkliche sittliche Leben. In der Weltgeschichte kann nur von Völkern die Rede sein, die einen Staat bilden. Der Staat ist das Wahre, die Einheit des allgemeinen und subjektiven Willens. Der Staat ist die göttliche Idee, wie sie auf Erden vorhanden ist. Er ist so der näher bestimmte Gegenstand der Weltgeschichte überhaupt.

Der Geist der Familie ist ebenso ein substantielles Wesen als der Geist eines Volkes im Staate. Durch die Familiensittlichkeit (die Pietät) hat der Staat solche Individuen als Staatsangehörige, die schon für sich sittlich sind, denn als Personen sind sie dies nicht. Sie haben gelernt, sich als eins mit einem Ganzen zu empfinden. Aus patriarchalischen Verhältnissen entspringt die Theokratie, denn auf dieser Stufe ist die Familie noch nicht von der bürgerlichen Gesellschaft und vom Staate geschieden, so daß das Oberhaupt auch sein Priester ist.

Die Verfassung eines Volkes bildet mit seiner Religion, seiner Kunst und Philosophie eine Substanz, einen Geist. Der Staat ist eine individuelle Totalität. Die erste Produktion eines Staates ist herrisch und instinktartig. Aber auch Gehorsam und Gewalt, Furcht gegen einen Herrscher ist schon ein Zusammenhang des Willens. Schon in rohen Staaten muß auf die Partikularität Verzicht getan werden und ist der allgemeine Wille das Wesentliche. Ein Staat beginnt mit einem Königtum. Darauf tut das Besondere und Einzelne sich hervor in Aristokratie und Demokratie. Den Schluß macht die Unterwerfung dieser Besonderheit unter eine Macht, welche nur die monarchische sein kann. Es ist so ein erstes und ein zweites Königtum zu unterscheiden. Welche Verfassung eintritt, ist nicht Sache der Wahl; nur diejenige kann eintreten, die gerade dem Geiste des Volkes angemessen ist.

Der Staat ist die geistige Idee in der Äußerlichkeit des menschlichen Willens und seiner Freiheit. Das System der Freiheit ist die freie Entwicklung ihrer Momente als organischer Glieder, es ist ein gotischer Dombau. Das Sittliche ist die Einheit des subjektiven und allgemeinen Willens.

Das Wahre gelangt nicht nur zur Vorstellung und zum Gefühl, wie in der Religion, und zur Anschauung, wie in der Kunst, sondern auch zum denkenden Geist. Die Prinzipien des Staates müssen als an und für sich geltend betrachtet werden, und sie werden dies nur, insofern sie als Bestimmungen der göttlichen Natur selbst gewußt sind. Wie daher die Religion beschaffen ist, so der Staat und seine Verfas-sung; er ist wirklich aus der Religion hervorgegangen, und zwar so, daß der athenische, der römische Staat nur in dem spezifischen Heidentum dieser Völker möglich war, wie eben ein katholischer Staat einen anderen Geist und eine andere Verfassung hat als ein protestantischer.

Die geschichtlichen Taten und ihre Erzählung erscheinen zu gleicher Zeit. Die Entwicklung einer Sprache gehört aber noch nicht zur Geschichte der Völker, die sie sprechen. Die Sprache ist voreilig, sie treibt die Völker vorwärts und auseinander, bis sie entweder mit Staaten in Berührung kommen oder selber die Staatsbildung beginnen, so daß sie geschichtlich werden. Dabei ist jedes geschichtliche Volk von einem eigenen Prinzip – seinem besonderen Volksgeist – bestimmt. Dieser hat eine logische und eine empirische Seite. Das Logische dieses eigentümlichen Prinzips eines Volkes erscheint als seine bestimmte Besonderheit, die auf geschichtliche Weise zu zeigen, also zu erweisen ist. Die historische Nachweisbarkeit hängt jedoch vom logischen Vorweis ab. Das Prinzip eines Volkes ist sein Anfang; mit ihm hat es den Fang seiner Geschichte gemacht, ihre herstellungslogische Prozeßidee: den Vorausgang. Die Geschichte selber ist dann der Durchgang des ganzen Vorganges vom Vorausgang bis zum Ausgang. Das Prinzip, der Anfang eben, ist es, der den Durchgang der Geschichte bis zu ihrem Ausgang bestimmt. Der Gang ist das Prinzipielle, der Verlauf das Empirische an der Geschichte eines Volkes.

Der konkrete Volksgeist ist das zu Erkennende, das als Geist nur geistig, also durch Gedanken gefaßt werden kann. Der Volksgeist will sich selbst vollenden, also nicht nur sich zur Anschauung bringen, sondern zum expliziten Gedanken seiner selbst. Seine Vollendung ist sein Ende und der Anfang eines neuen Volksgeistes. Damit beginnt eine andere Epoche der Weltgeschichte.

Die Veränderung überhaupt ist Untergang und Aufgang, also beständiges Hervorgehen. Die geschichtlichen Veränderungen aber sind nicht bloß Verjüngungen, nicht bloß Rückgänge zu derselben Gestalt, sondern Verarbeitungen des Geistes, der durch jedes Erzeugnis seinen Stoff vervielfältigt. Der Geist schafft sich so eine unerschöpfliche Menge von Arbeitsaufgaben und Bearbeitungsstoffen.

Der Geist eines Volkes erfaßt sein Prinzip und erbaut aus diesem Anfang sich seine eigene Welt als Religion, Kultur, Gebräuche, Verfassung, Gesetze, alle sonstigen Einrichtungen und Taten. Der Einzelne inkorporiert sich dieser bereits fertigen und festen Welt seines Volkes. Ein Volk ist von sittlicher und kräftiger Natur, solange es sein Prinzip verwirklichen und die ihm gemäße Welt hervorbringen kann. Ist das Werk vollbracht, verschwindet aus dem ferneren Tun dieses Volkes das Interesse des Weltgeistes. Das Volk genießt sein Werk als seine Welt, die ihm zur Gewohnheit wird und aus der das höchste Interesse, der schöpferische Gegensatz, verschwunden ist. Sein Dasein wird langweilig, greisenhaft und weltgeschichtlich bedeutungslos. Dieses Schicksal des Volkes kann sich wenden, wenn es etwas Neues will, das von weltgeschichtlichem Interesse ist. Jenes Volk, das etwas wirklich Neues und damit in die weltgeschichtliche Arena zurückkehren will, muß sein Selbst, seine ganze bisherige Geschichte zum Opfer bringen. Das Opfer ist der Beginn des neuen Gemeinwesens, es gründet die geschichtlichen Subjekte. Das Opfer, das ein Volk darbringt, räumt ihm die Zeit seiner neuen Geschichte ein und zeitigt ihren Raum.

II

Das deutsche Volk hat nach der Auflösung des Ersten Reiches solch ein Neues gewollt und mit dem Zweiten Reich das protestantische Kaisertum geschaffen, das einen zweiten dreißigjährigen Krieg auf sich zog und damit seine weltgeschichtliche Bedeutung bewies. Die Entthronung des protestantischen Kaisers und die Verstümmelung seines Reiches haben die Märtyrer geschaffen, welche die legendären Grundlagen der neuen Ordnung eines Europas der freien Nationen bilden werden.

Das protestantische Kaisertum der Hohenzollern war in Deutschland aber nur als abstrakte Idee vorhanden, war wirklich nur im Prinzip, nur als Anfang. Die Bedingungen seines Entstehens, die geschichtliche Altlast des zugrundegegangenen Millenniums der deutschen Geschichte schwächte den Neuanfang. Österreich und damit das geschichtliche Denkmal des alten, katholischen Kaisertums war nicht überwunden und daher auch vom Zweiten Reich ausgeschlossen worden. Ebenso wurde kein Versuch gemacht, die Sezessionsstaaten des Alten Reiches – die Schweiz und die Beneluxländer – aufzunehmen. Es blieb somit nicht nur die Idee der Nation, sondern auch die des Reiches unverwirklicht, was sich zusammenfaßt im Nichtvorhandensein eines deutschen Königs. Weil nur Preußen, Sachsen usw. Königreiche waren, nicht aber der geschlossene Siedlungsraum des deutschen Volkes in Mitteleuropa zum Königreich Deutschland vereinigt wurde, mußte der Kaiser seinen Titel und die deutsche Nation ihre Reichsbildungspflicht gegenüber den Nachbarnationen verfehlen. Die Hohenzollern waren nicht Könige von Deutschland, also konnten sie nicht Kaiser von Europa werden.

An der Schwelle zum dritten Jahrtausend stellen sich Millenniumsfragen. Welchen Charakter soll das dritte Jahrtausend deutscher Geschichte haben? Was kennzeichnete die vergangenen zwei Jahrtausende? – Betrachten wir die Geschichte Deutschlands vom Jahre 9 bis zum Jahre 1990, so sehen wir sie in zwei Jahrtausende unterschieden. Die Zeit von der Schlacht im Teutoburger Wald bis zum ersten Sachsenkaiser (919) ist dem Entstehen der deutschen Großstämme, der Herausbildung des Althochdeutschen als neuer gemeingermanischer Sprache und insgesamt der Volkwerdung der Deutschen gewidmet. Das Gemeinsame aller Germanen, ihr Gemeinschaftsunternehmen der südlich gerichteten Landnahme und des jahrhundertelangen Kampfes gegen Rom, besondert sich in den Frontstämmen am mittleren Abschnitt, was zur dauerhaften Verortung der allgemeinen Aufgabe in Mitteleuropa führt. Deutschland ist bis heute der Ort der germanischen Allgemeinheit, so daß Deutschfeindlichkeit und Antigermanismus zusammenfallen. Die Zeit vom ersten Sachsenkaiser bis zum letzten deutschen Kaiser (919-1919) umfaßt dann die Staatsgeschichte und damit die Nationwerdung des deutschen Volkes, die auch von Ludwig dem Deutschen (843) bis zu Adolf dem Österreicher (1945) datiert werden könnte. Das charakteristische Prinzip des Ersten Reiches tritt schon im Jahre 800 mit der vom Papst usurpierten Kaiserkrönung Karls des Großen in Rom hervor, wo die deutsche Staatsgeschichte als Geschichte der Übergriffe der geistlichen Gewalt gegen die weltliche begann und erst 1806 endete. Vom Deutschen Idealismus ausgehend, beginnt die Geschichte der neuen Reichsidee, die in Bismarcks Gründung eines protestantischen Kaisertums ihren ersten Realisierungsversuch erlebte, der in einer Leidens- und Märtyrerzeit endete, einer weltweiten Deutschenverfolgung, die von 1914 bis 1990[1. Das erwies sich leider als eine viel zu optimistische Einschätzung.] dauerte.

III

Wie soll jetzt die deutsche Geschichte weitergehen und wie die europäische? Wie soll sich die geistige Macht entwickeln und wie die weltliche Macht?

Die deutsche Geschichte kann nur als Politik der schrittweisen Wiedervereinigungen aller Teile Deutschlands fortgesetzt werden. Die derzeitigen Regierungen in Deutschland allerdings wollen das Gegenteil, nämlich die Beendigungen der deutschen Geschichte und ihre Ersetzung durch EG-Geschichte. Sollte es gelingen, mit dem Einheitsmarkt und der EG als politischer Union ein neues Einheitsreich des karolingischen Typs auf die Beine zu stellen, ist dessen baldiger, von schweren sozialen Erschütterungen begleiteter Zerfall ebenso unausweichlich wie die Teilung des Reiches Karls des Großen es gewesen war.

Kern und Voraussetzung jeder echten Einigung Europas ist die Wiedervereinigung aller deutschen Stämme und Landschaften zu einem Königreich Deutschland. Die Wiedervereinigung des westlichen und mittleren Teiles begann, als die mitteldeutschen Flüchtlinge über Ungarn kamen und in Österreich wieder deutschen Boden betraten – eine Tatsache von höchster symbolischer Bedeutung. Die Wiedervereinigung sollte fortgesetzt werden durch eine Vereinigung Österreichs mit der Schweiz zu Bergdeutschland, dann mit den Beneluxländern und dem erweiterten Bundesdeutschland zum Königreich Deutschland. Dieses kann dann mit anderen europäischen Nationen je nach innerem Verwandtschaftsgrad Reichsbildungen der verschiedenen Formen eingehen. Entscheidend wird sein, daß die europäische Reichsbildung eine organische Völkerrechtsordnung darstellt und den Völkern Europas keine Einheitsgesellschaft aufzwingt, die ihre Souveränität zerstört.

Die künftigen deutschen Wiedervereinigungen sollen kein Anschluß und auch kein Beitritt sein, sondern wirkliche innere Vereinigungen der jeweiligen Landschaftsräson zu einem neuen Gesamtverstand Deutschlands. Deutschösterreich bewahrt nicht nur die Insignien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, vor seinen Grenzen warten auch die südosteuropäischen Nationen, die dem Reich wieder angehören möchten – um ihres eigenen Wohles willen. Österreich bewahrt also das erste Jahrtausend deutscher Staatlichkeit, es überliefert die alte Reichsidee des katholischen Kaisertums durch sein bloßes Dasein. Die Schweiz dagegen hat Idee und Wirklichkeit der urgermanischen Landsgemeinde, die Einheit von Wehr- und Rechtsfähigkeit bewahrt, zudem Reste der burgundischen und norditalienischen Reichsangehörigkeiten. Ein einiges Bergdeutschland wird es nicht geben ohne die Wiederaneignung dieses partikularisierten deutschen Erbes. Die Österreichisierung der Schweiz ist ohne gleichzeitige Tellisierung Österreichs undenkbar.

Der Gegenbegriff zu Bergdeutschland ist Taldeutschland, dessen tiefste Gegend die Niederlande sind. Mit den Niederlanden ist Deutschland die Seemacht und die maritime Sichtweise insgesamt entfremdet worden, wodurch es Opfer des globalen Interventionismus maritimer Weltmächte werden konnte. Ferner ist die niederländische Sprache ein Alternativdeutsch, ein Platthochdeutsch, also ein Hochdeutsch, das nicht aus der mitteldeutschen Mundartengruppe entwickelt wurde, sondern aus der niederdeutschen. Die holländisch-flämische Sprache ist somit als gesamtdeutsches Kulturgut anzueignen, das von vornherein die mögliche Entwicklung einer hochdeutschen Sprache aus dem oberdeutschen Dialektkreis austariert.

Die Wiedervereinigung Berg- und Taldeutschlands vollzieht sich zuallererst auf geistigem Grunde, ist eine wechselseitige Anerkennung, Aneignung und anverwandelnde Verallgemeinerung der partikularen Prinzipien deutscher Siedlungsräume. Ihr spiritueller Kern kann nur die germanische Glaubensgemeinde in einer deutschen Reichskirche sein. Das Luthertum war nur die erste, christlich-traditionelle Fassung dieser germanisierten Kirche, deren philosophische Fassung der Deutsche Idealismus ist. Er bringt das geschichtliche Prinzip der Germanen – Freiheit und Treue – auf den Begriff.

Die künftigen Religionen der Deutschen mögen schwarzer Katholizismus, roter Protestantismus, grüne Naturfrömmigkeit und blasser Wissenschaftsglaube sein, – entscheidend ist ihre gemeinsame Verfassung als germanische Gemeinde. Jede künftige deutsche Glaubensgemeinde muß immer eine Landsgemeinde geistlicher Privateigentümer sein, also eine Versammlung solcher, die auf ihre Facon selig werden und also einen Glauben haben, der der ihrige ist. Dagegen hatten im Altertum die Menschen den Staatsgöttern zu opfern, wie sie dem Staat zu gehorchen hatten. Über die Götter selber konnte man sich lustig machen. In der germanischen Religiosität ist der Glaube des Einzelnen sakrosankt wie sein weltliches Privateigentum. Eine Pflicht zum öffentlichen Kultus gibt es nicht, aber Gotteslästerung ist ein Straftatbestand, der das geistige Privateigentum jedes Einzelnen ebenso beleidigt, wie der Satz vom Eigentum als Diebstahl jedes weltliche Privateigentum angreift.

Das künftige deutsche Reichskirchengesetz muß also ein germanisches Geistesverfassungsrecht sein, das zuvörderst den Glauben der Gläubigen, ihr geistliches Privateigentum, schützt. Jede Gemeinde ist dann freie Glaubensgemeinde und jedes weltliche Gemeinwesen ein Verein freier Menschen und keine Zwangsgemeinde. Damit erst ist die geistige Herrschaft der Antike beendet und jede Form des spirituellen Cäsarismus auch innerhalb des katholischen Glaubens überwunden und der Konzilsbewegung zum Sieg verholfen.

Die europäische Ordnungsaufgabe des wiedervereinigten deutschen Volkes besteht lediglich darin, daß Deutschland ein vorbildliches germanisches Gemeinwesen wird, also zu sich selbst kommt. Die anderen germanischen Nationen werden sich zu diesem geistigen, politischen und wirtschaftlichen Ordnungskern Europas in eine engere Beziehung setzen, die slawischen und romanischen Nationen in eine weitere oder nur andersartige Beziehung und dadurch ein völkerrechtliches Ordnungsgefüge herstellen, das sich fähig zeigt, gegen raumfremde Mächte ein Interventionsverbot durchzusetzen. Das Europäische Reich entsteht durch freiwillige Zuordnung der europäischen Nationen zum Kernvolk Europas, das aber selber erst wieder kernig werden und eine ganz neue innere Festigkeit gewinnen muß.

Instrumente dieser europäischen Völkerrechtsordnung wären die Freihandelszone (EFTA), die Verteidigungsgemeinschaft (EVG), die europäische Außenpolitik (EAP) und für die germanischen Nationen außerdem noch der Währungsverbund sowie die sozial- und wirtschaftspolitische Union. Europas künftige Ordnung soll als Einheit des Mannigfaltigen, als Bau eines gotischen Domes ausgeführt sein und nicht als Tempel des Mammons.

Ein derart neugeordnetes Europa wird wieder Machtzentrum der Welt sein. Solch ein kommendes Machtzentrum kann aber ganz leicht Angriffsziel der ganzen Welt werden, wenn von ihm nicht rechtzeitig überzeugende Ideen der Weltordnung ausgehen. Als europäisches Weltordnungskonzept schlage ich daher eine Neuordnung der Welt nach Reichsprinzipien vor, die völkerrechtlich zu normieren sind und zugleich als Kategorien einer Sicherheitsordnung gelten. Grundidee dieser Neuordnung als Sicherheitsordnung ist die Einziehung globalstrategischer Wände in unseren Erdraum und ihre völkerrechtliche Normierung als tragende Teile des Bauwerks der Weltsicherheit.

Die globalstrategische Wand als völkerrechtliche Leitnorm der neuen Weltordnung ist aus mehreren Ordnungsbegriffen aufgebaut, die als völkerrechtliche Folgenormen zu fixieren sind: die Sicherheitszone, der Gestaltungsraum, der Subkontinent, die Einflußsphäre und der Konfliktraum von Mächten.

Unter Mächten seien verstanden Staaten, Nationalstaaten und Reiche. Fassen wir als Staat im äußeren Sinne jedes Rechtssubjekt, das das Recht zum Kriege hat, also von anderen Subjekten des Völkerrechts als ihresgleichen anerkannt ist, somit als formelles Völkerrechtssubjekt, so folgt, daß ein Nationalstaat ein reelles Völkerrechtssubjekt ist, dessen Naturalform oder Subjektsubstanz wirklich ein Volk ist, also die prozessierende Gemeinschaft von Abstammung, Sprache und Schicksal. Reiche hingegen sind Mächte, die aus einem reichsbildenden Volk und aus reichsangehörigen Völkern bestehen und also von einer Völkergemeinschaft bewohnt werden.

Reiche sind unterscheidbar nach der inneren Verfaßtheit ihrer Völkergemeinschaft. Besteht bloß der tatsächliche Unterschied von unterworfenen reichsangehörigen Völkern zum unterwerfenden reichsbildenden Volk, so handelt es sich um bloße Völkerreiche; typischerweise sind dies Großreiche, die im Innern als Einheitsreich verfaßt sind; deren Bewohnerschaft bildet ein explosives Völkergemisch, das durch Gewalt, Gleichmacherei und Primitivierung zusammengehalten werden muß. Reiche können aber auch als Staatenreiche verfaßt sein, worin die Einwohner im reichsbildenden Staat und in den reichsangehörigen Staaten organisiert sind. Die nächsthöhere Form des Reiches ist das Nationenreich, worin der reichsbildende Staat wie die reichsangehörigen Staaten organischer Nationalstaat (reelles Völkerrechtssubjekt) sind, keineswegs aber heterogene Staatsnation wie z.B. Frankreich oder Großbritannien. Die Sowjetunion war solch ein Nationenreich auf dem Papier. Denkbare Formen des Nationenreiches sind das Völkerfamilienreich, wie es dem Panslawismus vorschwebte, oder das Völkersippenreich, das hinter arischen Ordnungsideen aufleuchtete.

Alle Mächte haben das natürliche Bestreben, um sich herum eine Sicherheitszone zu legen, eine Einflußsphäre zu gewinnen, in einem Gestaltungsraum tätig zu sein und gegebenenfalls in einem begrenzten Konfliktraum ihre Interessen gegen fremde Ansprüche zu verteidigen.

Als völkerrechtlicher Gestaltungsraum Nordamerikas ist seit der Monroe-Doktrin Mittel- und Südamerika definiert; dieser Gestaltungsraum ist gewissermaßen senkrechter Natur, weil Subkontinent der gestaltenden Macht. Subkontinentale Gestaltungsräume sind richtige und daher haltbare Ordnungen, weil hierbei der nördliche Teil der Hemisphäre den südlichen führt, das Obere und das Untere im rechten Verhältnis zueinander stehen. Weltordnung wie Weltkarte sind dabei richtig ausgerichtet, nämlich genordet.

Die geostrategischen Achsen sind heute zu den Breitengraden hin verdreht; Nord-Süd ist eine Ordnungslinie, Ost-West aber eine Konfliktlinie. Die Verdrehung entstand durch die machtpolitische Ausschaltung Europas und die globalstrategische Degradierung Rußlands; erst die Afghanistan-Intervention hat Rußlands strategische Ordnungslinie sichtbar wiederhergestellt. Amerikas strategische Achse ist am extremsten ost-west-verdreht: nach Europa und Ostasien. Auch bei wohlgeordneten, subkontinentalen Gestaltungsräumen ist der ostasiatisch-pazifische Raum ein prädisponierter Konfliktraum, weil dort die derzeit niedergehende Welt und Großmächte mit aufstrebenden neuen Industriestaaten zusammentreffen und hier die Subkontinente geopolitisch nicht eindeutig sind.

Einflußsphären sind Einwirkungsmöglichkeiten einer Macht in das Gebiet anderer Mächte; diese Möglichkeiten sind auf ethnischen, sprachlichen oder kulturellen Verwandtschaften gegründet oder auch auf wirtschaftlichen Ausstrahlungen. So sind die baltischen Länder immer nordische Einflußsphäre geblieben, ebenso wie Elsaß-Lothringen deutsche Einflußsphäre. Das Österreich der Ära von Jalta bis Malta aber war etwas ganz Besonderes, nämlich eine doppelseitige Sicherheitszone für Rußland wie für die Westmächte und damit der historische Vorläufer zu der geostrategischen Wand Europa-Afrika.

In zehn Jahren spätestens[2. Klassischer Fall von revolutionärer Ungeduld.] wird Amerika, die derzeit (im Oktober 1990) einzige Weltmacht, dort angelangt sein, wo Rußland heute steht. Der Liberalismus Amerikas als älterer und erfolgreicherer Bruder des frühverstorbenen Kommunismus ist auch nur ein Kind des geistigen Cäsarismus. Die Sprößlinge dieser mumifizierten altrömischen Ideenfamilie haben den Völkern Europas tausend Jahre lang allerlei Geistesknechtschaft beschert. Aber dieses alte Abendland ist nun endlich in die ewige Nacht der Vergangenheit abgesunken.